Wer niemals, wirklich niemals am Lift warten will und es wirklich hasst, seine Linie bei der Abfahrt auch nur im Mindesten an den unvorhersehbaren Aktionen anderer Skifahrer ausrichten zu müssen, der findet im Yellowstone Club das Ziel seiner Träume. An einem Spitzentag bevölkern rund 200 Skifahrer die 82 Pisten des Clubs und manchmal wird eine der elf Sesselbahnen (natürlich alle von Doppelmayr, dem Mercedes unter den Liftherstellern) nur für einen einzigen Gast angeworfen. Das ist der Gipfel der Exklusivität. Der Haken: Yellowstone Club ist wohl das teuerste Skigebiet des Universums. Zutritt haben wie im Golfclub nur Mitglieder, die neben 250.000 Dollar Aufnahmegebühr rund 16.000 Dollar pro Jahr für den Saisonpass zahlen. Typen wie Tiger Woods, Bill Gates und Arnold Schwarzenegger können sich so etwas leisten und zählen folgerichtig zum handverlesenen Kreis der Mitglieder. Es gibt Tage, an denen man hier von morgens bis abends keinen anderen Skifahrern begegnet. Scheinbar finden das auch Superreiche nur bedingt lustig. Jedenfalls dauerte es fünf Jahre, um die ersten 100 Mitglieder zusammen zu bekommen. Die mussten nebenbei auch noch ein Stück Land erwerben und sich da erst Mal eine Hütte drauf bauen, wofür in der Regel nochmals ein siebenstelliger Betrag einzuplanen war. Dafür geht die Mitgliedschaft auf die Kinder über – wenn das mal nicht familienfreundlich ist.

Skigebiet: 2182-3005 m, 16 Lifte, 77 km Pisten

Komfort: Komfortindex Lifte 61% (Erläuterung siehe hier), 30% der Förderleistung von den Talstationen, Æ

Unterkunft: Zutritt nur auf Einladung eines Mitglieds, damit erledigt sich dann auch die Suche nach einer Unterkunft.

Schnee: Saison von Dezember bis April, 762 cm Schneefall pro Jahr

Info: www.yellowstoneclub.com