SCOTT G2 110 Powerfit

Das sagt der Hersteller

Der vielseitige SCOTT G2 POWERFIT 110, mit überarbeiteten Features für die Saison 2014-15 bietet die POWERFIT Schalen-Technologie mit thermogeformtem Innenschuh. Dieser Skischuh garantiert Performance und Komfort von morgens bis abends, egal bei welchen Bedingungen.

Verwendung: Freeski Performance
CompositionTechnologie: POWERFIT
Breite: 97mm
Flex-Index: 110
Schale: Elastollan®
Vorlage: 13°
PWR FIT 110
Verschluss: 4 verstellbare Micro-Schnallen + Power Strap
Gewicht: 2300g (Größe 27)
Größen: 23-30
Features: Gummi-Außensohle; Abnehmbare Außensohle

Das sagt die Skiinfo-Redaktion

Den Scott G2 110 Powerfit wogen wir in der Testgröße 28,5 mit 2351 Gramm pro Schuh. Damit wiegt er deutlich weniger als die anderen beiden Modelle in unserem Test - der Dalbello bringt es auf knapp 200 Gramm mehr, der Nordica auf 250 zusätzliche Gramm. Mit 97mm hat er einen schmalen Leisten und ist auch eher für schmale Füße geeignet. Dicke Beine oder Waden könnten mit der schmalen Außenschale Probleme bekommen.

Der Innenschuh des Scott G2 110 Powerfit machte auf uns im Vergleich mit den anderen Schuhen einen nicht ganz so hochwertigen Eindruck. Er wirkt etwas "billig", ist wesentlich dünner und leichter, das Material auch nicht so bequem. Klar, wir jammern hier auf hohem Niveau, aber bei einem Schuh, der 499 Euro kostet, muss man auf kleine Feinheiten eingehen dürfen. Das betrifft auch den Komfort beim Einstieg: Der ist bei den Schuhen von Scott, wenn sie kalt sind, eine echte Challenge. Öffnung und Dehnbarkeit der Außenschale machen den Einstieg aber auch bei Zimmertemperatur nicht gerade zu einem Zuckerschlecken. Es gibt zwar eine schöne, große Anziehschlaufen, aber die hilft nur bedingt, wenn die Schale nicht schön warm (und entsprechend dehnbar) ist. Zudem kann sich, wenn man extrem viel Kraft aufwenden muss, um den Schuh anzuziehen, der Klettverschluss von der Zunge lösen, so dass man diese plötzlich in der Hand hat und mühsam wieder fixieren muss. Kurzum: Beim Anziehkomfort lagen die anderen beiden Schuhe im Test deutlich vor dem Scott G2 110 Powerfit, daher bekommt er eine Note Abzug.

Ist man allerdings einmal drin im Schuh, ist die Passform an Ferse und Oberfuß wirklich gut. Der Schuh sitzt eng, ohne jedoch beengend zu wirken. Einziges kleines Manko: An der, in der Höhe verstellbaren, Zunge, die wie erwähnt mit einem Klett am Innenschuh befestigt ist, merkt man den Zungenansatz oberhalb der Zehen etwas. Die Länge des Schuhs passt super, hier sind alle drei Schuhmodelle im Test der Größe 28,5 entsprechend (Straßenschuhgröße 42,5 bis 43).

Wie schon angedeutet, ist die Außenschale schmal und nicht unbedingt für dicke Beine und Waden gemacht. Wir empfanden den Scott als recht harten Schuh, der nicht übermäßig komfortabel, aber mit guter Passform ausgestattet und damit auch längere Zeit problemlos tragbar ist. Wer Komfort sucht, der sollte eher ein weicheres Modell wählen, der Scott G2 110 ist ein relativ steifer Schuh und trotz „nur“ 110er-Flex ziemlich direkt in der Kraftübertragung. Die Sohle aus Gummi hat relativ viel Grip, weist gute Strukturen auf und ist austauschbar. Die Fixierung des Schuhs gelingt dank der vier verstellbaren Micro-Schnallen und dem breiten Power-Strap sehr gut. Eine weitere Anpassung wird über ein abnehmbares Teil an der Wade erreicht (siehe Fotos).

Fazit: Ein Schuh "made in Italy", der für Pistenfahrer und Freerider mit schmalen Füßen gemacht ist, die nicht lange zu Fuß unterwegs sind, sondern riden, riden, riden… Er ist relativ steif und sportlich und nichts für Komfortfans. Passform und wenig Gewicht waren unsere Highlights, weniger gut gefiel uns die Materialhaptik und der Tragekomfort des Innenschuhs sowie das recht kräfteraubende Anziehen.