Im Rahmen einer erstmals durchgeführten, europaweit einzigartigen Studie wurden die Kunden von 38 Südtiroler Skischulen nach ihrer Zufriedenheit mit der angebotenen Dienstleistung befragt. Die Ergebnisse stellte Tourismuslandesrat Hans Berger im Dezember gemeinsam mit den wichtigsten Südtiroler Wintersport-Akteuren im Palais Widmann in Bozen (Südtirol, Italien) vor.

11,1 Millionen Nächtigungen wurden im vergangenen Winterhalbjahr in Südtirol gezählt. Rund 2,3 Millionen Urlaubsgäste verbringen im Land ihren Winterurlaub. Dabei kommen acht von zehn Winterurlauber zum Skifahren nach Südtirol, weitere 30 Prozent gehen auch Rodeln, 15 Prozent auch Langlaufen. "Neben der Qualität der Pisten, der Aufstiegsanlagen und der Hotellerie nimmt auch die Qualität der Skischulen einen großen Stellenwert im Winterbetrieb ein. Mit einer Kundenzufriedenheitsstudie wurde nun erstmals auch bei den Südtiroler Skischulen ein genaues Bild der Situation erhoben", erklärte Berger.

Studie der Universität Padua: 38 Skischulen untersucht

Wie Claudio Zorzi, Präsident der Landesberufskammer der Skilehrer, erklärte, handelt es sich um "die erste Studie dieser Art." In Zusammenarbeit mit der Universität Padua wurde in 38 von insgesamt 62 Südtiroler Skischulen eine Befragung der Kunden durchgeführt. Die Erhebung erfolgte im Zeitraum von vier Wochen zwischen Jänner und März 2011, also in der Hoch- und Nebensaison. Befragt wurden insgesamt 1.227 Erwachsene (13-77 Jahre) und 2.970 Kinder (2-12 Jahre). Rund 30 Prozent der Befragten absolvierten den ersten Skikurs. Bei 88,5 Prozent fahren weitere Familienmitglieder Ski.

"Wir sind mit den Ergebnissen der Erhebung sehr zufrieden. Sie hat uns in einigen Bereichen Verbesserungspotenzial aufgezeigt, insgesamt haben wir aber gut abgeschnitten", so Zorzi. Deutlich geworden sei auch, dass das Angebot und die Standards der Südtiroler Skischulen durchgängig gut seien, in der Hoch- ebenso wie in der Nebensaison. Besonders gut abgeschnitten sowohl bei Kindern wie bei Erwachsenen haben die Kriterien "Freundlichkeit und Einsatzbereitschaft des Skilehrers" sowie "Allgemeine Zufriedenheit mit der gemachten Erfahrung" und "Sicherheit des Unterrichts". Verbesserungspotenzial wurde hingegen insbesondere bei den "Öffnungszeiten für die Vormerkung" und der "Leistungshomogenität der Kursgruppen" geortet. 

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