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Freeride World Tour 2015: Auftakt-Event in Chamonix-Mont-Blanc erfolgreich absolviert

 Swatch Freeride World Tour 2015 by the North Face - ©freerideworldtour.com/TREPO

Ganz auf sich gestellt, muss der Sportler den Berg hinab

Copyright: freerideworldtour.com/TREPO

Eva Walkner siegt beim Saisonbeginn der Swatch Freeride World Tour 2015 by the North Face

Beim ersten Tourstopp der Swatch Freeride World Tour 2015 by the North Face (FWT) fuhren vor allem die erfahrenen Rider auf das Podium. Vor der eindrucksvollen Kulisse des Berggiganten Mont Blanc gewannen die überglückliche Salzburgerin Eva Walkner (AUT) und Titelverteidiger Loic Collomb-Patton (FRA) bei den Skifahrern den Saisonauftakt am Chamois-Hang im Skigebiet Brévent. Bei den Snowboardern siegten Titelverteidigerin Shannan Yates (USA) und Sammy Luebke (USA). Snowboarder Flo Orley (AUT) belegte Platz drei; Samuel Anthamatten (SUI) wurde bei den Skifahrern Vierter.

Die FWT gastierte seit ihrer Gründung 2008 jedes Jahr in Chamonix-Mont-Blanc, aber am Chamois beim Cornu-Sessellift hatte noch nie ein Contest stattgefunden. An diesem vornehmlich südöstlich ausgerichteten Hang konnten die Teilnehmer zwischen zwei Startoptionen wählen. Die beiden Startgates lagen auf 2450 Meter, die Ziellinie auf 2000 Meter. Blauer Himmel und gute Schneeverhältnisse sorgten für hervorragende äußere Bedingungen. Der Hang war etwas kürzer als von bisherigen FWT-Contests in der hochalpinen Bergwelt von Chamonix gewohnt, bot dafür aber viele Möglichkeiten für Kreativität, Sprünge und Tricks. Insgesamt 59 weibliche und männliche Skifahrer und Snowboarder waren am Start.

Snowboard – Herren

In Abwesenheit des verletzten Titelverteidigers Emilien Badoux (SUI) holte Sammy Luebke (USA) am Chamois den Sieg bei den Snowboardern. Der Mann aus Squaw Valley hatte bereits 2014 zwei FWT-Contests gewonnen und zeigte einen soliden, flüssigen und zugleich spielerischen Lauf mit einem Indy Grab, einem 360 und weiteren Sprüngen. Auf Platz zwei fuhr der Brite Sascha Hamm (GBR), wohnhaft in Chamonix und letztes Jahr Dritter der Gesamtwertung. Er startete mit einem großen Drop von einem Felsen und schickte einen weiten Sprung über eine Windlip hinterher. Ein kompromissloser Run, mit dem Hamm in seiner Wahlheimat 85,50 Punkte holte. Hinter ihm auf Rang drei landete der erfahrene Innsbrucker Flo Orley (AUT). Er wählte eine originelle Linie mit vielen Sprüngen und ließ sich von den Judges für seine solide Fahrt mit 79,80 Punkten belohnen. Alexander Hoffmann aus Innsbruck (AUT), als Zweitplatzierter des Freeride World Qualifiers 2014 erstmals bei der FWT dabei, musste sich bei seinem ersten FWT-Auftritt nach einem Sturz mit Rang 12 zufriedengeben. 

Es ist wunderschön, nach zwei Jahren bei der World Tour endlich wieder auf dem Podium zu stehen“, kommentierte Flo Orley seinen dritten Rang. „Meine Linie habe ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit erst heute Morgen beim Aufstieg festgelegt. Die Kombination von hoher Geschwindigkeit und soliden Cliffdrops bei gutem Schnee hat Spaß gemacht. Jetzt kann ich schon viel entspannter zum Home-Event nach Fieberbunn fahren. Hoffen wir, dass die Bedingungen dort auch so gut sein werden!“

 Ski – Herren

Bei den Skifahrern landeten die Weltmeister der letzten Jahre auf den ersten drei Plätzen. Titelverteidiger Loic Collomb-Patton (FRA) glänzte mit einem gewaltigen „blinden“ Transfer in eine vom Absprung aus nicht einsehbare Landung sowie mit mehreren Drops und viel Speed. Mit 92,75 Punkten setzte er sich vor den Weltmeister von 2012, Reine Barkered (SWE), der mit weiten Sprüngen, sehr schneller und dennoch kontrollierter Fahrt sowie seinem glänzenden Fahrstil 89,25 Punkte sammelte. Dritter wurde Drew Tabke (USA), World Champion 2011 und 2013, der einen 360 und einen Backflip in den Hang setzte. Samuel Anthamatten (SUI) sprang wie Loïc Collomb-Patton einen Blind Transfer und ließ einen hohen Drop folgen. Mit 85,75 Punkten belegte er Platz vier.

Der Siegerlauf aus Sicht der Helmkamera:

 

Stefan Häusl aus Strengen (AUT), der vor dem Event vier Tage krank im Bett gelegen und erst in der Nacht nach Chamonix angereist war, holte nach kontrolliertem Auftritt Rang 15. Platz 21 ging an Felix Wiemers aus Biedenkopf (GER), der mehrere Sprünge und einen soliden Lauf zeigte. 22. wurde FWT-Debütant Fabian Lentsch aus Völs bei Innsbruck (AUT) nach einem Fahrfehler bei einem ansonsten eindrucksvollen Lauf mit drei weiten Sprüngen. Fabio Studer aus Koblach (AUT) stürzte nach einem Backflip gleich zu Beginn seines Runs und belegte nur Platz 27.

„Ich war heute Morgen und auch noch beim Aufstieg und am Gipfel sehr gestresst“, sagte Loic Collomb-Patton. „Aber ich hatte meine Linie sehr gut einstudiert und habe sie perfekt umgesetzt. Ich habe mich während der Fahrt gut gefühlt, auch die Landungen und Sprünge waren gut. Mit der schönen Punktewertung war ich dann natürlich sehr zufrieden.“

Reine Barkered sagte: „Ich hatte einen guten Tag. Es war sonnig, man hat viele glückliche Gesichter gesehen, und ich bin eine gute Line gefahren. Das ist ein guter Start in die Saison. Normalerweise starte ich schlecht und werde dann besser. Das letzte Mal, dass ich gut begonnen habe, lief es danach völlig schief. Das macht mich jetzt ein bisschen nervös. Aber natürlich ist das gut für das Selbstvertrauen und das Punktepolster in Hinblick auf Alaska.“

Ski – Damen

Eva Walkner aus Salzburg (AUT) kann mit ihrem Comeback mehr als zufrieden sein. Nach zwei Jahren Abwesenheit zeigte sie einen sauberen und sicheren Run inklusive mehrerer Sprünge und erhielt 73 Punkte – Höchstzahl bei den Skifahrerinnen und damit gleich der Sieg beim ersten Contest nach langer Wettkampfpause! Auf dem Silberrang hinter Walkner landete mit nur einem halben Punkt Rückstand Christine Hargin (SWE), die FWT-Weltmeisterin von 2012. Platz drei sicherte sich Silvia Moser aus Cortina d’Ampezzo (ITA). Bei ihrem ersten FWT-Auftritt überzeugte die vom Freeride World Qualifier kommende Italienerin die Judges mit einem schönen Cliffdrop und flüssiger Fahrt.

„Ich habe eine sichere Linie gewählt und nicht alles riskiert“, berichtete Eva Walkner. „Ich war sehr nervös und wollte vor allem ins Ziel kommen. Ich hätte nie gedacht, dass es für den ersten Platz reichen würde. Vor dem Contest war ein Platz in den Top Five mein Ziel. Nach zwei schweren Jahren mit drei Knieoperationen und vielen Schmerzen fällt jetzt alles von mir ab. Ich weiß jetzt, dass ich noch Ski fahren kann. Ich bin einfach extrem dankbar.“

Christine Hargin ergänzte: „Ich habe meine Linie bei der Hanginspektion mehrfach geändert. Aber am Ende lief es perfekt. Es war eine gute Wahl, auch wenn der Schnee teilweise etwas schwierig war. Aber das Resultat ist super. Ich freue mich sehr über den zweiten Platz und auch über Evas Sieg bei ihrem Comeback.“ Die beiden Erst- und Zweitplatzierten der FWT-Gesamtwertung des Vorjahres, Nadine Wallner aus Klösterle am Arlberg (AUT) und Lorraine Huber aus Lech am Arlberg (AUT), waren wegen Verletzungen leider nicht am Start.

Snowboard – Damen

Den Sieg bei den Snowboarderinnen holte Titelverteidigerin Shannan Yates (USA). Zweite wurde die Weltmeisterin von 2011, Anne-Flore Marxer (FRA/SUI), die mit einem schnellen, kraftvollen Run beeindruckte, und Dritte Elodie Mouthon (FRA).

 

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Samstag folgt der zweite Stopp in Fieberbrunn Kitzbüheler Alpen (AUT)

Am nächsten Samstag, 31. Januar 2015, folgt nahtlos der zweite Stopp der FWT 2015 am Wildseeloder in Fieberbrunn Kitzbüheler Alpen (AUT). Bei diesen und den drei anschließenden Events in Vallnord-Arcalis (AND) am 14. Februar, Haines, Alaska (USA) am 14. März und beim Xtreme Verbier (SUI) am 28. März kämpfen die Fahrer um ein Gesamtpreisgeld von US$ 400,000.


Resultat:

Snowboard Herren:

1. Sammy Luebke (USA), 87,80

2. Sascha Hamm (GBR), 85,50

3. Flo Orley (AUT), 79,80

 

Ski Herren:

1. Loic Collomb-Patton (FRA), 92,75

2. Reine Barkered (SWE), 89,25

3. Drew Tabke (USA), 86,25

 

Snowboard Damen:

1. Shannan Yates (USA), 75,00

2. Anne-Flore Marxer (FRA/SUI), 70,50

3. Elodie Mouthon (FRA), 67,75

 

Ski Damen:

1. Eva Walkner (AUT), 73,00

2. Cristine Hargin (SWE), 72,50

3. Silvia Moser (ITA), 70,00

 

 

Alle News zur Freeride World Tour unter www.freerideworldtour.com

 

 

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