Nachdem in der vergangenen Woche bereits fünf Wintersportler in Österreich durch Lawinenunglücke ums Leben gekommen waren, ist die Lawinengefahr durch die heftigen Schneefälle nun nochmals angestiegen. Als hoch (Stufe 4 von 5) wird sie in den Ybbstaler Alpen, weiten Teilen der Steiermark und gebietsweise in Kärnten beurteilt. Besonders abseits der regulären Pisten besteht für Skifahrer und Snowboarder Gefahr.

„Durch die langsam voranschreitende Setzung der Neuschneedecke sind Selbstauslösungen von mittleren aber auch größeren Lawinen möglich“, teilt der Lawinenwarndienst Kärnten mit. „Der Neuschnee hat die bestehenden Gefahrenstellen überdeckt, wodurch die Gefahreneinschätzung erschwert wird.“

Bis zu 60 cm Neuschnee an einem Tag
Gewaltige 60 cm Neuschnee hatten gestern die Kärntner Skigebiete Flattnitz, Petzen und Weinebene gemeldet. Einige weitere österreichische Ressorts gaben einen halben Meter Schneefall an. Auch in Bad Kleinkirchheim, Nassfeld Hermagor und Dachstein West waren es immerhin 20-30 cm in nur 24 Stunden. Zum Teil kamen die Flocken den Skigebieten dabei nach längerer Schneeflaute sehr gelegen.