Während im amerikanischen Vail der Alpine Ski-WM gestartet ist und Anna Fenninger (AUT) sich die erste Goldmedaille im Super-G sicherte, versinken Teile Europas im Neuschnee. Der Winter zeigt sich in diesen Tagen von seiner schönsten Seite. Wo es viel geschneit hat und wie die Aussichten sind, lest ihr im aktuellen Schneebericht ...

Schweiz

Auch wenn es in der Schweiz in den letzten 48 Stunden keinen Neuschnee gab, so sind die Wintersportbedingungen hier doch in den vergangenen Tagen deutlich verbessert. Das liegt an den kräftigen Schneefällen zu Wochenbeginn sowie den kalten Temperaturen, die im Land vorherrschen. Teilweise mehr als einen Meter Neuschnee gab es insgesamt für einige Skigebiete wie Leysin (120cm), Gstaad – Glacier 3000 (110cm), Beatenberg (105cm) oder auch Ibergeregg (100cm). Das liess auch die Schneehöhen in die Höhe schnellen. Spitzenreiter ist hier die Skiarena Andermatt-Sedrun mit 400cm vor Engelberg-Titlis mit 385cm. Dort sind alle Anlagen und Pisten aktuell in Betrieb. In Laax liegen 270cm Schnee und auch dort sind alle Pisten präpariert. In Davos Klosters sind einer Schneehöhe von 169cm aktuell immerhin 277km Piste offen und auch in Engadin St. Moritz sind 298km Piste befahrbar.

Alle Schneefälle und Schneehöhen aus der Schweiz: http://de.skiinfo.ch/schweiz/schneehoehen-schneebericht.html

Frankreich

Unglaubliche Neuschneemengen kamen in der letzten Woche im Süden Frankreichs zusammen. Ein Blick auf die Zahlen beweist dies: In Piau Engaly fielen zwischen dem 30.1. und 2.2. sage und schreibe vier Meter Schnee (wer es nicht glaubt, sollte ein Blick auf die Bilder dieses Artikels werfen)! In den Pyrenäen schneite es mehr als kräftig, so dass zum Beispiel auch in Cauterets, Luz Ardiden, Gavarnie oder Formiguères über zwei Meter Neuschnee zusammenkamen. Und auch in den grossen Gebieten der französischen Alpen kann man sich über Schnee derzeit nicht beklagen. In den letzten sieben Tagen vermeldeten fast alle Regionen mehr als einen Meter Neuschnee. Allerdings ist für alle Powderfreunde in diesen Tagen Vorsicht angesagt: Es herrscht zum Teil sehr grosse Lawinengefahr!

Die grösste Schneehöhe in Frankreich weist derzeit Piau Engaly mit 400cm aus, gefolgt von Cauterets mit offiziell 290cm sowie Montriond, Avoriaz und Goruette mit 280cm.

Alle Schneefälle und Schneehöhen aus Frankreich: http://de.skiinfo.ch/frankreich/schneehoehen-schneebericht.html

Italien

Die italienischen Skigebiete wurden von den heftigen Schneefällen, die es weiter im Westen und im Norden der Alpen gab, nicht so stark erwischt. Viel Schnee fiel aber zum Beispiel in Courmayeur, wo es zwischen dem 29.-31. Januar 85cm Neuschnee gab. In Pescasseroli kamen Anfang Februar circa 70cm zusammen, ebenso in Bardonecchia. In der Nacht zum Mittwoch (4.2.) schneite es unter anderem in Prato Neveso (30cm), am Monte Amiata (30cm) und in Campo Felice (25cm).

Die grösste Schneehöhe in Italien hat im Moment San Domenico di Varzo vorzuweisen, hier liegen bis zu 470cm Schnee. Dahinter liegen im Ranking Madesimo (430cm), Adamello Ski (400cm) und Campo Imperatore (350cm).

Alle Schneefälle und Schneehöhen aus Italien: http://de.skiinfo.ch/italien/schneehoehen-schneebericht.html

Deutschland

In Deutschland herrschen mittlerweile gute bis sehr gute Wintersportbedingungen für so ziemlich alle Skigebiete, auch in tieferen Lagen. Teilweise leichter Schneefall und die kalten Temperaturen machen Wintersport nun auch in Gebieten wie zum Beispiel im Skigebiet Wilde Wiese möglich. Dort liegen aktuell 32cm Schnee und die Pisten sind geöffnet. Auch im Schwarzwald, im Harz oder im Thüringer Wald sind Pisten präpariert und Loipen gespurt. Am vergangenen Wochenende war der Andrang an den Liften sehr gross. In den Alpen gab es in den letzten Tagen den meisten Schneefall. So meldete die Zugspitze am 04. Februar nochmals 17cm Neuschnee, Garmisch nebenan bekam 5cm dazu. Insgesamt fielen auf der Zugspitze in den letzten 7 Tagen über 70cm Neuschnee und die Schneehöhe beträgt dort nunmehr 330cm. Auch Grasgehren, Alpsee Bergwelt, Bolsterlang oder Fellhorn/Kanzelwand liegen in dieser Woche bei den Neuschneemengen weit vorne. Insgesamt konnten zahlreiche Skigebiet im ganzen Land in den letzten Tagen deutlich mehr als 20cm Neuschnee vermelden.

Alle Schneefälle und Schneehöhen aus Deutschland: http://de.skiinfo.ch/deutschland/schneehoehen-schneebericht.html

Österreich

In Österreich gab es keinen Neuschnee in der vergangenen Nacht, aber auch hier konnten teils kräftige Schneefälle in den Tagen zuvor gemeldet werden. Über bis zu 90cm Neuschnee insgesamt freuten sich die Skigebiete zum Beispiel in Loser (90cm), im Kleinwalsertal (80cm), Jungholz (70cm) oder Damüls (60cm). Es haben nunmehr alle Skigebiete in Österreich geöffnet und auch hier herrschen sehr gute Wintersportbedingungen. Die grösste Schneehöhe hat dort aktuell die Tiroler Zugspitzarena mit 330cm gefolgt vom Dachstein Gletscher (300cm), der seit dem Wochenende wieder den Betrieb aufgenommen und alle Pisten geöffnet hat. Auch der Pitztaler Gletscher (284cm), Sölden (283cm) und das Kitzsteinhorn (270cm) haben mittlerweile enorme Schneehöhen erreicht. Insgesamt 14 Skigebiete in Österreich haben derzeit eine Schneehöhe von mehr als zwei Metern gemeldet, so auch St. Anton am Arlberg. Dort sind aktuell 303 Pistenkilometer geöffnet.

Alle Schneefälle und Schneehöhen aus Österreich: http://de.skiinfo.ch/oesterreich/schneehoehen-schneebericht.html

Wetter- und Schneeaussichten für die kommenden Tage

Der Mittwoch wird im Südosten der Alpen von einem Mittelmeer-Tief bestimmt, dass sich langsam gen Norden schiebt. Die Westalpen sind von der trüben und nebligen Wetterlage bereits am Mittwoch betroffen, am nördlichen Alpenhauptkamm und den östlichen Teilen dürfte es heute oftmals noch sonnige Abschnitte geben. Der Donnerstag ist dann allerdings verbreitet von dichten Wolken eingehüllt, die im Laufe des Tages vom Süden auch Schnee bringen. Es schneit dabei vor allem im Süden im Osten Österreichs stärker, aber auch in den schweizer Bergen verbreitet. Der Schneefall wird wohl anhalten bis zum Freitagabend, aber zumeist nur leicht sein, so dass keine grosse Neuschneemengen erwartet werden können. Die Temperaturen sind in den kommenden Tagen im Süden Deutschlands und in den Alpenländern frostig mit Höchstwerten, die in den Niederungen die Nullgradgrenze nicht übersteigen und auf über 2000 Metern in den zweistelligen Minusbereich gehen.

Nach schlimmen Lawinenunfällen am vergangenen Wochenende herrscht in grossen Teilen des Alpenraums, aber auch in einigen Mittelgebirgen Deutschlands, weiterhin eine erhebliche Lawinengefahr, vor allem in Bereich oberhalb von 1800 Metern. In den kommenden Tagen ist hier keine wesentliche Änderung in Sicht. Bei Ausflügen abseits gesicherte Pisten und Wegen sollte eine grosse Vorsicht an den Tag gelegt werden. Ohne notwendiges Lawinen-Know-How sowie der passenden Ausrüstung kann der Schneespass tödlich enden!