Neuschnee von 50 cm Höhe gab es in der vergangenen Woche in zahlreichen deutschsprachigen Skigebieten, viele meldeten sogar mehr als einen Meter. Und in den französischen Pyrenäen fiel soviel Schnee, dass Skilifte ausgegraben werden mussten.

In den nördlichen Alpen waren die Schneefälle besonders stark. Österreich, Deutschland und die Schweiz sahen viel Weiß in den letzten Tagen und auch in Frankreich schneite es heftig. Skifahren abseits der ausgezeichneten Pisten bleibt dabei aufgrund von oftmals erheblicher Lawinengefahr nicht zu empfehlen.

Einen Meter Neuschnee für die SkiWelt in Österreich
Die SkiWelt in Österreich war in Going, Söll, Brixen und anderen Skiressorts mit mehr als einem Meter Neuschnee innerhalb einer Woche gesegnet, ebenso wie die Loferer Alm, Saalbach Hinterglemm und mehrere Skiorte im Montafon. Im Skigebiet Altaussee Loser-Sandling versanken die höher gelegenen Pisten gar unter anderthalb Metern Neuschnee (70 cm davon allein am gestrigen Mittwoch) – nun ist Altausee eines von sechs Skiressorts in Österreich mit einer Schneedecke von über drei Metern. Auch Kaprun – Kitzsteinhorn gehört nach weiteren 30cm Neuschnee am Mittwoch dazu. 304 cm liegen dort inzwischen auf dem Berg.

Schneedecken in Deutschland wachsen kräftig an
In Deutschland schneite es ähnlich heftig. Doppelt so viele Skiressorts wie noch vor einer Woche verfügen nun über eine Schneedecke von mehr als einem Meter. Am höchsten ist sie auf dem Zugspitzplatt bei Garmisch: gleich dreieinhalb Meter – ein gutes Omen für die alpine Ski-WM 2011! Auch das Nebelhorn bei Oberstdorf bekam wieder reichlich Neuschnee hinzu, ebenso Balderschwang – beide Alpenskigebiete haben damit jetzt mehr als zwei Meter angehäuft.

Schweizer Ressort meldet über zwei Meter Neuschnee
In der Schweiz meldete Sörenberg unglaubliche 210 cm Neuschnee in nur sieben Tagen (60 cm allein am 17. Februar). Zermatt bleibt aber mit mehr als sieben Metern Schnee an der Spitze der europäischen Schneehöhenskala.

Hubschrauber soll die Lawinengefahr in Frankreich eindämmen
In den französischen Alpen schneite es ebenfalls weiter (70 cm in einer Woche in Morzine, 55 in Avoriaz). Aus Cauterets in den Pyrenäen kommt jedoch bei viereinhalb Metern Schnee die außergewöhnlichere Meldung: Nach 160 cm Neuschnee in nur 48 Stunden und sage und schreibe 280 cm in sieben Tagen mussten in dem französischen Ressort die Skilifte ausgegraben werden.

Laure Angela Gré, Managerin des Skigebietes Gourette, das ebenfalls in den Pyrenäen liegt, erklärte Skiinfo: „Allein am 11. Februar fielen hier 120 cm Neuschnee. Wir müssen den vielen Schnee schnell unter Kontrolle bringen, um unser Skigebiet für Besucher sicher zugänglich zu machen. Zum ersten Mal haben wir deshalb zur Verringerung der Lawinengefahr eine Technik namens "Héligrenadage“ eingesetzt. Ein Hubschrauber ließ dafür zwölf explosive Ladungen ab.“ Auch in Gourette liegen viereinhalb Meter Schnee.