Nachdem Petrus zumindest zwischen den Jahren Erbarmen mit den Skitourengehern hatte, ist das Gelände am Jenner nun mit ausreichend Schnee versehen - einer Durchführung auf der Strecke durch den Spinnergraben steht also nichts mehr im Wege. Bis zum kommenden Wochenende sind sogar noch weitere Schneefälle ab 1000m angekündigt, so dass sich die Schneelage bis zum Rennen am Sonntag noch weiter verbessern wird.

Weiterführung der Kooperation von DAV und ASTC

Zum ersten DAV Skitourenrennen 2012 und der zweiten Station des Austria Skitourcups astc werden die besten Aufsteiger beider Länder um die jeweiligen Meisterehren im Vertical Race kämpfen. Nach der letztjährigen DM/ÖM in dieser Disziplin, die am Goldeck (AUT) ausgetragen wurde, findet in diesem Jahr die Meisterschaft beider Verbände auf deutschem Boden statt. Damit wird die bereits seit einigen Jahren erfolgreich bestehende Kooperation beider Verbände weiter fortgeführt.

Favoriten, Jungspunde und die Damen

Aus deutscher Sicht gehen Konrad Lex (Peiting) als amtierender Vertical-Meister sowie Toni Steurer (Oberstaufen) als Favoriten ins Rennen. Lokalmatador Toni Palzer (Berchtesgaden) - seines Zeichens mehrfach golddekorierter Weltmeister und Weltcupsieger - muss leider weiter auf seinen 20. Geburtstag warten, bevor er bei den Herren antreten darf. Zum Anfeuern und Spur antesten hat sich der Ramsauer aber bereits angekündigt. Bei den Damen wird einmal mehr wohl die deutsche Serienmeisterin Barbara Gruber - die jetzt seit kurzem verehelicht ist und ab sofort nach dem Namen ihres Hofes Stockklauser heißt - das Rennen machen - zu stark für die allermeisten Konkurrentinnen ist der Aufstiegsmotor der ausgewiesenen Vertical-Spezialistin. Die Damen werden 2012 erstmals verpflichtend auf der kurzen Distanz antreten müssen - nach einem Übergangsjahr werden DAV und ASKIMO 2012 das internationale Reglement auch in diesem Punkt umsetzen. Vielleicht finden über die verkürzte Distanz mehr Frauen den Weg zu den Rennen - die Distanzverkürzung war international auf Bestreben der Weltcup-Athletinnen mit der Hoffnung, dadurch mehr Läuferinnen anzulocken, auf den Weg gebracht worden.



Starke Konkurrenz aus Österreich

Kräftig einheizen werden den deutschen Läufern beim Rennen um die Tageswertung die österreichischen Starter: Michaela Essl dürfte bei den Damen wohl die härteste Konkurrentin von Barbara Stockklauser sein, bei den Herren werden ebenfalls einige starke österreichische Kaderläufer erwartet. Einer davon hatte bereits auf deutschem Boden einen Österreichischen Meistertitel gewonnen: Martin Bader sicherte sich 2010 am Hochgrat mit Jörg Randl den Titel im Team und will auch am Jenner ein Wörtchen mitreden. Das will sicherlich auch der slowenische Topläufer Nejc Kuhar - er sicherte sich bei der letztjährigen Auflage des Jennerstiers Platz zwei und wird auch 2012 wieder an der Startlinie stehen.

Auch Jugendliche können an den Start gehen

Auch die Jugendlichen aus Deutschland und Österreich werden am Jenner ihre Meister im Vertical Race ermitteln - sie starten wie die Damen auf Höhe des Speicherweihers unterhalb der Mittelstation und müssen nur ca. 750Hm bis zum Ziel an der Bergstation zurücklegen.

Amateurfahrer werden mit Sachpreisen belohnt

Für alle anderen ambitionierten Skibergsteiger, die sich nicht unbedingt im direkten Vergleich mit den Topathleten messen wollen, gibt es am Jenner erstmals die Möglichkeit, vor dem Start des Eliterennens die Originalstrecke in einem offenen Startfenster unter die Skier zu nehmen. Die Zeit wird dabei zwar genommen und später alphabetisch aufgelistet, es gibt aber keine Rangliste oder Siegerehrung. Für Starter dieser offenen Klasse werden bei der Siegerehrung jedoch zahlreiche Sachpreise verlost.

Weitere Infos und Anmeldung zum Rennen unter www.jennerstier.de und www.astc.at