Mit der ersten Abfahrt in Kvitfjell, dem Nachholrennen von Beaver Creek (USA), startete das Weltcup-Wochenende in Norwegen. Dabei gewann der Schweizer Beat Feuz in 1:47,39 Minuten vor Erik Guay (CAN), der 0,05 Sekunden dahinter war. Michael Walchhofer komplettierte das Podium und war auch nur elf Hundertstsel hinter dem Sieger.

Feuz früh mit der Siegerzeit
Feuz ging mit der Startnummer 5 in das Rennen und zeigte einen aggressiven Lauf. Folgerichtig ging er in Front. Diese Führung sollte bis zum Ende des Rennens halten. Da fuhr auch der Weltmeister Erik Guay hinterher, der kurz nach Feuz an der Reihe war und 0,05 Sekunden langsamer und damit knapp hinter Feuz war. Zu diesem Zeitpunkt hätten wohl beide Fahrer nicht damit gerechnet, dass es die Plätze eins und zwei werden am Ende. Für Feuz war es der erste Weltcupsieg der Karriere.

Kröll und Janka nicht vorne dabei
Mit Klaus Kröll begann der Auftritt der Favoriten und auch ein leichter Wechsel bei den Sichtverhältnissen - etwas zum Nachteil der Athleten. Der Österreicher hatte eine gute Fahrt oben und war bei den Besten dabei. Unten fuhr der Österreicher allerdings etwas zu hart und verlor viel Zeit. Nach einer kurzen Unterbrechung war dann der Schweizer Carlo Janka an der Reihe, der vor Wochenfrist noch in Kranjska Gora (SLO) gewinnen konnte. In Kvitfjell hatte Janka auch Probleme mit der Sicht und lag im Ziel fast eine Sekunde hinten.


Baumann bestätigt gute Form
Bei seinem Heimrennen überzeugte auch Aksel Lund Svindal nicht und machte einige Fehler. Im Mittelteil verlor der Norweger ganz viel Zeit und war im Feld der Geschlagenen. Mit viel mehr Tempo und Zug machte Romed Baumann seine Sache gut und hätte fast die Führung übernommen. Platz vier wurde es in der Endabrechnung. Baumann fehlten nur 0,07 Sekunden zum Podium.

Walchhofer vor Cuche
Bei Michael Walchhofer und Didier Cuche ging es nicht nur um den Tagessieg sondern auch um die Abfahrtskugel. Walchhofer musste vorlegen und war gut unterwegs, bis er im unteren Teil einen Fehler machte. Mit einem starken Finish machte er noch Zeit gut und wurde Dritter. Cuche hatte auch einen kleinen Fehler im Mittelteil und konnte diese Zeit nicht mehr aufholen. Der Schweizer war Fünfter und damit hinter Walchhofer. Es bleibt also spannend im Abfahrtsweltcup, da Walchhofer einige Punkte auf Cuche gutmachen konnte und jetzt noch 50 Punkte Rückstand auf Cuche im Rennen um die kleine Kristallkugel.

Keppler gibt Comeback
Mit der Startnummer 31 gab dann Stephan Keppler sein Comeback nur wenige Wochen nach seiner schweren Verletzung. Ihm fehlte verständlicherweise noch die Wettkampfhärte, sammelte jedoch Rennpraxis. Knapp zwei Sekunden betrug sein Rückstand im Ziel. Damit reichte es für den Deutschen nicht zu Weltcup-Punkten, doch Keppler war dennoch zufrieden.

Am Samstag findet in Kvitfjell die zweite Abfahrt statt, bevor das Wochenende mit einem Super-G am Sonntag beendet wird.