Dass Wellness aufregender sein kann als die Hotelsauna, beweisen diese fünf Beispiele zwischen Bad Kleinkirchheim und der Gerlitzen Alpe. Was gibts schließlich Schöneres, als nach einem sportlich-aktiven Tag seine müden Muskeln in warmem Wasser zu regenerieren und sich in einer Sauna aufzuheizen? In Kärnten warten da ganz besonders attraktive Varianten - von der Seesauna bis zur Therme am Zielhang. 

Pool mit Bergblick 
Ski-in, Ski-out - auf der Gerlitzen Alpe wird das Prinzip "Vom Bett aufs Brett" auf die Spitze getrieben. Im wahrsten Sinne. Denn während alle anderen Skifahrer zeitig zur Talabfahrt respektive zur Gondel müssen, biegen die Gäste des auf 1760 Meter Höhe gelegenen Mountain Resort Feuerberg unweit des Gerlitzen-Gipfels einfach zu ihrer Unterkunft ab. Theoretisch könnten sie mit ihren Ski sogar direkt in das dampfende Wasser des Bergquell-Pools fahren, der sich unweit der Piste befindet und eine fantastische Panoramasicht ermöglicht. Die genießt man auch von den meisten der Panorama-Ruheoasen. Sie sind neben den neun Saunen und wohltuenden Behandlungen sicher mit ein Grund, warum der "Relax Guide" das Wellness-Zentrum mit 17 Punkten belohnte und so zu den besten Kärntens erklärte.

Infos: www.hotel-feuerberg.at, DZ/HP ab 106 Euro pro Person 

Wellness am Zielhang 
"Von den Pisten in die Thermen" - nirgends wird dieses Konzept so gut umgesetzt wie in Bad Kleinkirchheim, das sich den Werbeslogan sogar als Internetadresse gesichert hat. Das 2008 vom renommierten Architektenbüro Behnisch aufwendig renovierte Thermal Römerbad befindet sich tatsächlich unmittelbar neben der Piste. Während man sich im warmen Sprudelwasser entspannt, kann man Skifahrern auf den letzten Metern der Klammer-Abfahrt zusehen - oder in einer der 13 Saunen schwitzen. Nicht direkt an der Piste gelegen, aber dennoch fußläufig von den Liften, liegt die Therme St. Kathrein mit vier Thermalbecken, einer großen Saunawelt und einem römischen Tepidarium.

Infos: www.vondenpistenindiethermen.com, Eintritt: ab 16,50 Euro für zwei Stunden 

Die große Eis-Sause 
Im Winter verwandelt sich der Weißensee zu Europas größter Natureisfläche. Sie ist beständig von Mitte Dezember bis Anfang März zugefroren. Auf spiegelglatten Bahnen gleiten dann Genuss-Eisläufer dahin, spielen Eisgolfer ihre Bälle und gehen im Januar rund 6000 Eisschnellläufer bei der Alternativen Holländischen 11-Städte-Tour, der weltweit größten Eissportveranstaltung, auf Rekordjagd. Komfortabel hat es, wer in einem Hotel mit See-Sauna logiert. Denn dann kann man mit Schlittschuhen direkt zum Wellness gleiten. Der Weissenseer Hof etwa hat 2013 sein "See-Spa" eröffnet - aus dem modernen Holzgebäude können Saunierer direkt auf den See schauen (oder auf das gegenüberliegende kleine Skigebiet). Von der Seesauna des Seehotel Enzian können Mutige sogar kurz in ein extra freigelassenes Wasserloch hüpfen.

Infos: www.weissenseerhof.at (DZ/HP ab 115 Euro pro Person), www.seehotelenzian.at (DZ/HP ab 95 Euro pro Person) 

Luft 0 Grad, Wasser 30 Grad 
Die auf rund 1750 Metern gelegene Turracher Höhe hat einen Riesentrumpf im Ärmel: Er heißt Schneegarantie. Kein anderes Nichtgletscher-Skigebiet in Österreich kann auf eine derart lange Skisaison verweisen. Diese reicht nicht selten von Ende Oktober bis Anfang Mai. Einmalig ist auch das weltweit erste beheizte und patentierte See-Bad in den Alpen. Das 30 Grad warme Becken gehört zum Hotel Hochschober. Es ist nicht die einzige Innovation, die sich die Familien Leeb und Klein ausgedacht haben. Wo sonst gibt es eine Lästerbank vor der Sauna, einen Ruheraum namens Schlafsack oder ein Hamam und einen vierstöckigen Chinaturm mitten in den Alpen? Neuester Clou ist die See-Sauna mit zwei Panorama-Saunen und Dampfbad.

Infos: www.hochschober.com, DZ/HP ab 168 Euro pro Person 

Ein Bad im See, mitten im Winter 
Mit dem Skibus vom Goldeck vor die Tür des Hotel Kollers und von dort direkt in das 130 Quadratmeter große Seebad - so geht Après-Ski am Millstätter See. Ähnlich wie am Turracher See wird auch hier das im See befindliche Becken beheizt. Und auch hier sorgt ein Panoramablick auf verschneite Berge für zusätzliche Wohlgefühle. Wer genug gesehen hat, der geht auf Tauchstation und lauscht der Unterwassermusik oder ins moderne Saunahaus nebenan. Urlauber, die in einer anderen Unterkunft einquartiert sind, müssen jetzt aber nicht neidisch werden. Das "Badehaus Millstätter See" steht jedem offen. In den sieben Kabinen des Spa-Bereichs verwöhnen hochwertige, individuelle "Seenwellness"-Behandlungen Körper und Seele. Für Entspannung sorgen zudem ein Tepidarium, ein Soledampfbad sowie der 35 Grad warme Infinity-Pool.

Infos: www.kollers.at (DZ/HP ab 87 Euro pro Person), www.badehaus-millstaettersee.at (Tageskarte 25 Euro)