Nachdem es in den Alpen in der letzten Woche bereits starke Schneefälle gegeben hat, setzt sich das weiße Schauspiel nun noch heftiger fort. Unzählige PowderAlarms wurden seit Mittwoch allein im deutschsprachigen Raum ausgerufen.

Zermatt versinkt unter sieben Metern Schnee
Zermatt in der Schweiz ist dabei bei weitem der schneereichste Ort in Europa – unter mehr als sieben Metern Schnee liegt der Berg dort begraben. 116 cm Neuschnee waren in den letzten sieben Tagen hinzugekommen. In St. Moritz fiel im gleichen Zeitraum sogar noch mehr: 120 cm Schnee. Allein am Mittwoch gab Skiinfo sage und schreibe 84 mal PowderAlarm in der Schweiz, an 84 Skiorten also mehr als 20 cm Neuschnee an nur einem Tag.

Erhebliche Lawinengefahr in der Schweiz
Allerdings bedeutet die weiße Pracht nicht allein zauberhaften Pulverschnee für alle Wintersportler – sie bringt auch eine erhöhte Lawinengefahr mit sich. Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos stuft die Gefahr von Lawinen im ganzen Schweizer Alpengebiet nun als erheblich, im Westen des Landes gebietsweise als groß (Stufe 4) ein. „Exponierte Teile von Verkehrswegen sind gefährdet. Abseits der Pisten herrschen sehr kritische Verhältnisse“, heißt es für diese Regionen auf der Homepage des Instituts.

Meterhoher Schnee auch auf Österreichs Gipfeln
Die größten Schneehöhen der Schweiz (nach Zermatt) haben Andermatt (440 cm) und Saas Fee (knapp dreieinhalb Meter) aufzuweisen. Ähnlich hoch liegt der Schnee allerdings auch auf den österreichischen Bergen, wo Nassfeld Hermagor mit 380 cm die Liste der größten Schneehöhen anführt, dicht gefolgt vom Mölltaler Gletscher mit 370 cm. Zwölf österreichische Ressorts verfügen auf dem Berg inzwischen über eine Schneedecke von mehr als zweieinhalb Metern.

Viele bedeutende österreichische Skiressorts bekamen in der letzten Woche Neuschnee hinzu, 39 cm waren es etwa in Sölden. Am Mittwoch wurden landesweit abermals 23 PowderAlarms ausgelöst, etwa in Lech Zürs sowie St. Anton am Arlberg.

Viel Neuschnee auch in Deutschland
Auch in Deutschland wurden heute für eine große Anzahl Ressorts mehr als 20 cm Neuschnee gemeldet, darunter Grasgehren und auch das Nebelhorn, wo es in der letzten Woche bereits 30 cm Neuschnee gegeben hatte. Über zwei Meter liegen dort inzwischen. Die Zugspitze führt allerdings mit 310 cm wie gewohnt die Liste der Schneehöhen in Deutschland an. In insgesamt zwanzig deutschen Skigebieten gibt es nun eine Schneedecke von einem Meter oder mehr.