Die weltbekannte Sportstadt zeigt sich anlässlich Alfons Waldes 50. Todestag von ihrer kulturellen Seite und lädt zur Veranstaltungsreihe "Snow Affairs". Nicht Kunstschnee, sondern Schnee-Kunst sorgt diesen Winter in Kitzbühel für Aufsehen. Die weltbekannte Sportstadt würdigt mit einer Veranstaltungsreihe und der Ausstellung "Vom Schnee" das Lebenswerk des vor 50 Jahren verstorbenen Malers, Architekten und Grafikers Alfons Walde. Der renommierte Künstler hat mit seinen expressionistischen Schneelandschaften (u.a. "Almen im Schnee") und Wintersportbildern (u.a. "Aufstieg der Skifahrer") nicht nur seine Tiroler Heimat portraitiert, aus seiner Feder stammt auch der Kitzbühel-Schriftzug und die weltbekannte rote Gams. Der 50. Todestag des Künstlers im Jahr 2008 ist Anlass für eine Veranstaltungsreihe für Natur-, Schnee- und Kunstliebhaber. Im Mittelpunkt der "Snow Affairs" steht die Ausstellung "Vom Schnee" im Museum Kitzbühel, die Schnee in der Kunst Waldes, seiner Zeitgenossen und Nachfolger präsentiert. Auf der Agenda stehen Walde-Malkurse, Wanderungen und Stadtführungen. Ausstellungseröffnung ist am 28. November 2008.

Kunstexperten und Schneesymposium
Die Eröffnung der Ausstellung "Vom Schnee" am 28. November 2008 wird in der Kitzbüheler Altstadt mit einem fulminanten Schneefest gefeiert. Walde-Enkel und Schauspieler Michael Berger-Walde führt die Besucher an diesem Abend durch die Ausstellung. Fortgesetzt wird die "Snow Affairs" mit einem Schneesymposium am Hahnenkamm Anfang Dezember. Professor Gert Ammann, Walde-Experte und Kurator der Walde Ausstellung im Wiener Leopold Museum 2006, referiert am 11. Dezember 2008, dem 50. Todestag des Malers, über dessen Leben und Werk. Am 9. Januar 2009 unternimmt Sabine Haupt, Schauspielerin am Burgtheater Wien, im Rahmen einer Lesung im Museum Kitzbühel unter dem Titel "Flockenzauber und Schneegestöber" einen literarischen Streifzug durch den Winter. Bei den Schneemalwochen mit dem Tiroler Maler Rudolph Pigneter können Kunstbegeisterte im Januar und Februar 2009 Waldes Motive besichtigen und anschließend im Atelier selbst interpretieren. Im Rahmen der Ausstellungsreihe werden in der Säulenhalle des Grand Spa Hotels A-Rosa Kitzbühel, im Bereich der Hahnenkamm-Bergbahn Tal- und Bergstation sowie im Sportpark Kitzbühel Werke des Künstlers Dieter Deller aus seinem Zyklus "Behind the great White" gezeigt.

Die Ausstellung "Vom Schnee"
Die Ausstellung "Vom Schnee", vom 29. November 2008 bis 11. April 2009 im Museum Kitzbühel zu sehen, widmet sich der künstlerischen Darstellung des Schnees von der Malerei des Barock bis zu zeitgenössischen Rauminstallationen. Nach dem anfänglich ausschließlichem Interesse der Kunst an der winterlich verschneiten Landschaft beschäftigt sie sich heute mit den naturwissenschaftlichen Dimensionen des Schnees genau so, wie mit dessen künstlicher Produktion. Die Ausstellung greift ein in die aktuelle Debatte um die globale Klimaerwärmung und die Zukunft des Wintertourismus. Gezeigt werden Arbeiten von Wilhelm Angerer bis Herbert Zangs, darunter Bilder von Peter Doig, Max von Esterle, Tiina Itkonen, Roman Signer, Jules Spinatsch, Eberhard Havekost und schließlich die berühmten Schneebilder Alfons Waldes, die wesentlich zum Image Tirols als Wintersportdestination beigetragen haben. Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch.

Der Schneekönig Alfons Walde
Alfons Walde, der Sohn des Kitzbüheler Volksschuldirektors Franz Walde, wurde 1891 in Oberndorf bei Kitzbühel geboren. Parallel zu seiner Ausbildung als Maler, studierte er von 1910 bis 1914 an der Technischen Hochschule in Wien Architektur. Neben dem Architekten und Förderer Robert Örley, gehörten Maler aus der Wiener Neukunstgruppe und der Wiener Sezession zu den wichtigsten Richtungsgebern in Waldes Frühphase – Egon Schiele, Gustav Klimt und der Schweizer Ferdinand Hodler. Bereits 1913 waren vier von Waldes Bauernbildern Teil der Ausstellung der Wiener Sezession. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte der Maler seinen charakteristischen Stil, der die Tiroler Bergwelt und ihre Einwohner in reduzierter Binnenzeichnung festhielt und deren Winterlandschaften in stark pastosen Farben abbildete. Die Themen und Motive des Künstlers betrachten das Land Tirol und die Stadt Kitzbühel in ihrer ganzen Vielfalt: In Natur und Kulisse, im Alltag und Brauchtum und der internationalen Gesellschaft beim Skisport.

Arbeitswege
Nach 1945 arbeitet er vermehrt als Architekt: 1946 beteiligte er sich beispielsweise mit Entwürfen an Gestaltung und Planung des Bergstationhotels am Hahnenkamm. 1956 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Alfons Walde, der 1958 in Kitzbühel verstarb, prägte die Tiroler Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Maler, Architekt und Grafiker entscheidend mit – durch seine einzigartigen Winterbilder, aber auch durch Blumenbilder, Aktzeichnungen sowie Winter- und Sportmotive in Tempera.

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