Winterberg machte seinem Namen am 22. Januar alle Ehre. Zum Tourstopp der Schneeschuherlebnistour im Sauerland öffnete der Himmel seine Pforten und ließ es schneien - von morgens bis abends. Das wilde Schneegestöber fand schnell seine Fans, unter ihnen auch die beiden Testimonials, wegen derer viele Besucher den Weg zum Sahnehang am Kahlen Asten gefunden hatte: Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. "Das ist eigentlich ideales Wetter zum Schneeschuhgehen", befand 'Gold-Rosi' lachend. "Für etwas Schnelleres, also Skifahren oder Rodeln, ist die Sicht doch viel zu schlecht!"

Warm-up im Schneetreiben
Bis um elf Uhr hatten sich viele Wintersportler oder Wanderer eingefunden, die meisten von Ihnen um das Schneeschuhgehen erstmalig auszuprobieren. 200 bis 300 waren es insgesamt, trotz der unklaren Wettersituation. "Ich wollte das schon immer mal machen - und meine Familie muss da jetzt mit durch", bekannte eine Teilnehmerin. Andere Neulinge waren vor allem am Material interessiert, das die Firmen Atlas und Tubbs (Schneeschuhe) sowie Leki (Stöcke) gestellt hatten. Bevor es aber ans Eingemachte ging, sorgten die Gaststars für warme Beine, zuvor hatten sich einige Teilnehmer bereits warmgeschunkelt. "Wir sind froh, dass ihr alle da seid - wir sind eben alle nicht verweichlicht!", begrüßte Rosi Mittermaier die Schneeschuhwanderer. Ihr Mann Christian Neureuther bewies beim Warm-up seine Entertainer-Qualitäten. "Das schaut schrecklich aus", kommentierte der Ski-Star eine seiner Übungen - und erntete viele Lacher. "Für mich ist's die Scheißhäusl-Stellung - aber sie tut unheimlich gut!"

Auf zu eigenen Spuren im Schnee
Nach dem Aufwärmen ging es dann ab zu den ersten geführten Wanderungen. Auch in Winterberg waren - wie bei jedem Stopp der Schneeschuh-Erlebnistour 2012 - kleinere und größere Schnuppertouren im Angebot, bei denen die Teilnehmer Gerät und Technik kennenlernen konnten. Große und kleine Schneeschuhe, die Fixierung an den Wanderschuhen, der richtige Griff am Stock und die korrekte Höheneinstellung - viel mehr gab es nicht zu beachten. Unter Mithilfe der Guides und auch von Rosi und Christian selbst konnten die Gruppen schnell in den frischen Schnee abbiegen, um ihre eigenen Spuren zu hinterlassen.

Durch's wilde Winterberg
Auch auf der Tour gaben die beiden ihre Erfahrungen weiter. "Das ist ja auch der Sinn beim Schneeschuhwandern: Dass man rausgeht, entspannt in der Natur ist", erklärte Rosi. Christian fand Tierspuren im Schnee - für ihn einer der Gründe, warum Schneeschuhwandern ein toller Sport auch für Kinder ist. "Da kannst du den Kleinen die Spuren zeigen und erklären, besser geht's doch gar nicht!" Auch in Winterberg waren einige Kids mit von der Partie. Und die Natur spielte mit. Durch den frischen Schneefall konnten die Wanderer über tief verschneite Wiesen ziehen, dem Knirschen des feuchten, frischen Schnees beim Wandern lauschen und bekamen auch noch einige Techniktipps für Anstiege.

Hemmungen überwinden und Spaß haben
Das Fazit der Stars: "Lauter begeisterte Menschen, ausgebuchte Kurse - wo immer die Schneeschuhtour aufschlägt, schneit es heftig!", bilanziert Neureuther. "Die meisten Einsteiger haben Hemmungen vor dem Gerät. Dabei muss man es nur anziehen und losgehen. Das Schöne ist dann: Wenn die auf einmal im Tiefschnee sind und merken, wie leicht es geht. Die kommen hier alle mit einem lächelnden Gesicht zurück." Was bleibt für die kommenden Stopps? "Vielleicht scheint ja doch noch mal irgendwo die Sonne ...", hoffen die beiden Testimonials, die auch die nächsten Veranstaltungen in Reit im Winkl (5. Februar 2012), Oberhof (26. Februar) und Feldberg-Grafenmatt (4. März) begleiten werden.

Weitere Infos zur Schneeschuh-Erlebnistour gibt es unter www.schneeschuherlebnis.de