Das Riedberger Horn ist ein eher unscheinbarer Gipfel, der in den letzten Monaten aufgrund der geplanten Skischaukel und der einhergehenden Änderung des Alpenplans in den Medien aber sehr präsent war. Hier findet sich auch das kleine, unter Allgäuern beliebte Skigebiet Grasgehren. Es gilt als Schneeloch und bietet auch Tourengehern einige spannende Abfahrten. Für eine der lohnendsten des Gebiets werden entweder direkt am Parkplatz oder an der Gipfelstation des östlichen Schlepplifts die Felle aufgezogen und die letzten Höhenmeter zum Riedberger Horn zurückgelegt. Vom Parkplatz aus sind etwa 300 Höhenmeter zu bewältigen, von der Gipfelstation verringert sich die Differenz um gut 100 Höhenmeter. 

Eine der schönsten Abfahrten führt am östlichen Hang zurück ins Tal. Die Tiefschneeliebhaber erwartet 700 Höhenmeter Treerun aller erster Güte, allerdings gibt es aufgrund der Ausrichtung hier sehr häufig Bruchharsch. Um bei guten Verhältnissen in den Genuss dieser Tour zu kommen, folgt man dem Grat für einige Meter zurück und verlässt ihn in westliche Richtung. Von hier aus gibt es zwei Möglichkeiten, die lohnendere ist jene, bei der man sich stets etwas links hält und die Obere Mittel-Alpe passiert. Von hier aus folgt man der Waldschneise und gelangt mit etwas Geschick direkt zur Bushaltestelle „Balderschwang Am Anger“. Von hier aus dauert es 15 Minuten zurück zum Ausgangspunkt. Die letzte Fahrt findet um 16.07 Uhr statt.

Exposition: West, Südwest, Hangneigung: steilste Stelle ca. 33°, Karte: AlpenvereinskarteBY1 Nagelfluhkette, Hörnergruppe (Tour ist eingezeichnet)

Hier geht es weiter mit Tourentipps und "Freeriden im Allgäu: Die fünf schönsten Gebiete zwischen Oberstaufen und Oberstdorf"