Andermatt in der Schweiz meldet mit einem ganzen Meter Neuschnee in sieben Tagen den meisten Schneefall weltweit. In Saas Fee war es ein halber Meter allein am Wochenende. Der Schnee auf dem Gipfel türmt sich dort jetzt 311 cm hoch auf – das dürfte wohl bis zum Saisonende (2. Mai) ausreichen, mehr Schnee liegt sonst nirgends in der Schweiz.

Nach über 30 Powderalarms in der Schweiz am Wochenende ging es dort auch in den letzten Tagen munter weiter. Brig, Arosa und andere Skigebiete meldeten erst heute wieder heftigen Schneefall.

Zu Ostern frischer Pulverschnee in Österreich
In Österreich hatte Frank Peters von den Silvretta Montafon Bergbahnen vorgestern verkündet: „Wir haben eine ausreichende Schneedecke und erwarten weitere Schneefälle vor Ostern.“ Die sind inzwischen eingetroffen: Bis zu 20 cm frisches Pulver wurden heute nochmals aus dem Montafon gemeldet. Die gleiche Menge war es auf dem Mölltaler Gletscher, dessen Schneeansammlung nochmals anstieg auf nun 390 cm.



Auch im Kleinwalsertal (Foto) fielen nach dem Neuschnee vom Wochenende heute nochmals jede Menge Flocken vom Himmel und Oberstdorf auf der deutschen Seite der Grenzregion löste heute morgen ebenfalls einen Powderalarm aus. Auch andere wichtige Skigebiete in Österreich wie Sölden, Obertauern und Flachau meldeten 15 cm Neuschnee und mehr. Große Schneehöhen von zwei Metern aufwärts sind folglich auch in diesem Frühling keine Seltenheit in Österreich – noch mehr als ein Dutzend Skigebiete meldet sie.

Top Skibedingungen in Frankreich
Sehr viel Schnee fiel in den letzten vier Tagen in Frankreich. Bei mehr als 30 Powderalarms am Wochenende meldeten einige Skigebiete 40 cm Neuschnee. In Val Thorens, La Clusaz, Val d’Isère und Alpe d’Huez gab es allein am Sonntag 30 cm Pulver.

50 niedriger gelegene französische Skigebiete haben bereits die Saison beendet. Viele andere sind aber noch offen und die Schneelage im Land ist für die ausklingende Skisaison gut. Bis Ostern wird zudem noch weiterer Schneefall erwartet.

Nächste Kältewelle in Italiens Bergen

In Italien beginnt gerade die nächste Kaltwetterfront und bringt neuen Schnee mit sich. Heute wurden bereits 17 Powderalarms wegen starken Schneefalls ausgelöst, unter anderem in Südtirol. Gar 40 cm Neuschnee meldete Arabba Marmolada. Auf dem Gletscher dort liegen über fünf Meter Schnee. In der vergangenen Woche hatte auch Cervina 80 cm Neuschnee gehabt, Kronplatz in den Dolomiten 60 cm.

Und auch in Nordeuropa Schnee

Auch wenn die vergangene Woche in Skandinavien von wärmeren Temperaturen geprägt war, ist die Schneelage in Schweden weiterhin gut. Die Skigebiete Ramundberget und Nalovardo im Norden des Landes meldeten 22 cm Neuschnee in sieben Tagen. Riksgränsen hat mit 142 cm die höchste Schneedecke des Landes. Die schottischen Skigebiete freuen sich zu Ostern ebenfalls über bis zu 20 cm frischen Schnee.

Morgens skifahren und abends an den Strand

Auch im Süden Europas sind noch viele Pisten weiß. Mehrere wichtige Skigebiete in Spanien meldeten gerade erst Pulverschnee. Dennoch wollen die meisten davon nach Ostern die Saison beenden, mit zwei Ausnahmen: Masella und der Sierra Nevada.



In der Sierra Nevada (Foto), wo es die Skipässe ab dem 19. April zum halben Preis gibt, sind die Skibedingungen besonders gut. Dort, tief im Süden Europas, gibt es auch die einmalige Gelegenheit, am Abend nach dem Wedeln im Frühlingsschnee die sanfte Mittelmeerbrise im nahen Almuñecar zu genießen.

Andernorts in Europa neigt sich die Skisaison meist dem Ende zu, denn der Schnee wird dort zunehmend matschig. Das gilt etwa für Andorra oder Bulgarien.

US-Skigebiete verlängern die Saison

In Nordamerika allerdings wurde an der Ost- wie der Westküste gerade erst wieder heftiger Schneefall gemeldet. Manche Skigebiete im Westen der USA verlängern deshalb jetzt ihre Saison. In Aspen wurden noch mal zwei Wochenenden draufgepackt – die Aspen Skiing Company wird die Lifte am Aspen Mountain auch am 17./18. und 24./25. April noch laufen lassen. Ähnlich sieht es in Alta (Utah) aus.



In Kanada ist der Winter noch längst nicht vorüber

Im kanadischen Whistler ist der Winter noch lange nicht vorbei, nachdem ein heftiger Sturm 60 cm Schnee in 48 Stunden hinterlassen hat. Die Pisten dort dürften Skifahrern und Snowboardern besonders freudige Ostern bescheren. Der Winter 2009-2010 ist bisher die drittschneereichste Saison, für die je Daten erhoben wurden. 1346 cm Schnee sind insgesamt gefallen.

„Die Bedingungen könnten zu dieser Jahreszeit nicht besser sein. Die Schneedecke ist höher als gewöhnlich (350 cm – Skiinfo) und dieser Sturm hat uns jede Menge frischen Schnee gebracht“, sagte Doug MacFarlane, Manager von Whistler Blackomb Mountain. „Das Frühlingsskifahren wird noch bis 24. Mai möglich sein.“

Auch in anderen Skigebieten verteilt über ganz Kanada wurde Schneefall gemeldet, darunter das von den Olympischen Spielen bekannte Skigebiet Cypress Mountain (50 cm), das Fernie Alpine Resort weiter im Landesinneren (25 cm in einer Nacht) oder Mont-Sainte-Anne in Quebec (40 cm/7 Tage).

Erster Schnee auf der Südhalbkugel
In der südlichen Hemisphäre sah der Mount Ruapehu in Neuseeland drei Monate vor Öffnung seiner Skigebiete den ersten Schnee. „Gestern legte sich der Schnee wie Zuckerguss auf Ruahepus obere Pisten – ein sicheres Zeichen, dass der Winter nicht mehr fern ist“, sagte Mike Smith, Marketing Manager der Ruahepu Alpine Lifts. Das neuseeländische Skigebiet Turoa will am 19. Juni seine Pisten öffnen, in Whakapapa sollen die Skilifte am 26. Juni in Betrieb gehen.