Das sagt der Hersteller:
Es gibt Geschwindigkeit, die dir Angst einjagt – und es gibt Geschwindigkeit, der du Vertrauen kannst. Mit einer zweireihigen Schnürung und einer überlappenden Zunge kannst du dieser Geschwindigkeit zu 100% vertrauen. Unsere Take-Off Technologie bringt deine Zehen in Position und das VIBRAM Rolling Gait System mit seiner gerockerten Sohle bringt dich immer weiter. Mit dem Speed Ascent liegst du genau richtig!

- Quicklace - Schnürsystem
- Overlap Konstruktion
- Vibram® RGS
- Take-Off Technology
- Cleansport NXT ®
- Vibram
- MFF+ MULTI-FIT FOOTBED

Das sagt die bergleben.de-Redaktion:
Der Salewa Speed Ascent bewegte sich in unserem Test in Bezug auf das Gewicht (405 Gramm pro Schuh) und den Kaufpreis (130€ UVP) im Mittelfeld. Er sticht heraus durch eine spezielle Form und Konstruktion.

Schon beim Auspacken des Schuhs merkt man, dass Salewa mit dem Speed Ascent etwas konstruiert hat, was es so bisher nicht gibt. Die Sohle ist stark nach oben gebogen, und zwar vorne und an der Ferse. Beim Ski nennt man so etwas heutzutage "Rocker", dort führt die Konstruktion zu einer besseren Drehfreudigkeit, da man weniger Auflagefläche hat. Ähnlich fühlt sich das Laufen mit dem Speed Ascent an: Beim Gehen, egal ob bergauf, bergab oder geradeaus, hat der Schuh stets relativ wenig Bodenkontakt und bietet daher nach Meinung der Testcrew keine optimalen Voraussetzungen zum Wandern. Denn der Grip und auch die seitliche Stabilität, die der Schuh verleiht, sind begrenzt. Auf der anderen Seite hat der Speed Ascent natürlich eine große Stärke - und das ist das Abrollverhalten. Hier muss man als Träger wenig arbeiten, der Schuh sucht quasi von alleine den Weg nach vorne. Setzt man die Ferse auf, rollt sich der Schuh sehr einfach bis zu den Zehen ab.

In Bezug auf die Passform und Dämpfung bewerteten unserer Testträger den Speed Ascent durchschnittlich. Der Schuh verfügt am Mittelfuß über einen recht schmalen Schnitt, das Material wirkt recht hart und nicht übermäßig bequem. Die Dämpfung beim Gehen ist im Vergleich mit anderen Schuhen im Test eher gering, was schade ist. Gerade bei einem Schuh, der für Speedfreunde gebaut ist, die schnell wandern oder gar mit dem Schuh Berglaufen betreiben wollen, hätten wir uns etwas mehr Dämpfung und Rebound des Materials erhofft. Positiv: Das Schnürsystem sorgt für eine gute Anpassung an den Fuß, die Fersenpartie sitzt zudem eng und sorgt für Halt. Die überlappenden Zunge sitzt eng am Oberfuß, so dass man einen vollständigen Kontakt mit dem Schuh hat, was zu einem guten Trittgefühl (Präzision) führt.

In Bezug auf die Atmungsaktivität erhielt der Speed Ascent von unseren Testern gute Noten. Am Oberfuß hat Salewa einen mesh-artigen Stoff verbaut, der viel Luft- und Feuchtigkeitsaustausch ermöglicht. In unserem Wasser- und Duschtest schnitt der Schuh hingegen nicht so gut ab: Zwar weist das sehr stabile Material der Zehenkappe sowie das dahinter liegende Obermaterial das Wasser sehr gut ab, läuft man aber durch feuchtes Gras oder eine Pfütze, dringt von oben Wasser relativ leicht in den Innenraum - und zwar vor allem durch den atmungsaktiven Mesh-Stoff. Leichten Regenschauern kann man mit dem Speed Ascent also noch trotzen, für nasse Verhältnisse ist der Schuh eher nichts. Allerdings gibt es ihn auch noch als Speed Ascent GTX, also mit Gore-Membran, und somit als wetterfestere Version.

Fazit: Ganz ehrlich: Für uns ist dieser Schuh nicht das Gelbe vom Ei. Für Wanderer ist der Laufkomfort zu gering, für Trailrunner fehlt es an Dämpfung. Seine Stärke ist das Abrollverhalten und die Trittpräzision, doch für einen Kauftipp reicht es in diesem Test nicht. Unsere Empfehlung: Lest euch mal unseren Testbericht zum Salewa Wildfire Pro durch, der hat uns deutlich besser gefallen.

Hier seht ihr noch mehr Bilder des Salewa Speed Ascent