Slalom und Riesenslalom - das sind die Paradedisziplinen von der jungen Manuela Mölgg. Die Schwester vom ebenfalls im Weltcup-Zirkus aktiven Manfred Mölgg stürmte in den letzten Jahren nach vorne und wird in Zukunft sicherlich für weitere Top-Platzierungen sorgen.

Früh mit dem Bruder unterwegs
Manuela stand schon mit 4 Jahren auf den Skiern und fuhr mit ihrem Bruder und Vater die Piste del Plan de Corones hinunter. Und bereits da zeigte sich, dass die Geschwister Mölgg Talent besaßen. Der Vater war begeistert und meldete seine Kinder schnell im Skiclub um die Ecke an.

Über den C-Kader in das Weltcup-Team
Durch ihre guten Leistungen in den Schüler-Rennen wurde Manuela vor der Saison 2000/2001 in den C-Kader des Italienischen Skiverbandes aufgenommen. Schnell konnte sie aber die Trainer durch weitere konstante Leistungen, besonders bei den FIS-Rennen, überzeugen und stieg in den A-Kader auf. In der Saison 2001/2002 fuhr die junge Italienerin schon recht erfolgreich im Weltcup mit. Ebenso konnte sie sich am Ende des Winters noch den Titel bei den nationalen Meisterschaften im Riesenslalom sichern.

Erste Top Ten Platzierung
In der Folgesaison fuhr Manuela dann auch im Weltcup das erste Mal weiter vorne mit. Besonders der 9. Rang beim Slalom in Semmering ließ aufhorchen. Im Februar 2003 durfte sie auch bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz starten und überraschte die Experten mit einer Top-Leistung. Mit der zweitbesten Zeit im Finale des Riesenslaloms fuhr sie noch in die Top Ten und belegte einen hervorragenden siebten Rang. Und auch im Slalom fuhr sie beherzt auf und wurde 15.

Sieg im Europacup
Auch im Winter 2003/2004 zeigte Manuela, dass mit ihr in Zukunft zu rechnen sein wird. Sie konnte zwar keine Top Ten Platzierung im Weltcup erreichen, stabilisierte aber ihre Leistungen und kam konstant unter die besten 15. Im Europacup in ihrer Heimat trumpfte sie dann groß auf und gewann den Riesenslalom in Abetone.

Zweite in Aspen
Die Saison 2004/2005 begann vielversprechend. Nachdem Mölgg bei den Slaloms in Aspen einmal 13. und danach Zweite wurde, konnte sie jedoch nicht mehr den Anschluss an die Weltspitze halten und schaffte nur noch einen achten Rang am Semmering. Gemeinsam mit ihrem Bruder Manfred wird Manuela in den nächsten Jahren aber mit Sicherheit dafür sorgen, dass der Name Mölgg öfter fallen wird, wenn es um die vorderen Plätze geht. Man darf gespannt sein, wer von beiden erfolgreicher sein wird.

Kein Aufwärtstrend trotz Weltcup-Pause
Im Dezember 2005 legte Manuela Mölgg eine Pause im Weltcup ein, um am Europacup teilzunehmen, in dem sie dann auch sofort zwei Top Ten-Ergebnisse erzielte. Zurückgekehrt im Weltcup, wurde sie im Riesenslalom Achte in Lienz und Fünfte in Are. Dennoch konnte sie das hohe Niveau nicht konstant aufrechterhalten und musste die in sie gesetzten Hoffnungen als Lokalmatadorin beim olympischen Slalom als 19. enttäuschen. Ein Erfolgserlebnis blieb ihr als italienische Meisterin im Slalom und Riesenslalom zu guter Letzt dennoch nicht verwehrt.


Richtig durchgestartet ist Mölgg in der Saison 2007/2008. Nach eher enttäuschenden Jahren mit nur mittelmäßigen Ergebnissen, konnte Mölgg in der Saison 2008 ihr Talent aufblitzen lassen. Mit drei Podiumsplätzen im Riesenslalom konnte sie eine erfolgreiche Saison mit dem dritten Platz in der Riesenslalomwertung beenden.


Steckbrief:
Geboren: 28.08.1983
Nation: Italien
Heimatverein: Gr. Sciatori Fiamme Gialle
Größe: 170cm
Gewicht: 65kg
Web: www.moelgg.com

Erfolge:
Es folgt ein Blick in den bisherigen Karriereverlauf der jungen Italienerin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): SL (9), GS (DNF)

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): GS (11), SL (20)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (15), GS (7)

Weltcup:
2. Platz Slalom in Aspen 2004
2. Platz Riesenslalom in Maribor und Bormio 2008
3. Platz in der Riesenslalom-Disziplinen-Wertung 2008