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Felix Wiemers fährt bei Freeride World Tour in Fieberbrunn auf Rang drei

10. März 2016 | Skiinfo

Skigebiete in diesem Artikel: Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Freeride World Tour 2016 Fieberbrunn - ©Freeride World Tour | D. Daher

Sieger Dennis Risvoll (NOR)

Copyright: Freeride World Tour | D. Daher

Strahlende Sonne und frischer Pulverschnee: Beim dritten Stopp der SWATCH FREERIDE WORLD TOUR 2016 (FWT) in Fieberbrunn herrschten prächtige Bedingungen. Die Siege gingen an Arianna Tricomi (ITA) und Dennis Risvoll (NOR) bei den Skifahrern sowie Elodie Mouthon (FRA) und Sammy Luebke (USA) bei den Snowboardern. Nadine Wallner (AUT) belegte bei den Skifahrerinnen Platz zwei, Lorraine Huber (AUT) Platz vier. Felix Wiemers (GER) gelang bei den Skifahrern mit Platz drei der Sprung aufs Treppchen und nach Alaska; bester Österreicher war Stefan Häusl (AUT) auf Platz sieben. Snowboarder Flo Orley (AUT) belegte Platz sechs.

Kaiserwetter und frischer Powder

Nachdem der FWT-Event in Fieberbrunn letztes Jahr verlegt werden musste, konnten die weltbesten Freerider am Mittwoch endlich wieder am legendären Nordhang des Wildseeloder (2.118 m) starten. Die Freeskier und Snowboarder erwartete abwechslungsreiches, frisch verschneites Gelände mit Felsen, Rinnen und weiten Schneefeldern. Damen und Herren starteten von unterschiedlichen Gipfeln – die Herren auf 2117 m, die Damen auf 2033 Meter. Die Herren hatten 581 Meter Höhenunterschied sowie eine Hangneigung von durchschnittlich 48 Grad zu überwinden; bei den Damen betrug der Höhenunterschied 497 Meter. Für die 54 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ging es um die Entscheidung, wer sich für die nächste Etappe der FWT in Haines/Alaska und zugleich für die FWT 2017 qualifiziert. Nur die besten 14 von 26 Skifahrern, sieben von 14 Skifahrerinnen, sieben von 14 Snowboardern und fünf von acht Snowboarderinnen der Gesamtwertung durften am Ende jubeln. Dabei kamen nur die besten zwei Resultate der ersten drei FWT-Tourstopps in Vallnord-Arcalís (AND), Chamonix-Mont-Blanc (FRA) und Fieberbrunn in die Wertung.

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Ski Damen: Wallner zeigt Nervenstärke

Die Skifahrerinnen starteten früh am Morgen als Erste, mussten aber nach den ersten zwei Fahrerinnen unterbrechen. Nadine Wallner aus Klösterle (AUT) und Hazel Birnbaum (USA) hatten kleinere Schneepockets ausgelöst, Birnbaum dabei einen beachtlichen Sturz überstehen müssen. Die Veranstalter und Bergführer entschieden sich, den Hang nochmals mit einigen Leuten zu queren, eine durch den nächtlichen Wind entstandene Schneeansammlungen zu lösen und mit einstündiger Verspätung erneut freizugeben. Wallner und Birnbaum durften ihren Run wiederholen, eine wohlwollende Entscheidung der Jury. Nadine Wallner, die Weltmeisterin von 2013 und 2014, benötigte nach Platz fünf in Andorra und Platz elf in Chamonix eine Podiumsplatzierung, um sich für Alaska zu qualifizieren. Und die Vorarlbergerin bewies Nervenstärke: Sie fuhr eine flüssige, originelle Linie mit zwei sicher gestandenen Airs und landete mit 81,66 Punkten auf Platz zwei. Der Sieg ging mit 84,66 Punkten an Newcomerin Arianna Tricomi (ITA), die während ihrer rasanten Abfahrt keine Features ausließ und viele kleine Sprünge einbaute. Dritte wurde Lauren Cameron (CAN) mit 78,33 Punkten vor Lorraine Huber aus Lech am Arlberg (AUT), die nach ihrer Verletzung einen soliden Lauf mit einem gelungenen Air ablieferte und im Ziel resümierte: „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Run. Ich bin im oberen Bereich schnell gefahren und habe das umgesetzt, was ich mir vorgenommen hatte.“

Die amtierende Weltmeisterin Eva Walkner (AUT) wagte den höchsten Drop des Tages, landete dabei aber in Rücklage, was Punktabzug bedeutete. Sie belegte Platz 10, bleibt in der Gesamtrangliste aber in Führung vor Arianna Tricomi (ITA) und Jaclyn Paaso (USA). Nadine Wallner (AUT) ist im Zwischenklassement nun Vierte und darf damit im Gegensatz zur Elftplatzierten Lorraine Huber (AUT) den Flug nach Alaska buchen. „Ich bin total happy. Nach dem Sturz in Chamonix jetzt auf dem Podium zu stehen, ist super. Ich hatte mich bis jetzt gar nicht mit Alaska beschäftigt und wollte erst einmal sehen, wie es in Fieberbrunn läuft“, sagte Nadine Wallner.

Ski Herren: Wiemers fliegt mit zwei Backflips nach Alaska

Dennis Risvoll (NOR) gewann bei den Herren (Ski) mit einem weiten Cliffdrop sowie zwei Backflips und holte damit 92,66 Punkte. Platz zwei ging an den Sieger von Chamonix, Loïc Collomb-Patton (FRA). Er sammelte mit einem hohen Air, einem 360 Transfer und einem Double Drop 90 Punkte. Dritter wurde Felix Wiemers aus Biedenkopf (GER) mit 89,66 Punkten, der damit nach den Plätzen 13 und 15 in den ersten beiden Events seine letzte Chance auf die Qualifikation für Alaska nutzte. Wiemers stand einen hohen Air und einen Backflip im oberen Steilhang sowie einen weiteren Backflip und einen weiten Sprung im unteren Part.

Stefan Häusl (AUT) holte nach Platz fünf in Chamonix und Platz acht in Andorra den dritten Top-Ten-Rang der Saison. Der Strengener reihte in seiner schnellen, flüssigen Fahrt einen Sprung an den anderen und kassierte 75 Punkte. Fabio Studer aus Koblach (AUT) holte mit 70 Punkten Platz zehn vor Benedikt Mayr (GER) mit 69,26 Punkten.

Felix Wiemers freute sich im Ziel: „Eigentlich ist mir alles so aufgegangen, wie ich mir die Linie vorgenommen hatte. Beim ersten Sprung habe ich leicht das Gleichgewicht verloren. Dann musste ich volles Risiko gehen und habe beide Backflips perfekt gelandet. Fieberbrunn liegt mir! Ich bin froh, jetzt in Alaska dabei zu sein.“

In der Gesamtwertung führt nun Loïc Collomb-Patton (FRA) vor Logan Pehota (CAN) und Kristofer Turdell (SWE). Fabio Studer (AUT) ist Vierter, Stefan Häusl (AUT) liegt auf Platz zehn vor Felix Wiemers (GER) und Benedikt Mayr (GER). Sie alle haben sich damit für den vierten FWT-Stopp in Alaska qualifiziert.

„Im Ziel war ich heute nicht ganz zufrieden, weil ich ein wenig unter meinem Limit gefahren bin. Vielleicht hatte ich zu viel Respekt. Aber das ist eben das Problem, wenn man mit einer frühen Nummer startet. Ich wollte eigentlich mehr pushen, aber siebter Platz ist okay“, sagte Stefan Häusl.

Qualifizierte Ski Herren für Alaska:

1- Loïc Collomb-Patton (FRA) – 4700

2- Logan Pehota (CAN) – 4000
3- Kristofer Turdell (SWE) – 4000
4- Fabio Studer (AUT) – 3480

5- Jérémie Heitz (SUI) – 3480

6- Léo Slemett (FRA) – 3280
7- Reine Barkered (SWE) – 3180

8- Ivan Malakhov (RUS) – 3085
9- Dennis Risvoll (NOR) – 3065

10- Stefan Hausl (AUT) – 3020

11- Felix Wiemers (GER) – 2860
12- Benedikt Mayr (GER) – 2825

13- Julien Lopez (FRA) – 2330

14- Drew Tabke (USA) – 1975

 

Qualifizierte Ski Damen für Alaska:

1- Eva Walkner (AUT) - 4700
2- Arianna Tricomi (ITA) - 4300
3- Jaclyn Paaso (USA) - 3955
4- Nadine Wallner (AUT) - 3825
5- Matilda Rapaport (SWE) - 3605
6- Silvia Moser (ITA) - 3490
7- Lauren Cameron (CAN) – 3270

Snowboard Herren: Der Gorilla darf nach Alaska

Sammy Luebke (USA), Sieger des letzten FWT-Stopps in Chamonix, holte mit einem massiven Air im oberen Steilhang und einem Backside 360 89,66 Punkte. Er seigte damit vor Jonathan Penfield (USA) mit 82,33 Punkten; Dritter wurde Christopher Galvin (USA) mit 78,33 Punkten. Flo Orley aus Innsbruck (AUT) startete wie schon die gesamte Saison wieder im Gorillakostüm und genoss den Wildseeloder in seiner ganzen Breite. Er steuerte zunächst aus seiner Sicht nach rechts in einen technisch anspruchsvollen Steilhang und traversierte dann auf die gegenüberliegende Seite, nicht ohne einige Sprünge mitzunehmen. 74 Punkte bedeuteten Platz sechs. Johannes Schnitzer aus München (GER) stürzte und belegte Platz sieben. Damit ist er nicht für die weiteren Stopps der FWT qualifiziert.

In der Gesamtwertung führt das US-Trio Sammy Luebke, Jonathan Penfield und Ralph Backstrom. Flo Orley ist als Siebtplatzierter für Haines qualifiziert. „Das war ein besonderer Tag mit tollen Schneebedingungen. Mich freut es voll, dass ich auch in meiner letzten Saison auf der Freeride World Tour zu den besten Sieben der Welt zähle und nach Alaska fliegen darf“, sagte der Innsbrucker.

Qualifizierte Snowboard Herren für Alaska:

1- Sammy Luebke (USA) – 5000

2- Jonathan Penfield (CAN) – 4000

3- Ralph Backstrom (USA) – 3780

4- Sasha Hamm (GRB) – 3340

5- Camille Armand (FRA) – 3270

6- Christopher Galvin (USA) – 3110

7- Florian Orley (AUT) – 3080


Snowboard Damen: Balet und Marxer jetzt punktgleich

Bei den Snowboarderinnen holte sich Elodie Mouthon (FRA) mit 67,66 Punkten den Sieg vor Anne-Flore Marxer (SUI); die Siegerin von Chamonix und FWT-Weltmeisterin von 2011 holte 65,66 Punkte. Dritte wurde mit 62 Punkten Marion Haerty (FRA), die damit in ihrer ersten FWT-Saison zum dritten Mal auf das Podium fuhr. In der Gesamtwertung liegt die amtierende Weltmeisterin Estelle Balet (SUI), die heute Vierte wurde, punktgleich mit Anne-Flore Marxer (SUI) in Führung. Dritte ist Marion Haerty (FRA).

Qualifizierte Snowboard Damen für Alaska

1- Estelle Balet (SUI) – 4700
2- Anne-Flore Marxer (FRA/SUI) – 4700

3- Marion Haerty (FRA) – 4180

4- Elodie Mouthon (FRA) - 3955

5- Mikaela Hollsten (NOR) - 3605

Nächster Halt: Alaska

Die Runs von Fieberbrunn lassen sich im Replay des Live-Webcasts unter www.freerideworldtour.com noch einmal anschauen. Und es geht Schlag auf Schlag weiter: Bereits am 17. März 2016 wird die SWATCH FREERIDE WORLD TOUR 2016 mit dem vierten Stopp in Haines in Alaska fortgesetzt. Dort geht es nicht nur um den prestigeträchtigen Sieg im amerikanischen Freeride-Mekka, sondern auch um wichtige Punkte für den zweiten Cut und die Teilnahme am Finale in Verbier (SUI).

Weitere Informationen unter www.freerideworldtour.com

 

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