Das kanadische Skigebiet Mount Washington, olympisches Trainingsressort in der Nähe der Austragungsstätten der Winterspiele, meldet derzeit die größte Schneehöhe weltweit – 460 cm. Mit etwa 90 cm in der vergangenen Woche hat es dort auch die stärksten Schneefälle gegeben. In den USA meldeten am Valentinstag 50 Staaten Schnee auf ihrem Terrain – eine solche Schneedecke gab es dort zuletzt 1977.

Neuschnee in den Alpen erwartet
In den Alpen fiel in den letzten fünf Tagen weniger Schnee. Allerdings ist für die nächsten Tage eine Änderung zu erwarten. Am heutigen Morgen meldeten bereits einige Schweizer Skigebiete Schneefälle von 20 Zentimetern in 24 Stunden. Zudem sind die Wintersportbedingungen in Europa im allgemeinen bereits sehr gut, denn die Pisten sind reichlich mit Schnee bedeckt.

Nach heftigem Schneefall: Gute Pistenbedingungen in Österreich

In Österreich wurden am vergangenen Donnerstag heftige Schneefälle von bis zu 60 cm gemeldet. Seitdem ging die hohe Lawinengefahr wieder zurück, auch wenn sie in einigen Regionen wie Tirol oder der Steiermark noch immer erheblich ist. Heute genießen die Skifahrer und Snowboarder die guten Verhältnisse auf vielerorts sonnigen Pisten.

Der Donnerstag brachte Österreich 30 Powderalarms. Die stärksten Schneefälle gab es dabei in Kärnten, wo kleinere Skiressorts wie Flattnitz oder Petzen 60 cm Neuschnee meldeten. Aber auch Bad Kleinkirchheim und Dachstein West bekamen 20-30 cm Schnee in 24 Stunden hinzu.

Über die größte Schneehöhe des Landes verfügt der Mölltaler Gletscher mit dreieinhalb Metern. An zweiter Stelle liegt St. Anton mit 240 cm.

Über zwei Meter Schnee in St Moritz, Laax und Saas Fee
In der Schweiz wurde der größte Schneefall aus Eigenthal gemeldet: 90 cm in sieben Tagen. Auch in Beatenberg waren es 60 cm. Größere Skigebiete wie Laax, Saas Fee, Zermatt und Davos meldeten im Wochenverlauf 8-15 cm Schneefall.

Ein Dutzend Schweizer Ressorts meldet momentan Schneehöhen von zwei Metern und mehr, darunter St. Moritz, Laax und Saas Fee. Am meisten Schnee liegt in Engelberg (255 cm).

Auch in Deutschland schneite es wieder

In Deutschland meldeten in den letzten sieben Tagen eine Reihe von Skigebieten 20-35 cm Neuschnee. In den Mittelgebirgen im Osten, Südosten sowie im Zentrum des Landes war der Schneefall dabei größer als in den Alpen. Grasgehren und Oberstdorf – Nebelhorn im Allgäu haben dennoch 190 cm Schnee auf ihren Pisten. Nur in Dammkar (195 cm) und auf dem Zugspitzplatt (205 cm) ist es noch etwas mehr.

Kaum Neuschnee aber hohe Schneedecken in Frankreich und Italien
Andernorts in den Alpen, in Frankreich und Italien, gab es nur geringe Schneefälle, auch wenn das französische Skigebiet Serre Chevalier heute wieder 12 cm Neuschnee meldete und Chamonix mit 3,8 Metern nach wie vor eine der größten Schneehöhen weltweit aufweist. Das italienische Passo Tonale hat ebenfalls knapp vier Meter Schnee auf den höher gelegenen Pisten. In Italien wird außerdem in den kommenden Tagen wieder Schneefall erwartet. In der letzten Woche hatte Arabba dort mit 45 cm am meisten Neuschnee angehäuft.

Vier Meter Schnee am spanischen Mittelmeer
Das südlichste Skigebiet Europas, die Sierra Nevada an der spanischen Mittelmeerküste, meldet ebenfalls eine Schneehöhe von vier Metern. Die meisten aktuell befahrbaren Pistenkilometer des Landes gibt es allerdings in Formigal in den Pyrenäen: 136 km. Auch in Madrid hat es erneut geschneit, so dass Wintersportler zu den nahe gelegenen Skipisten aufbrachen.

Schneefall auch im Norden und Osten Europas
Im skandinavischen Norden Europas hat es etwas stärker geschneit, wenn auch nicht so stark wie in der vergangenen Woche. Die Skigebiete Åmål und Ramundberget melden 15 cm Neuschnee, Åre 11 cm. Am meisten Schnee liegt in Schweden in Tänndalen. 1,2 Meter sind es dort.

In Schottland setzte sich für die dortigen Skigebiete mit weiterem Neuschnee der beste Winter seit 30 Jahren fort.

Im Osten Europas herrschen derzeit die bisher besten Skibedingungen dieser Saison vor, nachdem in der vergangenen Woche einige Schneefälle zu verzeichnen waren. Von bulgarischen Pisten werden bis zu 1,8 Meter Schnee gemeldet.

Heftigste Schneefälle weltweit in Nordamerika
Den meisten Neuschnee weltweit gab es in den letzten sieben Tagen jedoch jenseits des Atlantiks, in Kanada und den USA. Zwar schneite es dort auch an der Ostküste (Mount Sutton in Quebec etwa meldete am Wochenende 40 cm Neuschnee). An der Westküste des Kontinents war der Schneefall aber besonders heftig. In niedrigeren Lagen regnete es jedoch, was den Organisatoren der Olympischen Winterspiele einiges Kopfzerbrechen bereitete. Olympia-Austragungsort Whistler konnte dennoch bei 68 cm Neuschnee in den mittleren und höheren Lagen nicht über zu wenig Pulver klagen.