Krafttraining ist unverzichtbar für Wintersportler und gehört in den Sommer-Trainingsplan unabdingbar dazu. Aber auch hier gilt: Nur wer es richtig macht, profitiert im Ski-Winter richtig. Wir sagen euch, was die Experten von DSV aktiv beim Trainingsaufbau raten.

Alpines Skifahren bedeutet komplexe Bewegungsabläufe, die nahezu alle Muskelgruppen beanspruchen. Neben der Beinmuskulatur spielt auch die Rumpfmuskulatur zur Stabilisation eine entscheidende Rolle. Nachdem in der ersten Trainingsphase die Basis für ein effizientes Kraft- und Koordinationstraining im Sommer geschaffen wurde, gilt es nun, diese sportartspezifisch auszubauen. Die Übungen für den Muskelaufbau und die Stärkung der koordinativen Fähigkeiten sind dabei als Ergänzung zu den Trainingseinheiten zum Thema Grundlagenausdauer zu sehen. Sie sollten in der zweiten Phase der Sommervorbereitung zusätzlich in das Trainingsprogramm aufgenommen werden.

Kraft erwünscht – Muskelpakete nicht unbedingt
Gut zu wissen: Der Kraftzuwachs hat keinen negativen Einfluss auf die koordinativen Fähigkeiten, jedoch kann unmittelbar nach einem Krafttraining die Feinsteuerung aufgrund des höheren Muskeltonus beeinträchtigt sein. Deshalb sollte das Krafttraining immer nach dem Koordinationstraining erfolgen. Muskelzuwachs hingegen kann die Koordination und damit die Technik negativ beeinflussen – es ist eine Gratwanderung, das richtige Verhältnis zwischen optimaler Muskelmasse bei maximaler Koordinationsfähigkeit zu finden. Je nach Sportart werden bei den Profis andere Schwerpunkte gesetzt. Während etwa bei den Speed-Disziplinen im Alpinbereich große, schwere Muskelpakete die nötige Stabilität und Haltekraft bringen, sind sie beim Skilanglauf eher hinderlich.

Wir geben euch nun vier allgemeine Trainingstipps und zeigen euch dann Übungen, die ihr in euren Trainingsplan aufnehmen könnt.