Die Veröffentlichung unseres großen Skitests mit über 100 Modellen des kommenden Winters 2015/2016 könnt ihr leider erst Anfang für Oktober erwarten. Doch einige wenige Ski haben wir noch einmal separat getestet, so zum Beispiel den 4FRNT Kye, den Black Crows Atris oder den Völkl RTM 84. Und nicht zu vergessen: den K2 Pinnacle 95! Wir hatten das brandneue Modell Ende des letzten Winters mit im schweizerischen Davos und unterzogen es über drei Tage hinweg einem ausgiebigen Check. Was der Ski kann und warum K2 so stolz auf seine Entwicklung ist, das erfahrt ihr hier.

K2 Pinnacle 95: Das sagt der Hersteller

Wir waren Ende des Winters nicht nur zum Testen in Davos, sondern auch auf einem Neuheiten-Test in Kühtai (AUT). Dort konnten wird K2-"Mädchen-für-Alles" Reinhold "Mucki" Bauer befragen, was das Besondere an den neuen Modellen ist. Hier das Interview über die beiden Top-Neuheiten im Winter 2015/2016 von K2, darunter auch der Pinnacle 95.


Das sagt die Skiinfo-Redaktion

Der K2 Pinnacle 95 ist ein giftgrüner und extrem auffälliger Ski, den wir über mehrere Tage in Davos fahren konnten. Unserer Bedingungen für den Test: bestes, sonniges Wetter, Temperaturen zwischen -3 und +5 Grad, morgens harter Untergrund, ab frühen Mittag weich bis sulzig.

Unsere Tester waren sich relativ schnell einig, was die Performance des K2 Pinnacle 95 angeht. Wir empfanden ihn als sehr leichten und guten Allrounder mit tollen Carving-Eigenschaften. Auf der Piste zeigte er trotz des geringen Gewichts eine hohe Kantenstabilität. Guter Kantengriff, sehr wendige und schnelle Kantenwechsel bei langen Carving-Schwüngen, ein angenehmer, aber nicht zu kräftiger Rebound: Das Carven macht mit dem Pinnacle 95 trotz der 95mm Breite unter der Bindung wirklich viel Spaß. Das liegt auch am kleinen 17m-Radius, mit dem man quirlig um die Kurve kommt. De rPinnacle 95 ist mit Sicherheit nicht der sportlichste Ski der Saison 15/16, der Rebound poppt nicht extrem, aber man kann mit ihm schnell und stabil unterwegs sein. Bei Kurzschwüngen hingegen tut er sich unserer Meinung nach etwas schwerer, zeigt nicht die absolute Drehfreudigkeit. Im Harsch und auf hartem Geläuf macht zugleich nicht den superstabilen Eindruck. Zwar ist die gewichtsreduzierte Spitze (in der Mitte ist der Holzkern zu besseren Kraftübertraung mit Metalllaminat verstärkt, vorne ist der Ski gewichtsarm) wendig und sehr präzise zu steuern, bei anspruchsvollem Geläuf aber etwas flatterig - allerdings muss man dazu sagen, dass unser Testgelände in Bezug auf die Schneebedingungen auch wirklich extrem war und sich dort während der drei Testtage alle Ski schwer taten.

Als Allmountain-Ski hätten wir den Pinnacle 95 natürlich gerne auch im Tiefschnee probegefahren, die Bedingungen ließen dies aber leider nicht zu. Mit Maßen von 132–95–115 hat er eine sehr breite Schaufel, die nominell für viel Aufrieb im Powder sorgen dürfte - hätten wir sehr gerne ausprobiert, aber der Wettergott spielte nicht mit.

Fazit: Ein schöner Ski für Pistenfreunde, die auf lange und kernige Carving-Schwünge stehen und gleichzeitig einen Ski unter dem Fuß haben wollen, der sie auch abseits der Piste nicht im Stich lässt. Quierlig und angenehm poppig beim Carven, nicht ganz so spritzig bei Kurzschwüngen, guter Auftrieb, leicht - so unser Fazit zum Pinnacle 95 von K2.