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Fünf gute Gründe für einen Skiurlaub in St. Anton am Arlberg

15. Februar 2016 | Skiinfo

News Regionen: Arlberg

Skigebiete in diesem Artikel: St. Anton am Arlberg

St. Anton am Arlberg | Februar 2016 - ©Skiinfo

Abwechslungsreich mit unzähligen Freeride-Optionen: St. Anton am Arlberg

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St. Anton am Arlberg! Vom Skigebiet mit dem klangvollen Namen haben wohl viele Wintersportler schon einmal gehört. Dort gewesen sind aber mit Sicherheit noch nicht alle. Wir waren vor Ort und haben uns umgeschaut. Was ist das Besondere an dem Ort, den die ganze Welt als „Stanton“ (sprich: „Stänten“) kennt? Warum gibt es so viele Stammgäste, die jedes Jahr nicht wenig Geld ausgeben, um ihren Skiurlaub hier zu verbringen? Hält St. Anton am Arlberg, was es verspricht? Die Wiege des alpinen Skisports zu sein? Wir finden ja und nennen euch fünf Gründe, warum ein Besuch auf 1300 Meter Höhe am Arlberg in diesem oder dann vielleicht im nächsten Winter auf jeden Fall einen Platz auf eurer To-Do-Liste bekommen sollte.

 

Talabfahrt Nr. 1 nach St. Anton: Hier finden sich zahlreiche Aprés-Ski-Hütten, unter anderem auch (etwas weiter im Tal) der berühmte Mooserwirt. Hier sieht man allerdings das Heustadl! - ©Skiinfo

Talabfahrt Nr. 1 nach St. Anton: Hier finden sich zahlreiche Aprés-Ski-Hütten, unter anderem auch (etwas weiter im Tal) der berühmte Mooserwirt. Hier sieht man allerdings das Heustadl!

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Flair, Aprés-Ski und Wohlbefinden

Hat man es erst einmal nach St. Anton am Arlberg geschafft, was uns bei der Fahrt über den tief verschneiten Arlbergpass mit abgefahrenen Winterreifen durchaus schwerfiel (Tipp: Schneeketten nicht vergessen!), erwartet einen eine Mischung von Tradition und Moderne, die es in kaum einem anderen Alpenort so eindrücklich zu sehen gibt. Hier nagt man nicht am Hungertuch und scheut keine Investitionen, das merkt man schnell. Dennoch hat man es geschafft, den Bergdorf-Charakter nicht völlig zu „verbauen“. In der Innenstadt des nur 2470 Einwohner zählenden St. Anton dürfen keine Autos fahren, viele Häuser haben eine altmodische Fassade, sind aber von innen natürlich top modern. St. Anton ist klein, zum Teil urig, zum Teil stylisch, fast alles ist fußläufig erreichbar – und im Winter ist es oft tiefverschneit. So wie bei unserem Besuch, bei dem sich Massen an Neuschnee auf die Dächer legte und somit für ein tolles Winterflair sorgten.

St. Anton am Arlberg ist nicht unbedingt das Dorf für Freunde der Ruhe oder für Familien. Diese sind besser in Stuben, Rauz, St. Christoph, Flirsch oder zumindest im östlichen Teil von St. Anton aufgehoben. Denn im Dorfkern, dort wo sich die Bars und Discos befinden, kann es vom Nachmittag bis spät in die Nacht schon mal etwas lauter zugehen. Egal ob im legendären Mooserwirt direkt an der Talabfahrt nach St. Anton, im Krazy Kanguruh (Aprés-Ski seit 1965!), bei DJ-Sounds im Basecamp oder in den direkt nebeneinander liegenden Postkeller und Piccadilly – Partyfreunde kommen in St. Anton auf jeden Fall auf ihre Kosten. Schön: Nicht in allen Hütten und Lokalitäten werden stumpfe Aprés-Ski-Hits zum Besten gegeben, wer möchte, kann sich auch mit elektronischer und anspruchsvollerer Musik beschallen lassen.

Viel Party heißt aber nicht, dass man in St. Anton nicht auch wunderbar entspannen kann. Wer sich nicht in einem der teuren 5- oder 4-Sterne-Hotels einmietet und dort das Wellness-Angebot wahrnimmt, der findet im Arlberg Well Center für Wellness und Kommunikation  (http://www.arlberg-well.com/) Schwimmbad und Sauna, alternativ fährt man ein paar Kilometer in den Wellnesspark Arlberg Stanzertal (http://www.wellnesspark-arlberg.at/). Jede Menge verschiedene Saunen, ein großes Schwimmbad, verschiedene Erholungsangebote, nach einem langen Skitag genau das Richtige.

 

Imposantes Freeride-Gebiet: der Arlberg - ©Skiinfo

Imposantes Freeride-Gebiet: der Arlberg

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Arlberg Card – mit einer Karte den kompletten Arlberg befahren

St. Anton wirbt gerne mit 350 Pistenkilometern und 97 Bergbahnen, in Wirklichkeit ist das Skigebiet St. Anton aber deutlich kleiner. 36 Skilifte zählt man im Verbund St. Anton am Arlberg / St. Christoph / Stuben, dazu kommen allerdings noch 33 in Lech und Zürs, 13 in Warth-Schröcken, neun am Sonnenkopf und ein paar Anfängerlifte, die man mit der Arlberg Card nutzen kann. Wer nur auf der Piste unterwegs ist und keine Freeride-Abenteuer unternimmt, der findet in St. Anton zwar ein mittelgroßes Skigebiet vor, dürfte aber keine Probleme haben, alle Pisten an ein bis zwei Tagen abzufahren. Das Gute ist: Von St. Anton verkehren mehrmals täglich (mit Skipass kostenfreie) Skibusse nach Lech, Zürs und zur Sonnenkopfbahn. Auch Postbusse fahren regelmäßig, 25 Minuten brauchen sie von St. Anton Terminal nach Zürs zur Talstation Trittkopfbahn, sind allerdings kostenpflichtig. Alle Fahrpläne findet ihr hier: http://www.stantonamarlberg.com/de/service/fahrplaene

Wenn ihr also die oft stark frequentierten Pisten in St. Anton "abgegrast" habt, steht einem Trip in ein benachbartes Gebiet nichts im Wege. Denn der Arlberg Skipass, mit 51 Euro am Tag (Stand 15/16) nicht übermäßig teuer, gilt für alle Skigebiete des Arlbergs. Dieser umfasst insgesamt rund 50 km² (inklusive freies Skigelände), der höchste Punkt ist dabei der Vallugagipfel (2.811 m), der über die spektakuläre Valluga-Gondelbahn erreichbar ist. Die mit 11.3 km längste Abfahrt führt mit einem Höhenunterschied von 1.350 m von der Valluga über die Ulmerhütte bis nach St. Anton am Arlberg. Unser Eindruck von den Pisten in St. Anton war übrigens vielschichtig: Blaue Pisten sind hier im Vergleich mit anderen Gebieten anspruchsvoll, für komplette Anfänger bieten sie sich nicht an. Das Terrain ist sehr abwechslungsreich, gerade und platte "Autobahnen" findet man nur vereinzelt. Und worauf man sich als "Stanton"-Besucher auf jeden Fall einstellen sollte: Das Skigebiet ist immer gut besucht. Ganz leere Pisten findet man nur am frühen Morgen. Die erste Gondel fährt übrigens erst um 8:45 Uhr, wenn es euch also ums Skifahren und nicht um die Party geht, solltet ihr euch pünktlich auf die Socken machen, damit ihr in den kurzen Genuss unbefahrener Pisten kommt!

 

Powdertime im Schindlerkar - ©Skiinfo

Powdertime im Schindlerkar

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Schier unendliche Freeride-Optionen

Der Arlberg ist nicht ohne Grund jedes Jahr Anziehungspunkt für tausende Freerider und Offpiste-Freunde. Offiziell gibt es 200 km Variantenabfahrten, im Grunde sind die Möglichkeiten aber grenzenlos. Egal ob man mit der Valluga-Bahn bis nach ganz oben fährt, mit der aussichtsreichen Schindlergratbahn (3er-Sessel) die Varianten im Schindler Kar erschließt oder durch den Wald nach St. Jakob cruist, bei den richtigen Bedingungen macht es hier richtig viel Spaß, abseits der gesicherten Wege zu fahren. Natürlich nur, wenn man das nötige Know-How und die passende Ausrüstung dabei hat. Bei unserem Kurzbesuch in St. Anton fiel auf jeden Fall auf, dass im Vergleich mit anderen Gebieten deutlich mehr Freerider mit dicken Powderlatten und Lawinenairbagrucksäcken unterwegs waren. Wenn euch Wissen und Equipment fehlen, informiert euch einfach im Tourismusbüro oder bei den Skischulen. Diese können euch mit Sicherheit einen erfahrenen Freeride-Guide vermitteln.

Parkliebhaber finden übrigens im Gebiet Rendl (Auffahrt mit der Rendlbahn, die direkt gegenüber von der Galzigbahn im Ortskern abfährt) den Stanton Park, der für Anfänger und Experten jede Menge Optionen bereithält.


 

Schneetreiben in St. Anton - ©Skiinfo

Schneetreiben in St. Anton

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Internationales Publikum

Keine Frage, St. Anton am Arlberg ist eine Weltmarke. Mehr als die Hälfte der Gäste kommt aus aller Welt: Holland, Großbritannien, USA, Skandinavien, aber auch aus Asien. Deutsch hört man auf der Straße, den Pisten oder in den Aprés-Ski Bars eher selten. Das verleiht dem Ort, der pro Jahr fast eine Million Übernachtungen zählt, einen internationalen Charakter. Spannend ist also nicht nur das Skierlebnis, sondern auch das Beobachten und Kommunizieren mit den anderen Urlaubern und Skigästen.

Dass St. Anton so bekannt ist, hat gute Gründe: Ein norwegischer Ingenieur, der zum Bau des Arlbergtunnels nach Tirol kam, brachte bereits in den 1880er-Jahren die ersten Ski hierher, einige Jahre später wurde der Skiklub Arlberg gegründet. Schon 1904, drei Jahre nach der Gründung des Vereins, wurde ein erstes Skirennen veranstaltet. Mit der langen Tradition hat sich die "Wiege des alpinen Skilaufs", wie die Menschen und Tourismusexperten aus St. Anton ihren Ort bezeichnen, über das letzte Jahrhundert zu einer der Anlaufstellen für Touristen entwickelt.

Ein weiterer Grund für die Internationalität, neben der Bekanntheit des Ortes und den hervorragenden Ski-Möglichkeiten, ist die gute Verkehrsanbindung. Mit dem Auto ist man aus dem Norden (Deutschland) über Bregenz oder den Fernpass schnell in St. Anton, am Bahnhof mitten im Ortszentrum halten internationale Schnellzüge. Wer nach Innsbruck fliegt, kann mit dem railjet für etwas mehr als 20 Euro in nur 70 Minuten direkt in den Urlaubsort fahren. Natürlich bietet sich den weltweiten Gästen in St. Anton auch in Bezug auf Skiverleih, Taxi-Services und Einkaufsmöglichkeiten eine nahezu perfekte Infrastruktur. Und wer auch auf dem Berg exquisit speisen will: Die Verwallstube, 2.085 Meter hoch gelegen, ist eines der höchstgelegenen Haubenrestaurants Europas. Die Küche von Chefkoch Bernhard Neuhold, der bemerkenswerte Service und das traumhafte Ambiente mitten in den Bergen sind nicht nur bei den zahlreichen Wintersportlern beliebt, auch die Tester des Gault Millau waren begeistert und krönten die Feinschmecker-Oase mit einer Haube.

 

 

Die Valluga-Bahn bringt Skifahrer bis auf 2.811 Meter Höhe - ©Skiinfo

Die Valluga-Bahn bringt Skifahrer bis auf 2.811 Meter Höhe

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Beeindruckende Bergbahnen

St. Anton verfügt nicht über die modernste und luxuriöseste Lift- und Gondelflotte im Alpenraum, muss sich aber hinter Skigebieten wie Kitzbühel oder Zermatt kaum verstecken. Zwar sind die Sesselbahnen nicht alle top-modern, dafür gibt es mit der Galzig-Gondelbahn oder der Valluga-Bahn wirklich beeindruckende technische Bauleistungen zu bewundern und befahren. Die Galzigbahn ist eine hochmoderne Funitel Seilbahn kombiniert mit einer Mitte der Nullerjahre neu entwickelten Riesenrad-Technologie. Räder mit einem beeindruckenden Durchmesser von 9,3m ermöglichen den Fahrgästen einen ebenerdigen Einstieg ohne vorab Treppenstufen oder Rolltreppen überwinden zu müssen. Ein interessantes Bauwerk, dass mit 28 Gondeln 2000 Personen in der Stunde bis auf in der Stunde über 2000 Personen auf den Galzig und lassen Wartezeiten der Vergangenheit angehören.

Noch spektakulärer und bautechnisch keineswegs weniger bewundernswert ist die Vallugabahn. Leider fasst die Gondelbahn nur 45 Personen und so ist in Hochzeiten schon mal längeres Anstehen angesagt, aber die Fahrt über den ersten Abschnitt ist absolut beeindruckend. Bei einer Fahrt über nur zwei Stützen überwindet man knapp drei Kilometer Strecke und hängt dabei teilweise 190 Meter über dem Boden - es ist also Schwindelfreiheit angesagt. Und wer nach der Fahrt noch die letzten Meter mit der Vallugabahn 2 auf den 2811 Meter hohen Gipfel antritt, der wird mit einer faszinierenden Aussicht belohnt. An schönen Tagen kann man fünf Länder erblicken: Neben den beiden österreichischen Bundesländern Tirol und Vorarlberg sieht man im Süden Italien, im Westen die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein und im Norden Deutschland - das ist einmalig!


Mehr Infos zu St. Anton am Arlberg:

www.stantonamarlberg.com

www.skiarlberg.at

www.arlberg.com

www.skiinfo.de/tirol/st-anton-am-arlberg/skigebiet.html

 

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