Das sagt der Hersteller:
The Tarifa will amaze you! Never before has a rock shoe offered such versatile performance in extreme situations. Its ability to stick on ‘impossible’ holds borders on the supernatural. Utilizing the RB RangeX system, a technology developed by Tenaya to make climbing feel both easier and more intuitive, the Tarifa offers superlative responsiveness in all kinds of demanding situations. Not too rigid, not too soft, the Tarifa has been designed to provide optimal performance across a wide range of extreme climbing situations: from one-move boulder problems to long, sustained stamina-fests: from the steepest, most powerful overhangs to the thinnest of face climbs: from the tiniest edge to the vaguest smear. You’ll be amazed how such a radically down-curved shoe can feel so comfortable, more so than many conventionally shaped rock shoes. The answer lies in how the Tarifa works in perfect harmony with the natural biomechanics of your feet, meaning the only thing you have to think about is the next move.

Das sagt die bergleben.de-Redaktion:
Der Tarifa ist der neueste Schuh der spanischen Kletterschuhschmiede Tenaya, die schon zuvor mit dem Inti und dem Tatanka gute Testberichte von uns einheimsen konnte. Der Tarifa wiegt (in Gr. 42) 257 Gramm pro Schuh und kostet 129,95 € (UVP). Optisch macht er nicht besonders viel her, beziehungsweise ist eher unauffällig: Die Oberseite ist in grau-weiß gehalten, die Sohle ist natürlich schwarz, lediglich ein gelbes Band um die Ferse ist ein Hingucker. Das Design ähnelt dem Oasi von Tenaya stark, nur handelt es sich beim Tarifa um ein Schnürschuh, der Oasi ist mit zwei Klettbändern versehen.

Der Tarifa verfügt wie fast alle Kletterschuhe über zwei Anziehschlaufen, mit deren Hilfe man schnell in den Schuh hineingeschlüpft ist. Auf der Fußrückenseite umschließt ein elastischer Stoff den Fuß, die Schnürung ist sehr schnell und mit zwei Handgriffen über den gesamten Fuß zu fixieren. Der Sitz am Fuß ist gut: Die Ferse sitzt eng und angenehm, zwar nicht so exakt und sportlich wie beim Genius von La Sportiva, aber in jedem Fall so, dass man keine Angst vorm Heelhooken haben braucht. Als Größe für den Tarifa empfehlen wir, immer etwas abhängig von Fußform und -breite, die Straßenschuhgröße minus 1,5 Größen zu nehmen. Auch zwei Größen abzuziehen (Straßenschuhgröße 43, Tarifa in 41) kann sinnvoll sein, dann dürfte es aber am Anfang überaus eng zugehen. Da sich der Schuh aber nach einigen Sessions etwas weitet, sollte man am Anfang ruhig in den sauren Apfel beißen und den Schuh nicht zu groß kaufen. Der Tarifa hat eine relativ breite Form, vor allem am Mittelfuß. Vorne läuft er spitz zu, damit er für euch bequem ist, sollten eure Zehen also zum Fußrand hin deutlich kürzer werden (ägyptische oder griechische Form). In der Mitte des Fußes hingegen, also an der breitesten Stelle, verträgt der Schuh auch einen breiten Fuß, ist also nicht nur für Schmalfüßer geeignet. Der Tragekomfort ist deutlich größer als bei manch anderen Modellen im Test. Bequemes Obermaterial, recht weiches Gesamtgefüge, nicht übermäßig viel Vorspannung, dafür einen ordentlichen Downturn - der Tarifa ist was für Kletterer, die nicht nach jeder Tour die Schuhe ausziehen und dennoch anspruchsvoll klettern wollen.

Wie klettert sich der Tarifa? Wir empfanden den Schuh als optimal für lange Klettertage am Fels. Ordentliche Präzision (hier sahen wir andere Schuhe im Test aber leicht vor dem Modell von Tenaya), stabile Kanten, eine gute Unterstützung auf kleinen Tritten, einen schönen Downturn, eine recht weiche Sohle mit viel Grip, wenn es um Reibungsklettern geht. Extrem sportliches Bouldern ist eher nicht sein Ding, so unser Gefühl. Das liegt auch an der Tatsache, dass wenn man den Schuh sehr fest schnürt, man aufgrund der dünnen Senkel und dem recht dünnen Material der "Zunge" Gefahr läuft, Druckstellen hervorzurufen. Aus unserer Sicht etwas schade: Die Ferse ist nicht vollgummiert, so dass beim Hooken das seitliche Gummi recht schnell verschleißt - man benutzt ja nicht immer nur exakt die Mitte der Ferse für diese Technik, es sei denn, man ist absoluter Profi.

Eine Tatsache können wir hier leider nicht unerwähnt lassen: In der Verarbeitung mussten wir dem Tarifa leider Punkte abziehen, da einige Nähte (vor allem an der Innenseite der Ferse der Ansatz des elastischen Obermaterials war betroffen) schlampig verarbeitet wurden.

Fazit: Tenaya verdient sich weiterhin einen Platz auf dem Markt neben den Top-Marken La Sportiva, Scarpa oder Five Ten. Der Tarifa bietet Komfort und Performance, ohne dabei sehr extrem zu werden. Schönes Klettern auf Reibung, gut und präzise auf kleinen Tritten, auch nach langem Tragen keine Schmerzen - ein wirklich guter Kletterschuh!

Hier seht ihr noch mehr BIlder des Tenaya Tarifa