Herstellerbeschreibung

Der Heron Light ist ein leichter Trekkingrucksack mit bester Lastübertragung seiner Gewichtsklasse. Der stabile Hüftgurt sorgt für sehr gute Lastübertragung, seine Rotationseigenschaften lassen dem Träger viel Bewegungsfreiheit. Den perfekten Sitz des Rucksacks garantieren der vorgeformte Rücken und die vierstufige Rückenlängenanpassung an die individuelle Größe des Trägers.

- Der Head-Rahmen, der direkt mit Hüft- und Schultergurten verbunden ist, um schwere Lasten komfortabel transportieren zu können
- Der rotierende Hüftgurt hält den Rucksack kraftsparend in der Balance
- Einfache Anpassung des 4-stufigen Rückensystems auf die Rückenlänge des Trägers
- Thermogeformter S-Rücken, Hüft- und Schultergurte mit druckabsorbierender, mehrlagiger EVA-Polsterung
- Höhenverstellbarer Deckel mit Innen- und Aussentasche
- Schlafsack-Bodenfach mit gut laufendem Reissverschluss und herausnehmbarer Unterteilung
- 1 große Stretch-Fronttasche
- Seitlicher, gut erreichbarer Flaschenhalter mit Verschluss
- 1 Stretch-Seitentasche
- Hüftgurttäschchen
- Seitliche Kompressionsriemen, auch frontal als Materialhalterung spannbar
- Bodenfachkompressionsriemen als zusätzliche Materialfixierung
- Trinksystem kompatibel

Main Fabric: 210D Nylon Triple Ripstop
Base Fabric: 420D Nylon
Rückensystem: BALANCE Deer Frame DLT

Testermeinung

Mammut lieferte uns mit dem Heron Light 60+15 ein Rucksack aus der aktuellen Trekkingkollektion. Auf den ersten Blick wirkt der Rucksack eher klein, doch das täuscht: 50,7 Liter Volumen maßen wir im Hauptfach, das liegt aber vor allem auch an den 15 Litern, die man "oben drauf" packen kann. Der Rucksack wird oben mit einem 20 Zentimeter breiten Nylon-Stoff "verlängert" - wer viel Material hat, muss dieses Platzangebot nutzen und auf etwas Stabilität im oberen Bereich verzichten. Für unsere Tester zwei Kritikpunkte: Durch den breiten Stofffetzen am Top-Eingriff wird die Suche nach dem Equipment erschwert. Einen Front-Zugriff hat der Heron Light nicht.

Im Vergleich zur Vorgängerversionen hat der Rucksack zwar etwas zugelegt, ist aber mit nur 2,2 kg immer noch sehr leicht. Der zweite Kritikpunkt ist das Rückenverstellsystem, das zwar mit einem kleinen Karabiner schön aussieht, aber nur vier Stufen (S, M, L, XL) besitzt und auch in Bezug auf die Bedienung nicht das Nonplusultra im Test ist. Bei einem unserer Tester war L etwas zu klein und XL zu groß - damit muss der Käufer dann leben. Eine Anprobe im Geschäft ist also dringend empfohlen.

Natürlich gibt es auch positive Dinge über den Mammut Heron Light 60+15 zu berichten: Zwar zählen die Tragegurte (Hüft- und Schulterriemen) nicht zu den stabilsten oder am besten gepolsterten im Test, den Tragekomfort bemängelten unsere Tester auf ihren Touren aber nicht. Sehr gut empfanden sie die Anpassungsmöglichkeiten des recht breiten Hüftgurtes über das gegenläufige Zugsystem: Dieses ist über zwei unterschiedliche Riemen am eigentlichen Gurt befestigt, so dass dieser über die komplette Breite fixiert werden kann. Das merkt man: Im Vergleich mit dem Berghaus Rucksack, der einen ähnlichen Hüftgurt hat, empfanden unsere Tester den Mammut als besser anpassbar und somit in Bezug auf die Lastaufnahme auch effektiver. Insgesamt erreicht aber der Mammut hier nicht die Bestwerte im Test, dafür kann er mit der Flexibilität und Beweglichkeit seines Hüftgurts punkten (siehe Fotos). Beim Gehen und Steigen rotiert dieser und gleicht die Bewegungen des Trägers gut aus. Das geht, anders als beim Berghaus-Rucksack, nicht so sehr auf Kosten der Lastkontrolle - diese Gefahr besteht bei solchen System leider.

Neben dem massiven Stauraum des Heron Light, zahlreichen Anpassungs- und Komprimierungsmöglichkeiten, einer Tasche am Hüftgurt, einer Frontaufbewahrung sowie einer gut designten Flaschenhalterung auf der rechten Seite des Rucksackes bietet der Mammut auch die Möglichkeit, ein Trinksystem zu installieren. Ein Regenschutz fehlt dem Mammut leider, einem ausgiebigen Schauer hält der Material aber auch ohne diesen Stand.

Fazit: Leichter Allround-Rucksack, der in vielen Kategorien im Mittelfeld landete, ohne besonders positiv oder negativ aufzufallen. Viel Stauraum, der leider nicht optimal zugänglich ist. Der Tragekomfort gefiel und bietet eine gute Mischung von Flexibilität und Stabilität.