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Erlebnis Gletscherskifahren: Ein Tag am Stubaier Gletscher

9. November 2015 | Skiinfo

Skigebiete in diesem Artikel: Stubaier Gletscher

Eisjochzunge - ©Skiinfo

Knackige rote Abfahrt Eisjochzunge bis zum Gamsgarten

Copyright: Skiinfo

Ende Oktober, im Stubaital scheint die Sonne. Es ist tagsüber angenehm warm. Perfekte Bedingungen für Kletterer, Wanderer und Biker. Aber auch für Skifahrer. Für Skifahrer? Ja genau, denn am Stubaier Gletscher herrschten bei unserem Besuch Ende Oktober/Anfang November bereits fantastische Skibedingungen. Schon Mitte Oktober hatte es über einen halben Meter Neuschnee gegeben und nur wenige Tage zuvor erneut zehn Zentimeter. Und so war es nur allzu logisch, dass wir uns, mit vielen Testprodukten im Gepäck, für drei Tage in die Höhen des Stubaitals begaben, um die Skisaison einzuläuten.

Aller Anfang geht schnell

Rundherum in allen Tälern Tirols standen die Zeichen noch auf Herbst, als wir in Neustift am Alpenhotel Fernau eintrafen. An Skifahren war eigentlich nirgendwo zu denken. Doch dass am Stubaier bereits Top-Bedingungen für Wintersportler herrschten, hatte sich natürlich schon rumgesprochen.

Am nächsten Morgen, einem Samstag, waren wir dementsprechend nicht einzigen, die sich früh morgens ins Auto schwangen und die Stubaier Gletscherstraße bis zum Ende des Tals in Angriff nahmen. Auto an Auto reihte sich, die letzten drei Kilometer vor dem Parkplatz am Mutterberg: Stau! Kein Wunder, ist man hier doch nur knappe 40 Minuten Fahrt von Innsbruck entfernt, deutlich kürzer als zum Beispiel Sölden im Ötztal oder das Pitztal. Perfekte Erreichbarkeit zeichnet das Skigebiet aus. Unglaublich viel los also an diesem Samstagmorgen im späten Oktober. Erste Unmutsbekundungen tönten durch das Auto. Aber: Erstaunlicherweise waren wir schneller auf dem Berg als das in manch einem anderen Skigebiet möglich gewesen wäre.

Traumhaftes Panorama am Stubaier Gletscher

Copyright: Skiinfo

Klar, am riesigen Parkplatz etwas unterhalb der Gondelbahnen brauchten die Einweiser etwas Zeit, um die Automassen zu ordnen - daher auch der Stau. Doch dann: Mehrere Pendelbusse, die die Skifahrer weg vom Parkplatz und bis vor die Talstation transportieren. Ein riesiger, moderner Kassenbereich, an dem man trotz vieler Menschen nur zwei Minuten anstehen muss. Neun Kassen waren geöffnet, das sieht man so wohl in kaum einem anderen Skigebiet.

Mit zwei unterschiedlichen Gondelbahnen, Gamsgarten und Eisgrat, werden die Skifans auf den Berg gebracht, auch hier nur geringe Anstehzeiten von wenigen Minuten. Wer schon mal an vollen Tagen am Pitztaler Gletscher oder in Teilen des Zillertals war, der weiß, wie lange man dort manchmal anstehen muss - kein Vergleich mit dem Service am Stubaier Gletscher. Und dabei ist die neue Eisgrat-3S-Bahn, die sich derzeit im Bau befindet und ab Oktober 2016 den Betrieb starten wird, noch gar nicht fertiggestellt. 58 Millionen Euro lässt man sich das Vorhaben kosten, welches den Komfort noch einmal verbessern und den Pendelbusverkehr verringern wird. Weniger Wartezeiten, moderne Technik, zusätzlicher Komfort und nicht zuletzt die geringere Windanfälligkeit der 3S-Bahn sind Argumente für die neue Bahn. Im vergangenen Winter musste der Skibetrieb, der eigentlich möglich gewesen wäre, an mehreren Tagen ruhen, weil die Zubringergondeln nicht fahren konnten - das wird ab 2016/2017 nicht mehr der Fall sein.

Schlepplift Daunenscharte mit schwarzer Abfahrt

Copyright: Skiinfo

Beste Bedingungen trotz hoher Temperaturen

Wir waren also von der Organsation schnell beeindruckt. Und auch von der Tatsache, wie komfortabel es sich am Stubaier Gletscher skifahren lässt. Wie gesagt, es war bei unserem Besuch wirklich sehr gut besucht, und dennoch waren wir noch vor 9 Uhr oben an der Bergstation Gamsgarten auf knapp 2600 Metern Höhe angekommen. Unten Herbst, oben tiefster Winter - Skifahrerherz, was willst du mehr? Großartige Bedingungen und für ein Gletscherskigebiet im Oktober jede Menge offene Pisten. Vom Schaufeljoch auf etwa 3150 Metern Höhe zieht sich zum Beispiel die breite Piste 1 bis hinunter zum Gamsgarten, hier kann man richtig Gas geben. Sehr gute Schneeverhältnisse, besser hätten sie im tiefsten Winter auch nicht sein können, fanden wir an der Daunenscharte vor. Die wunderschöne und anspruchsvolle schwarze Piste Schartenschuss sei jedem empfohlen, der den ganzen Tag über griffigen Schnee befahren möchte. Kleines Manko des Skigebietsteils unterhalbs der Stubaier Wildspitze (3340m) und des Daunkogels (3330m): Hier finden sich leider nur Schlepplifte, die natürlich nicht eine so hohe Förderleistung bringen wie zum Beispiel die relativ neue und leistungsstarke 8er-Sesselbahn Rotadl mit Wetterschutzhaube und Sitzheizung, die vom Gamsgarten bis oberhalb des Rotadlkopfes verläuft.

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Freestyle-Highlight: Stubai Zoo Snowpark

Ein weiteres Highlight am Stubaier Gletscher: der Stubai Zoo Snowpark. Da es sich hierbei um einen der wenigen Parks handelt, die zu dieser Jahreszeit bereits in Top-Zustand sind und jede Menge Möglichkeiten bieten, trifft sich hier bereits im späten Herbst die halbe Weltelite der Freestyler, egal ob mit Ski oder Board unter den Füßen. Während unseres Aufenthalts trafen wir unter anderem Tom Wallisch, Bobby Brown, Marcus Kleveland, die Snowboard-Beauties Silje Norendal und Anna Gasser, Eric Willet und und und... Wer also auf fette Tricks und Übungssessions mit den Top-Stars der Szene scharf ist, für den ist ein Besuch des Stubai Zoo eigentlich Pflicht.

Ebenso für die Kulinariker unter euch. Denn wo sonst hat man denn bitte die Chance, auf knapp 2900 m.ü.M. in einem Restaurant zu essen, das mit zwei Gault Millau-Hauben ausgezeichnet ist und zu den besten Österreichs gehört? Küchenchef David Kostner ist der Mann, der das gemütliche Restaurant zu dem gemacht hat, was es ist. Und leicht ist das in dieser Höhe sicherlich nicht gewesen: „Nicht nur, dass der Kuchen in dieser Höhe viel früher aufgeht, auch die Zutaten schmecken hier oben teilweise etwas anders. Jedes exklusive Produkt wird bei zum Teil extremen Temperaturschwankungen auf den Berg transportiert. Wasser siedet auch bei niedrigerer Temperatur als im Tal, aber wir haben unsere Rezepte einfach angepasst und sehen es als tägliche Herausforderung und Freude mit unseren Zutaten zu kochen und zu experimentieren“, so Kostner.

Restaurant Schaufelspitz am Eisgrat

Copyright: Stubaier Gletscher | Andre Schönherr

 

55 Gäste können sich hier übrigens vom Küchen- und Serviceteam verwöhnen lassen. Besonderes Highlight ist neben dem direkten Blick in die Schauküche die windgeschützte Sonnenterrasse samt Lammfellstühlen, von der man das ein sehenswertes Panorama genießen kann. Gerichte wie hausgemachtes Bündnerfleisch vom Stubaier Almochsen, Spanferkelbauch und Jakobsmuschel, mehr als sechs Wochen gereifte heimische Edelstücke aus dem Reifeschrank, Klassiker wie Kostners beliebte Neuinterpretation des Speckknödels sowie köstliche Desserts wie karamellisierter Stubaier Grießschmarren mit Glühwein-Eis schmücken die Speisekarte. Natürlich ist das nicht gerade das günstigste Ess-Erlebnis, aber zumindest einmal sollte man sich dieses während des Besuches am Stubaier gönnen.

Eine tolle Alternative ist übrigens an gleicher Stelle, nämlich an der Bergstation Eisgrat, die höchste Pasta-Manufaktur der Welt: Hier wird mit selbst gemachten Nudeln das Gericht, egal ob mit Lachs, Scampi, Gemüse oder anderen Zutaten, direkt vor den Augen des Gastes zubereitet. Für circa 10 Euro bekommt man ein frisches und hochwertiges Nudelgericht, welches zudem überaus lecker schmeckt. Wir haben es ausprobiert und für sehr gut befunden!

Ob ihr am Eisgrat, am Gamsgarten oder auf 3150 Metern im Restaurant Jochdohle (Spezialität: Riesen-Wienerschnitzel) speist, gut gestärkt geht ihr am Stubaier auf jeden Fall in die zweite Tageshälfte. Und wem es dann zum Abschluss nach Party dürstet, dem sei zum Abschluss ein Besuch am Schneekristall Pavillon am Gamsgarten ans Herz gelegt: Party-Musik, jede Menge Getränke und Cocktails und gemütliche Atmosphäre lassen den Skitag hier perfekt enden. Und der Weg zur Gondel ist nur ein paar Meter, so dass man auch sicher wieder ins Tal kommt.

Ein Wort übrigens noch zum Thema Service, der am Stubaier wie bereits erwähnt nicht zu kurz kommt: Schon mal in einem Skigebiet erlebt, dass man beim Abgondeln einen heißen Tee gereicht bekommt? Kostenlos? Wir nicht. Zumindest nicht vor unserem Besuch am Stubaier Gletscher.

Fünf Gründe für einen Besuch am Stubaier Gletscher

1. Österreichs größtes Gletscherskigebiet: Das Pistenangebot ist selbst bei hohen Temperaturen im Herbst groß. Langeweile kommt nicht auf. Bei komplettem Skibetrieb sind 62 Pistenkilometer befahrbar, 26 Liftanlagen geöffnet und eine zehn Kilometer lange Abfahrt zu bewältigen (von der Bergstation Wildspitz 3.210 m bis zur Talstation Mutterberg 1.750 m; Piste Nr. 7 Daunferner und Skiroute Nr. 14 Wilde Grub'n).

2. Super Service: Wenig Wartezeiten trotz vieler Besucher, gute Organisation der Pendelbusse, große Fördermengen vom Tal aus, freundliche Mitarbeiter, kleine Service-Schmankerl (heißer Zitronentee). Hier bekommt man viel Komfort für sein Geld!

3. Beste Kulinarik: Höchste Pasta-Manufaktur der Welt, Haubenrestaurant, moderne Hütten und leckere Speisen - am Stubaier finden anspruchsvolle Gourmets ebenso ihr Lokal wie kostenbewusste Leckermäuler. Gekocht wird wie in allen Restaurants am Stubaier Gletscher übrigens bevorzugt mit hochwertigen Produkten aus dem Stubaital.

4. Stubai Zoo: Perfekt geshapter Snowpark mit mehreren Lines und gerade zu Beginn der Saison hochkarätigen Athleten. Bei gutem Wetter einfach mal hinsetzen, ein paar Fotos schießen und die Akrobatik genießen!

5. Backcountry-Möglichkeiten: Für uns leider aufgrund der Schneesituation noch nicht befahrbar, aber das Powder Department am Stubaier ist für Cracks einen Besuch wert. Zwölf Freeride-Runs sind in der Off-Piste-Map und als GPS-Tracks erfasst, mit den Streckenvideos kann man sich schon vorher genau informieren, was einen erwartet, Freeride Checkpoints am Eisgrat und am Gamsgarten bieten Infotafeln mit Beschreibung der Strecke, Pieps-Check und Lawinenhinweisen. Jede Menge Infos zum Freeriden am Stubaier: www.stubaier-gletscher.com/aktivitaeten/freeriden

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