In Sun Peaks kommen auf einen Lift ein gutes Dutzend Abfahrten. Das bedeutet Platz ohne Ende. Schon der Start in den Tag läuft hier sehr entspannt, denn die schnellen Vierersesselbahnen starten direkt vor den Türen der Hotels und Lodges des Mitte der 90er entstandenen Skidorfs im Tal zwischen Sundance Ridge und dem Mount Morrisey. Es ist eine gelungene Symbiose zwischen der komfortablen Funktionalität eines am Reißbrett geplanten Ferienortes und der gewachsenen Atmosphäre eines traditionellen Bergdorfes. Die Architektur steckt voller Reminiszenzen an alpenländische Baustile. Das Skiterrain bietet famoses Tree-skiing und grimmige Buckelpisten, aber die meisten Glückshormone schüttet das Kleinhirn auf diesen makellos gewalzten Startbahnen in den Carving-Himmel aus, egal, ob sie Cruiser, Blazer oder Sun Downer heißen. Hier fällt man als Spielball der Gravitation den Berg hinunter, immer eine Hand auf dem Schnee und den Körper nahe der Waagerechten. High Speed und große Schwungradien sind kein Problem, wenn man eine Piste für sich hat – in Sun Peaks eher die Regel als die Ausnahme. Die Schneequalität ist hervorragend, weil es die feuchte und milde Luft vom Pazifik nicht bis ins Innere British Columbias schafft. Die Berge haben hier im Gegensatz zu den Coast Mountains und den Rockies zwar eher Mittelgebirgscharakter, für’s Skifahren sind sie indes wie geschaffen.

Skigebiet: 1210-2080 m, 11 Lifte, 128 km Pisten

Komfort: Komfortindex Lifte 62% (Erläuterung siehe hier), 56% der Förderleistung von der Talstation, Æ 18,4 Skifahrer pro Pistenkilometer am Tag

Unterkunft: Sun Peaks Lodge, Perfekte Kopie eines Südtiroler Gasthauses im Herzen des Sun Peaks Village. Sauna, Whirlpool, Dampfbad, DZ ab 150 Euro, www.sunpeakslodge.com

Schnee: Saison vom November bis April, 559 cm Schneefall pro Jahr

Info: www.sunpeaksresort.com