Der Heilige Abend ist vorbei und noch immer ist die Schneesituation vielerorts nicht zufriedenstellend. Doch man darf hoffen: Verschiedene Wettermodelle rechnen für Samstag, Sonntag und Montag mit Schneefällen bis in die tiefen Lagen. Ob es aber tatsächlich dazu kommt, bleibt abzuwarten. In unserem aktuellen Schneebericht lest ihr, wie es in den Alpenländern derzeit aussieht.

Deutschland

In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag meldete man aus Grasgehren fünf Zentimeter Neuschnee, im Erzgebirge und im Bayerischen Wald schneite es ganz leicht. Das war es aber auch schon mit der Herrlichkeit. Immerhin: An der Zugspitze laufen mittlerweile sechs von 12 Liften, zwischen dem 19.-21.12. gab es hier 20cm Neuschnee. In Garmisch Classic fahren im Moment sieben von 20 Liften, am Fellhorn sind neun von 14 Anlagen in Betrieb. Die größte Schneehöhe in Deutschland weist die Zugspitze mit 135cm aus, dahinter allerdings ist die Schneelage am Fellhorn (40cm), Grasgehren (30cm) oder Reit im Winkl (30cm) weiter dürftig.

Alle offenen Skigebiete Deutschlands findet ihr hier: http://www.skiinfo.de/deutschland/offene-skigebiete.html

Alle Schneehöhen Deutschlands findet ihr hier: http://www.skiinfo.de/deutschland/schneehoehen-schneebericht.html

Österreich

Volle Pisten kann man derzeit erwarten, wenn der Urlaub in Österreich ansteht. So hört man es aus vielen Skigebieten von unseren App-Nutzern, die täglich Reports aus den Gebieten posten. Immerhin haben es viele Skigebiete trotz relativ geringer Schneefälle geschafft, mehr Lifte und Pisten zu öffnen als noch vor Wochenfrist. In Obertauern laufen zum Beispiel 22 von 26 Anlagen, in St. Anton am Arlberg 61 von 97, in Serfaus Fiss Ladis sind 46 von 67 Lifte in Betrieb. Nach sonnigen und schneefallarmen Tagen zuletzt (nur Fieberbrunn mit 10cm und Damüls mit 3cm meldeten in den letzten drei Tagen etwas Schneefall) dürfte es nun bald wieder zu Niederschlägen kommen, am zweiten Weihnachtsfeiertag rechnen Meteorologen mit 10-15cm Neuschnee in weiten Teilen Österreichs. Bei den aktuellen Schneehöhen ist das auch weiter dringend nötig: Auf den Gletschern und in den hohen Lagen sieht es zwar gut aus (zum Beispiel am Mölltaler mit 250cm Schneehöhe oder in Sölden mit knapp zwei Metern), aber ein Schneeloch wie die Tauplitzalm bietet im Moment gerade maximal 40cm, Lech Zürs maximal 30cm, das Alpbachtal und die Zillertal Arena ebenfalls 30cm - das ist nicht viel.

Alle offenen Skigebiete Österreichs findet ihr hier: http://www.skiinfo.de/oesterreich/offene-skigebiete.html

Alle Schneehöhen Österreichs findet ihr hier: http://www.skiinfo.de/oesterreich/schneehoehen-schneebericht.html

Schweiz

Schneefall in der Schweiz in den letzten sieben Tagen? So gut wie gar nicht. 10cm meldete man am 20.12. in Melchsee-Frutt, fünf Zentimeter gab es am gleichen Tag zum Beispiel in Samnaun und Arosa Lenzerheide. Fünf Zentimeter Neuschnee gab es in der Nacht zum 25.12. im derzeit geschlossenen Ibergeregg. Die größte Schneehöhe in der Schweiz kann man derzeit in der Skiarena Andermatt-Sedrun genießen, hier liegen bis zu 280cm. Es folgen Saas-Fee (170cm), Engelberg (165cm) und Laax (145cm), wo man ebenfalls sehr gute Bedingungen anbieten kann. Es gibt aber auch viele Skigebiete, vor allem in tieferen Regionen, die bisher nur wenig bis gar keinen Skibetrieb offerieren können.

Alle offenen Skigebiete der Schweiz findet ihr hier: http://www.skiinfo.de/schweiz/offene-skigebiete.html

Alle Schneehöhen der Schweiz findet ihr hier: http://www.skiinfo.de/schweiz/schneehoehen-schneebericht.html

Frankreich und Italien

In Frankreich gab es in den letzten sieben Tagen ebenfalls kaum Neuschnee. St Sorlin d'Arves meldete am 20.12. 20cm neue Niederschläge und ist damit Spitzenreiter - und das in der Weihnachtswoche! Avoriaz oder Valfréjus konnten immerhin noch sechs bzw. zwölf Zentimeter vorweisen, Powderbedingungen sehen aber anders aus. Skigebiete wie Isola 2000 oder Val Thorens können aber derzeit immerhin alle Liftanlagen laufen lassen, das ist eine Besonderheit in diesem Winter. Die größten Schneehöhen in Frankreich: Valfréjus und Val Cenis mit 150cm, Chamonix, Isola 2000, Val Thorens, Serre Chevalier, Sauze Super Sauze und Praloup bieten 100cm maximale Schneehöhe.

Das gleiche Bild wie im Rest der Alpen herrscht derzeit in Italien: Kein Neuschnee (nur Schöneben und Livigno meldete in den letzten Tagen ganz leichten Schneefall) und geringe Schneelage. Spitzenreiter in Bezug auf die Schneehöhen ist Adamello Ski mit 350cm, das Schnalstal und Macugnaga geben 260cm maximale Höhe an. Sehr gute Bedingungen herrschen derzeit, wenn man sich die Anzahl der offenen Lifte anschaut, vor allem in Livigno (alle 21 Lifte in Betrieb), Gröden, Kronplatz, Folgàrida oder an der Seiser Alm - hier laufen zumindest fast alle Lifte.

Alle offenen Skigebiete in Frankreich und Italien findet ihr hier: http://www.skiinfo.de/frankreich/offene-skigebiete.html und http://www.skiinfo.de/italien/offene-skigebiete.html

Alle Schneehöhen in Frankreich und Italien findet ihr hier: http://www.skiinfo.de/frankreich/schneehoehen-schneebericht.html und http://www.skiinfo.de/italien/schneehoehen-schneebericht.html

Schnee- und Wettervorhersage

Die voraussichtliche Wetterlage am Wochenende sorgt bei Schneefreunden derzeit für strahlende Augen: In den Westalpen, vor allem in Frankreich, kann es ab Samstag ergiebigen Neuschnee geben. In vielen Lagen dürfte ein Meter Neuschnee drin sein. Zudem wird es von Norden her kalt, auch in den Nord- und Ostalpen, wo am Samstagfrüh deutliche Minusgrade in den Tälern erwartet werden können. Während in Österreich am zweiten Weihnachtsfeiertag noch leichte Schneefälle mit Mengen bis zu 15cm erwartet werden (danach dürfte es am Samstag und Sonntag hier eher ruhig werden), klingen die kräftigen Schauer in den Westalpen vom Samstag und Sonntag spätestens am Montag ab. Dafür darf man dann im Anschluss auch in den Ostalpen mit ergiebigem Schneefall rechnen - wie groß die Mengen werden, ist derzeit aber noch unsicher. Je nach Wettermodell wird es zum Montag und Dienstag verbreitet bis in die Täler schneien, auf der Nordseite ebenso wie auf der Südseite der Alpen. Es bleibt bis mindestens Mitte der kommenden Woche kalt, so dass mit dem zu erwartenden Neuschnee und künstlicher Beschneiung endlich fast alle Skigebiete der Alpenregionen in Betrieb gehen dürften.