Bei den Vorbereitungen für einen Skitag am Gletscher gilt es in Sachen Ausrüstung einiges zu beachten. Auch einige Gesundheitstipps sollte man berücksichtigen.


Die richtige Ausrüstung und Bekleidung sind noch wichtiger als sonst, denn ein Ausflug in hochalpine Regionen erfordert Kleidung, die für extreme Witterungsverhältnisse wie große Kälte, Nässe und starken Wind geeignet ist. Zudem muss man sich vor der starken Sonneneinstrahlung schützen: Eine Kopfbedeckung, eine Sonnen- bzw. Gletscherbrille und auf jeden Fall eine Sonnenschutzcreme mit höchstem Lichtschutzfaktor für alle exponierten Hautstellen sind in diesen Höhen unverzichtbar. Die Augen reagieren oft empfindlich auf die erhöhte UV-Strahlung, deshalb gehören – und zwar bei jedem Wetter – eine Sonnenbrille mit bruchsicheren Kunststoffgläsern und eine Schneebrille mit UVA- und UVB-Filter ins Gepäck. Die Brille soll auf der Seite gut abgeschlossen sein.

Auch die Haut wird bei einem Gletscherskitag besonders beansprucht. Gegen Sonne wie Kälte hilft ein Sonnenschutz mit hohem Fettanteil und Lichtschutzfaktor. Die Wirkung ist nur dann optimal, wenn die Sonnencreme bereits im Tal aufgetragen wird und in die Haut einziehen kann. Cremen Sie dann im Laufe des Skitags mehrmals nach, damit der volle Schutz gewährleistet bleibt. Keinesfalls sollte man zu einer Feuchtigkeitscreme greifen, denn dann droht bei sehr tiefen Temperaturen eine schmerzhafte Vereisung der Haut! Das empfindliche Gesicht schützen Sie am besten mit speziellen Kältecremes, die sehr fett sind und keine Feuchtigkeit enthalten. Bei extremer Kälte zieht man sich am besten zusätzlich eine Sturmhaube über.


Die Kräfte der Natur dürfen selbst im Sommer nicht unterschätzt werden. Ein Kälteeinbruch und Windböen können unvorhergesehen tiefe Temperaturen mit sich bringen, weshalb stets genügend warme und dichte Kleidung ins Gepäck gehört.

Der Körper wird durch den oft recht großen Höhenunterschied zwischen Tal und Gletscher ordentlich gefordert. Einen zu schnellen Aufstieg sollte man deshalb vermeiden. Mit ein bisschen Aufwärmgymnastik kommen Sie rasch in Schwung und beugen gleichzeitig Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Bändern vor. Beginnen Sie den Skitag locker und ohne Hast, geben Sie dem Körper etwas Zeit, sich auf die Bedingungen einzustellen, und legen Sie immer wieder mal kurze Pausen ein. Die meisten Unfälle und Verletzungen passieren, wenn man gegen Ende eines Skitages ermüdet ist und die Konzentration nachlässt. Absolut ernst zu nehmen sind natürlich jegliche Hinweise auf gesperrte Hänge. Die markierten Pisten keinesfalls verlassen!


Trinken Sie nicht erst, wenn Sie Durst haben, sondern so oft wie möglich, um den Flüssigkeitsverlust durch die trockene Höhenluft auszugleichen. Heiße Getränke und Speisen wie Tee und Suppe spenden bei tiefen Temperaturen wieder Wärme und Energie. Strikt verzichten sollten Sie allerdings auf alkoholische Getränke, die das Pistenverhalten wesentlich beeinflussen und die daher erst nach dem letzten Abschnallen richtig schmecken.