Ein 18-Jähriger aus Baden-Württemberg ist am Samstag in einer Lawine in bei Tschagguns (AUT/Vorarlberg) ums Leben gekommen. Der Schneesportler war bei hoher Lawinenwarnstufe allein abseits der Piste unterwegs und hatte die Lawine vermutlich selbst ausgelöst.

Große Suche ohne glückliches Ende

In einem Interview mit einer Nachrichtenagentur erklärte ein Polizeisprecher, der Teenager sei über eine dortige Felswand - den sogenannten Holländerschrofen - abgestürzt und verschüttet worden. Nach einer dreistündigen Suchaktion mit über 100 Helfern, Lawinensuchhunden und Hubschraubern konnte der Teenager nur noch tot geborgen werden. Aufgrund starker Schneefälle war die allgemeine Lawinenwarnstufe zuvor von 3 auf 4 hinauf gesetzt worden.

34-Jähriger überlebt in Hohlraum

Viel Glück hingegen hatte ein 34-jähriger, ebenfalls aus Deutschland, der in den Bergen bei Reutte (AUT) abseits der gesicherten Pisten von einer Lawine erfasst wurde. Dem Mann gelang es, in einem Hohlraum in anderthalb Meter Tiefe lange genug die vorhandene Atemluft zu nutzen, bis die Bergrettung ihn fand. Dass diese überhaupt schnell zur Stelle war, verdankt der Mann wohl seinem Schutzengel: Ein Mitglied der Bergrettung hatte den Lawinenabfang zufällig beobachtet und die Rettungsmaßnahmen sofort eingeleitet.

Quellen: swr.de, dpa