In Österreich haben einige Skigebiete vier Meter Schneehöhe mittlerweile deutlich überschritten, unter ihnen die Tauplitzalm, die heute erneut 65 cm meldete. Die Schweiz verbuchte allein am Mittwoch weit über 50 Powderalarms, also jeweils mehr als 20 cm Neuschnee, unter anderem auch in Saas Fee.

Das Lawinenrisiko in der Schweiz bleibt dabei insgesamt erheblich, wie das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos bekannt gibt. So auch in Andermatt-Gotthard, wo jetzt 460 cm Schnee auf dem Berg liegen.

In Deutschland ist Grasgehren diese Woche Neuschnee-Spitzenreiter mit insgesamt 105 cm frischem Schnee. Ofterschwang liegt mit einem Meter nur knapp dahinter, ebenso wie das Nebelhorn bei Oberstdorf (90 cm).

Schneegestöber in Frankreich
Für Frankreich hatte Skiinfo bereits am 6./7. März 60 Powderalarms ausgerufen und damit war es noch nicht getan. Am Mittwoch schneite es schon wieder so heftig, dass etwa Val d’Isère 35 cm Neuschnee hinzubekam und auch La Plagne 30 cm meldete.

Die Pyrenäen sind schneereichste der Landesteil mit 480 cm in Cauterets und 470 cm in Gourette. In Piau Engaly erreichte die Schneehöhe drei Meter. Das Skiressort erlebte in der vergangenen Woche die stärksten Schneefälle: 155 cm in nur sieben Tagen.

„Soviel Schnee schon so früh haben wir seit 15 Jahren nicht mehr gehabt“, sagte Blandine Vernardet, Leiterin des Skigebietes. „Am 12. und 13. Februar waren es 150 cm in 24 Stunden und jetzt schon wieder 140 cm am sechsten und siebten März.“

Lawinensprengungen mit dem Hubschrauber
Um das große Lawinenrisiko einzudämmen, das daraus entstand, hätten Hubschrauber explosive Ladungen abgeworfen, so Vernardet. „Das Skigebiet ist jetzt sicher, aber abseits der Pisten muss man vorsichtig sein, denn die unpräparierte Schneedecke ist sehr instabil bei den steigenden Temperaturen.“

Auch in Andorra und Spanien liegen die Pyrenäen weiterhin unter mächtigen Schneemassen. Die größte Schneehöhe Spaniens weist jedoch die Sierra Nevada auf – das am weitesten südlich gelegene der bedeutenden Skigebiete Europas. Fünf Meter Schnee sind es dort auf dem Gipfel.

Verschneites Italien
Italien, das an Powderalarms in dieser Saison nur noch von der Schweiz überboten wird, meldet sage und schreibe 180 cm Schneefall innerhalb von sieben Tagen in Piancavallo. Sella Nevea hat inzwischen ganze 640 cm angehäuft. Auch Colere knackt die Sechs-Meter-Marke.

Führende Skigebiete in Bulgarien haben gute Pistenbedingungen trotz stark unterschiedlicher Schneehöhen. Bansko liegt mit 240 cm an der Spitze.