Wie bei vielen anderen Herstellern auch stand bei Fischer auf der ISPO 2015 vor allem Leichtigkeit im Mittelpunkt. Durch Materialverbesserungen werden die Touren-, Freeride- und Allround-Pistenski leichter gemacht. Mit der Kickdown-Technologie stellte man aber auch eine neue Möglichkeit vor, den Ski zu stabilisieren.

Ein Ski, viele Möglichkeiten

Eingebaut in allen Fischer C-Line Modellen lautet die neue Zauberformel AMF: Adaptive Motion Fluid. Ein in die Skimitte eingebautes, sich versteifendes Material soll für das ideale Fahrgefühl und den perfekten Flex sorgen. Die automatische Regelung des Modus basiert auf dem Krafteinsatz des Fahrers. Bei kräftesparender Fahrweise befindet sich der Ski im CRUISE MODE. Kurven fahren sich so sehr leicht, geschmeidig und gut gedämpft. Eine hohe Laufruhe ist garantiert. Erhöht sein Fahrer die Belastung auf den Ski, verhärtet sich das Material im Inneren des Skikerns und gibt dem Ski einen steiferen Flex. Im so genannten SPORT MODE wird das Set-up sportlich und aggressiv. In den C-LINE Modelle verstärken spezielle Titanaleinlagen (TUNED CARBON METAL) den KICKDOWN-Effekt. Kombiniert mit Carbon sorgen sie je nach Metallanteil für mehr oder weniger Aggressivität.

Progressor: Pistenski noch leichter

Fischer hat seine Technologien Razor Shape und Air Tec Ti für die Saison 15/16 in seine Progressor-Linie integriert. Dadurch werden die Ski noch leichter, sollen aber nicht an Performance verlieren. Der neue Progressor F19 Ti soll damit viel Leichtigkeit, eine stabile Kurvenlage, ideale Kraftübertragung sowie dynamisches Schwungverhalten bei kurzen und auch langen Schwüngen bieten. Unterschiedliche Radien an Skispitze und Skiende sorgen laut Fischer für eine schnellere Schwungeinleitung und ausgezeichnete Performance bei langen und kurzen Schwüngen. Der On-Piste ROCKER führt zu einer um 5 cm kürzere Kontaktlänge und verfügt zudem um eine um 2 mm gerockerte Alpinskischaufel. Die von der traditionellen Alpin-Schaufelform abgeleitete Schaufelgeometrie soll zu mehr Harmonie bei der Schwungeinleitung führen und lästiges Verschneiden verhindern.

Ansonsten standen bei Fischer vor allem neue Designs im Mittelpunkt, die ihr unten in den Fotos sehen könnt. Der RC4 WC-Ski ist nun nicht mehr weiß-gelb, sondern kommt in stylischem Metallic-Grauschwarz daher. Im Bereich der Tourenski wurde der Transalp 80 vorgestellt, ein 950 Gramm leichter Tourenski, der die richtige Balance zwischen Leichtbau und Stabilität bieten soll – für effiziente Aufstiege und agile Abfahrten. Im Freeski-Segment setzt man auf die optimierten Modelle Big Stix (122mm), den Freestyle-Ski Nightstick und den neuen Ranger 108 Ti, der sich dank Verknüpfung der neuen Generation an Technologien wie Carbon Nose, Aeroshape oder Air Tec Ti mit altbewährtem Titanal, Holzkern und Sidewall Construction, als leichter, stabiler und aufregend dynamischer Partner am Berg zeigen soll.

Weltpremiere - FISCHER CROWN TECHNOLOGY

Das Highlight am Stand von Fischer war in diesem Jahr auf der ISPO allerdings kein Ski, sondern das neue Profoil-Skitouren-"Fell": Dabei handelt es sich um eine selbstklebende Aufstiegshilfe mit der Fischer Crown Technology, die längere Aufstiege und permanenten Grip bei allen Bedingungen garantieren soll. PROFOIL wird aus einem wasserdichten Material hergestellt, welches kein Wasser ansaugt und somit eine Gewichtszunahme beim Aufstieg verhindert. Ob der Grip bei diesem "Kunstfell" allerdings so gut ist wie bei normalen Fellen mit Mohair-Anteil, bleibt abzuwarten. Die Verantwortlichen von Fischer war auf jeden Fall sehr stolz auf diese Entwicklung.