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Skitourentipps zum Saisonende: Vier Touren für Genießer und Gipfelsammler

19. April 2017 | Stefan Herbke

News Regionen: Jungfrauregion

Skigebiete in diesem Artikel: Diavolezza - Pontresina, Obergurgl - Hochgurgl, Silvretta-Bielerhöhe

Silvretta-Durchquerung, Unterwegs am Ochsentaler Gletscher  - ©Stefan Herbke

Silvretta-Durchquerung, Unterwegs am Ochsentaler Gletscher

Copyright: Stefan Herbke

Selbst wenn im Flachland längst das erste frische Grün sprießt, wenn Krokusse und Schneeglöckchen für Farbe im Garten sorgen, sind die Berge noch tief verschneit. Und für Skitourengeher beginnt die schönste Jahreszeit. Im Frühjahr locken hohe Gipfel mit Pulverschnee auf schattigen Nordhängen und samtig weichem Firn auf der Südseite. Stefan Herbke stellt vier spannende Touren vor!

Für Gipfelsammler: Skitourenparadies Silvretta
Die Bielerhöhe ist das Einfallstor in die Silvretta mit ihren 64 Dreitausendern. Von hier aus verteilen sich die Tourengeher in die Täler, wobei die meisten ein Ziel favorisieren: den Piz Buin. Als höchster Berg Vorarlbergs steht der auf der Gipfelwunschliste ganz weit oben. Wobei eins klar sein muss: Streng genommen ist der Piz Buin alles andere als ein Skiberg. Ab Skidepot wartet ein durchaus anspruchsvoller Gipfelanstieg über fast 300 Höhenmeter. Andererseits ist die Tour auch wieder typisch für die Silvretta. Häufig führen die Zustiege über fast schon flaches, eher einfaches Skigelände, doch die Gipfel selbst erfordern leichte Kletterei. Dennoch gilt die Silvretta als Skitourenparadies schlechthin. Hanno Dönz, der Obmann der Montafoner Bergführer, weiß auch warum: "Die Silvretta ist wie eine Einstiegsdroge fürs Hochtourengehen. Noch nicht zu extrem, aber dennoch mit Gletscher, Fels und Graten - wer hier war und schöne Tage erlebt hat, der möchte mehr." Stellvertretend dafür steht der Anstieg auf den Piz Buin. Eine wilde Eislandschaft erwartet einen beim Anstieg über den Ochsentaler Gletscher, der mit seinen Eistürmen und Spalten noch heute überaus imposant ist. Oberhalb davon wechselt man in ein großes Schneebecken, das überaus sanft in die Buinlücke zieht. Und beim Schlussanstieg wartet mit einer exponierten Felsrinne die Schlüsselstelle. Zur Belohnung wartet am Gipfel ein grandioses 360-Grad-Panorama - und zum Abschluss eine lange Gletscherabfahrt.

 

Berninagebiet: Skitour von der Diavolezza auf den Piz Palü - ©Stefan Herbke

Berninagebiet: Skitour von der Diavolezza auf den Piz Palü

Copyright: Stefan Herbke

Für Könner: Piz Palü
Der 3905 Meter hohe Piz Palü im Oberengadin zählt zu den schönsten Gipfeln der Alpen und ist ein überaus schneesicheres Ziel. Selbst im Mai werden Tourengeher hier noch mit einer Abfahrt über 2000 Höhenmeter belohnt. Und das bei minimalem Aufwand, da die Seilbahn vom Berninapass auf die Diavolezza den Anstieg deutlich verkürzt. Ein Vorteil, der sich natürlich längst herumgesprochen hat. Und so kann es vorkommen, dass an einem schönen Sonntag im Mai über 300 Tourengeher wie in einer Karawane gen Gipfel ziehen und die Abfahrt fast pistenartig eingefahren ist. 300 Höhenmeter unterhalb des Gipfels muss man die Ski im Skidepot zurücklassen und den Gipfelsturm zu Fuß bewältigen. Die Tour ist nicht allzu schwer, unterschätzen darf man sie aber nicht. Schon auf der morgens oft hartgefrorenen Abfahrt von der Diavolezza hinunter auf den Vadret Pers heißt es aufpassen. Und der anschließende Aufstieg über den spaltenreichen Gletscher erfordert entsprechende Erfahrung und Ausrüstung - oder die Begleitung eines Bergführers. Einmalig ist der Blick auf die imposanten Eisbrüche und den Piz Palü mit seinen drei markanten Felspfeilern, atemberaubend der Schlussanstieg über den schmalen Schneegrat, attraktiv der gegenüberliegende Piz Bernina, der östlichste Viertausender der Alpen, und groß die Vorfreude auf die schier endlose Abfahrt über Pers- und Morteratschgletscher, die erst bei der Bahnstation Morteratsch endet.

 

Jungfraujoch - Hollandiahütte - Mittaghorn - Lötschental. Gegenanstieg zum Louwitor. - ©Stefan Herbke

Jungfraujoch - Hollandiahütte - Mittaghorn - Lötschental. Gegenanstieg zum Louwitor.

Copyright: Stefan Herbke

Für Genießer: Vom Jungfraujoch ins Lötschental
Die Jungfraubahn ist der Schlüssel, das Jungfraujoch die Eintrittspforte in die Berner Alpen. Ein hochalpines Bergrevier, das sich ab März für mehrere Wochen in ein überaus anspruchsvolles Skitourenparadies verwandelt. Auf der Tagesskitour vom 3454 Meter hohen Jungfraujoch über den Konkordiaplatz zur Lötschenlücke (3170 m) mit Abfahrt über den - nomen est omen - Langgletscher ins Lötschental können aber auch gute Pistenskifahrer in Begleitung eines Bergführers und mit geliehener Skitourenausrüstung die großartige Gletscherlandschaft erleben. Die bei guten Verhältnissen eher einfache Skitour punktet mit einem Maximum an Landschaftserlebnissen inmitten einer fast arktisch anmutenden Gegend und belohnt die 400 Aufstiegsmeter mit einer insgesamt 20 Kilometer langen Abfahrt über 2300 Höhenmeter. "Vor rund 30 Jahren sind an Spitzentagen bis zu 1000 Tourengeher über die Lötschenlücke gegangen", erinnert sich der Grindelwalder Bergführer Rinaldo Borra. "Heute sind es mit 100 bis 200 deutlich weniger." Dennoch darf man diesen Klassiker ohne Übertreibung als "Schweizer Nationalskitour" bezeichnen.

 

Abfahrt vom Hinteren Seelenkogel - ©Stefan Herbke

Abfahrt vom Hinteren Seelenkogel

Copyright: Stefan Herbke

Für Unermüdliche: Dreitausender rund um Gurgl
Bis Anfang Mai dauert in Ober- und Hochgurgl die Skisaison auf den Pisten, doch Schnee gibt es auch dann noch mehr als genug. Und den nutzen die Skitourengeher, auf die rund um Gurgl viele Dreitausender mit traumhaften Abfahrtsmöglichkeiten warten. Etwa der Hintere Seelenkogel (3440 m) mit den XXL-Hängen am Wasserfallferner, der sicherlich zu den schönsten Skitourenzielen über dem Gurgler Tal zählt. Ein aussichtsreicher Gipfel mit großzügigen Gletscherhängen, luftigem Finale und imposantem Tiefblick nach Pfelders in Südtirol, der anderswo komplett überlaufen wäre. Doch hier ist er nur einer unter vielen, so dass die Chancen auf unberührte und damit genussreiche Abfahrtshänge sehr hoch sind. Der Seelenkogel kann problemlos von Obergurgl aus angegangen werden. Oder von der Langtalereckhütte im Talschluss, die geradezu ideal für Gipfelsammler ist. Zu den Top-Zielen des komfortablen Stützpunktes zählt der 3500 Meter hohe Schalfkogel, dessen großartige vergletscherte Ostflanke im Talschluss von Gurgl so verführerisch leuchtet und skifahrerisch ein echter Leckerbissen ist.

Weitere Informationen: www.silvretta-bielerhoehe.at, www.diavolezza.ch, www.jungfrauregion.ch und www.jungfrau.ch, www.obergurgl.com.

 

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