Crystals Wetter kann die Hölle sein, der Schnee schwerer als Zement, aber an guten Tagen verdient der Berg sich den Ruf als eines der am besten gehüteten Geheimnisse der amerikanischen Skigeografie. Das Resort besteht aus drei Hotels und zwei Apartmentkomplexen in fußläufiger Entfernung zu den Liften. Es gibt einige Bars und Restaurants sowie einen Laden – das war’s. Nur freitags und samstags abends kommt etwas Leben auf, wenn die Wochenendgäste aus dem nur 122 Kilometer entfernten Seattle bei Live Entertainment im Sourdough Sal’s feiern. Die moderne Liftflotte zählt je zwei schnelle Vierer- und Sechsersessel sowie die einzige Gondelbahn in Washington State. Zur Saison 2014/15 werden weitere zwei Anlagen modernisiert. Das Terrain ist wild. Zahlreiche Kare mit steilen Flanken reihen sich entlang eines scharf geschnittenen Grates auf. Vom höchstgelegenen (Silver Queen) führen ausschließlich ‚double black diamond runs‘ talwärts. Am Nachbargipfel, Standort des Summit House, starten auch mittelschwere Pisten. Sind die Bedingungen nicht optimal, stellen die bereits hohe Anforderungen an das skifahrerische Können. Zwar gibt es im Talgrund einige längere, wirklich leichte Abfahrten, aber nur Experten können das Potential dieses Berges richtig ausschöpfen. Besonders reizvoll sind die vor Lawinen gesicherten, aber komplett unpräparierten Zonen des South Back Country (Aufstieg erforderlich) und des North Back Country (erreichbar vom Summit House).

Skigebiet: 1184-2134 m, 12 Lifte, 51 km Pisten, 1.234 cm Schneefall

Unterkunft: Nur wenige Schritte von der Mount Rainier Gondola entfernt befinden sich das Alpine Inn, die Quicksilver Lodge und das Village Inn. Buchbar unter www.crystalhotels.com.

Tipp: Die Fahrt mit der Mount Rainier Gondola bietet Skifahrern auch bei schlechtem Wetter einen trockenen Lift. An Schönwettertagen ist sie auch für Nichtskifahrer attraktiv: Die Terrasse des Summit House eröffnet herrliche Blicke auf den greifbar nahen Mount Rainier, die man hier bei gutem Essen genießen kann.

Verleih: Die Ski- oder Snowboardausrüstung kostet pro Tag ab 39 Dollar, ein halber Tag kostet 34 Dollar. Helme kosten zehn Dollar, Bekleidung wird nicht verliehen.

Anreise: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, per Bus von Seattle nach Crystal Mountain zu gelangen, bis Anfang März auch an Wochentagen, Infos dazu unter http://crystalmountainresort.com/plan-your-trip/getting-here/other-transportation/. Auf http://www.theskilift.org/ kann man nach Mitfahrgelegenheiten suchen. Mit dem Mietwagen fährt man vom Flughafen in 90 Minuten ins Skigebiet (113 km). Von Downtown sind es 132 km und knapp zwei Stunden.

Info: www.crystalmountainresort.com