„Am Kitzsteinhorn glitzert der frische Pulverschnee derzeit in der Frühlingssonne“, begeistert sich Christian Hörl von der Gletscherbahnen Kaprun AG. Ganze 34 cm Neuschnee konnte das Skigebiet Kitzsteinhorn – Kaprun gestern verbuchen.

Und damit steht es nicht alleine da: 30 Powderalarms wegen Schneefalls in einer Größenordnung von mindestens 20 cm wurden in Österreich seit Montag ausgelöst. Starken Schneefall meldeten unter anderem die Skigebiete Diedamskopf, Eben, Warth - Schröcken und Kleinwalsertal – Fellhorn/Kanzelwand. Auch die Ressorts Dachstein-Gletscher und Silvretta Montafon legten kräftig an Schnee zu.

Schneereicher Wochenbeginn in Süddeutschland
In Deutschland wird das Zugspitzplatt dieser Tage immer weißer. Nach reichlichem Schneefall am Montag, gab es dort heute nochmals 20 cm Neuschnee. Auf eine Schneedecke von 2,7 Metern bringt es der höchste deutsche Berg momentan. Das ist jedoch deutlich weniger als in anderen Jahren, wie Johannes Burkart von der Bayerischen Zugspitzbahn bemerkt.

„Ausschlaggebend dafür waren die geringen Niederschlagsmengen während der vergangenen Monate“, so der Marketing Manager. Dem Skivergnügen tue das allerdings keinen Abbruch. So seien alle Pisten auf der Zugspitze geöffnet und in einem „Top-Zustand“. Ein „extra Zuckerl“ seien natürlich die 30 cm Pulverschnee der letzten Tage, meint Burkart und weist auch auf die Länge der Saison hin: „Im Skigebiet Zugspitze liegen noch eineinhalb Monate Skivergnügen vor allen Wintersportlern, die Saison endet erst am zweiten Mai.“

Auch viele andere deutsche Skigebiete meldeten in den letzten Tagen heftigen Schneefall, besonders im Süden des Landes. 20 cm waren es gestern etwa auf dem Fichtelberg im Schwarzwald sowie in den Allgäuer Skigebieten Balderschwang und Grasgehren.

Auch in der Schweiz wieder Schneefälle

In der Schweiz meldete Laax in Graubünden erst gestern 25 cm Neuschnee. Auch in den Appenzeller Alpen wurden einige Powderalarms ausgelöst, etwa für Alt St. Johann.

Lawinenrisiko steigt wieder an

Zu beachten bleibt bei den großen Neuschneemengen im deutschsprachigen Raum allerdings eine erhöhte Lawinengefahr. In Kitzsteinhorn – Kaprun etwa kletterte sie auf Stufe vier von fünf auf der Gefahrenskala. Auch in der Schweiz führen die Frühlingstemperaturen wieder vielfach zu erheblichem Lawinenrisiko. Dort sieht das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung „mit markanter Erwärmung verbreitet Gefahr von Nassschneelawinen“.