Fährt man von Jasper über den Icefields Parkway nach Süden, erreicht man nach rund 230 Kilometern Lake Louise. Schwer zu sagen, was dort mehr beeindruckt: die Ausdehnung des Skigebiets, die sagenhafte Vielfalt des Geländes oder die wirklich atemberaubende Landschaftskulisse der Seen, Gletscher und Felsgipfel. Schon nach wenigen Abfahrten zählt fast jeder Besucher Lake Louise zu seinen persönlichen Top Ten. Die Leser verschiedener Skimagazine kürten es zum landschaftlich schönsten Skigebiet Amerikas. Für die Canadian Pacific Railway war es der perfekte Platz, um genau hier in den 1880er Jahren eines ihrer legendären Schlosshotels zu errichten: das Chateau Lake Louise. Die Lifte starten etwas oberhalb des Hotels an der Lodge of the Ten Peaks, mit ihren gewaltigen Baumstämmen die XXL-Version einer Blockhütte. Von hier führt eine Gondelbahn auf den Mount Whitehorn. An kalten Tagen ist man dankbar für die Wärme bietenden Kabinen, Sesselbahnfahren kann bei minus 30 Grad ganz schön ungemütlich sein. Darum kommt man nicht herum, will man die legendären Back Bowls auskosten. Könner finden hier hochalpines Terrain, schmale Couloirs und fabelhaften Pulverschnee. Der erreicht meist erst ein, zwei Tage nachdem er gefallen ist, seinen einzigartigen, fast schwerelosen Zustand, weil ihn erst die meist auf den Schneefall folgende Kälte so richtig trocknet. Große Mengen davon kommen hier an der Ostseite der Rocky Mountains allerdings nicht zusammen und so ist es segensreich, dass Lake Louise eine schlagkräftige Beschneiungsanlage hat. Die sorgt auch dafür, dass hier regelmäßig im November die ersten Weltcuprennen der Saison ausgetragen werden können.

Skigebiet: 1646-2637m, 9 Lifte, 80 km Pisten

Unterkunft: Chateau Lake Louise, DZ ab 289 Dollar (www.fairmont.de/lake-louise), auch wer sich nicht leisten kann, hier zu logieren, sollte dem Hotel einen Besuch abstatten. Das Lake Louise Village, zwischen See und Skigebiet gelegen, bietet preiswertere Unterkünfte.

Tipp: Für Freestyler errichtet allwinterlich Lake Louise einen der größten Terrain Parks Nordamerikas, der vom Glacier Expressüber gut 400 Höhenmeter talwärts zieht.

Verleih: Die Verleihpreise für die Saison 2014/15 stehen noch nicht fest. Sicher ist: Der rental Shop befindet sich in der Lodge oft he Ten Peaks und man kann dort auch Jacken, Hosen und Helme mieten.

Anreise: Mit dem Mietwagen hat man die Qual der Wahl: Auf der Südroute über Calgary benötigt man vom Flughafen Edmonton gut vier Stunden. Die landschaftlich noch spektakulärere Nordroute über den Icefields Parkway ist nur wenige Kilometer länger, nimmt aber fünf Stunden in Anspruch – plus Fotostopps! Die naheliegende Option ist, die beiden Routen auf Hin- und Rückfahrt zu kombinieren. Busverbindungen bestehen via Jasper. Wenn man schon mal in der Gegend ist, sollte man ohnehin beide Skigebiete ansteuern.

Info: www.skilouise.com