Nicht nur die ideale Lage unweit von Innsbruck und München, auch die wunderbare Landschaft macht Seefeld zu einem richtig interessanten Skigebiet. Die gute Zugänglichkeit mit der Bahn macht das Skigebiet auch an den Wochenenden schnell und stressfrei erreichbar.

In Seefeld liegen zwei Skigebiete, die Rosshütte und der Gschwandtkopf. Die beiden Gebiete sind durch Skibusse verbunden und es gibt eine kombinierte Skikarte. Das Skigebiet Rosshütte erstreckt sich über zwei Berge – zum einen das Seefelder Joch und zum anderen den Härmelekopf. Verbunden sind diese beiden Skiberge durch eine Seilbahn, die von der Rosshütte hinauf zum Härmelekopf führt. Von der Talstation der Rosshütte führt eine Sesselliftanlage auf der einen Seite zum Härmelekopf, eine Standseilbahn auf der anderen Seite Richtung Rosshütte/Seefelder Joch. So beginnt der Skitag auch mit der Entscheidung, in welchen Skigebietsteil man zuerst auffahren will.

Richtung Harmelekopf führt ein moderner 6er-Sessellift und die Skipisten in oberen Bereich dieses Teils des Skigebietes sind vor allem guten und sehr guten Skifahrern vorbehalten, denn es gibt dort ausnahmslos nur rote Pisten. Von der Sesselbahn führt aber auch eine blaue Piste retour ins Tal, die von jedem bezwungen werden kann. Dieser Bereich wird von Mittwoch bis Samstag auch beleuchtet und lädt zum Nachtskifahren ein.

Richtung Rosshütte kann man einen Schrägaufzug nehmen, oder man entscheidet sich für einen kurzen Schlepplift und steigt dann auf eine kuppelbare Sesselbahn mit Sitzheizung um. So kommt man ins Zentrum des Skigebietes und hat schnell breite Pisten zu Füßen, die wieder ins Tal führen. An belebten Tagen lohnt es sich auf die „andere“, also von oben aus gesehen rechte, Seite des Schrägaufzuges zu wechseln. Dort ist nämlich meistens weniger los und wer auf den Komfort des Sesselliftes verzichtet, kann am Schlepplift „Kalter See“ viele Abfahrten unternehmen, ohne nenneswerte Wartezeiten am Lift verbringen zu müssen.

Wer ganz hoch hinaus will, kann dies mit der nostalgischen alten Seefelder Jochbahn machen. Oder man nimmt wieder einen Schlepplift, den Jochlift, der einen bis kurz unterhalb des Joches bringt. Der dortige Hang hat es in sich und bietet eine der zwei schwarzen Pisten im Gebiet. Die zweite schwarze Piste findet man auf der Verbindungsabfahrt, wenn man sich für die Variante 6a entscheidet.

Insgesamt ist das Skigebiet äußerst vielfältig und bietet vom Anfänger bis zum sehr guten Skifahrer allen etwas. Die „vertikale“ Ausrichtung auf zwei lange Skihänge kann aber im Talbereich an betriebsamen Tagen zu etwas längeren Wartezeiten führen – deshalb lohnt es sich auch besonders, die Schlepplifte zu nutzen.

Das Skigebiet erstreckt sich von der Talstation auf 1230 Meter über dem Meer bis über 2000 Meter hinauf und hat nicht nur skifahrerisch, sondern auch landschaftlich viel zu bieten. Der Tiefblick nach Seefeld und der Fernblick ins Karwendel, mit der charakteristischen Hohen Munde vor Augen, gehört zum schönsten, was die Alpen zu bieten haben. Richtung Norden kann man dann auch noch das bayrische Alpenvorland erkennen – eine wahrhaft wunderbare Kulisse für den Wintersport.

Im nordischen Sport ist Seefeld als Eldorado bekannt und so trifft man im Dorfzentrum auch fast auf mehr Langläufer als Skifahrer. Seefeld war das nordische Zentrum der Olympischen Spiele von Innsbruck (1964 und 1976) und aktuell bewirbt man sich um die Nordische Ski-WM 2019 (bereits 1985 war man Gastgeber): 279 Kilometer Loipen finden sich in der gesamten Olympiaregion Seefeld. Zusätzlich interessant ist auch das Casino Seefeld, das am Abend nach einem Skitag zum gepflegten Spiel einlädt. Aber aufpassen, das Geld ist schnell weg, wenn man unvorsichtig wird!

Wer bereits im Skigebiet einkehrt kann zwischen mehreren kleineren Hütten und der großen Rosshütte wählen. Die Aussicht Richtung Karwendel und Hohe Munde machen jede Pause zu einem Erlebnis für die Augen, deren Blicke vom Panorama in die Ferne gezogen werden.

Tipps:

- Die Murmelebar bietet an sonnigen Tagen den idealen Ort zum Einkehrschwung. Tolle Aussicht und erschwingliche Preise bei guter Qualität – was will man mehr?

- Auch Pistentourengeher kommen in Seefeld auf ihre Kosten: Es gibt eigens ausgewiesene Routen im Skigebiet. Als Skifahrer sollte man also auf Gegenverkehr achten – es sind immer viele Tourengeher unterwegs.

- Auf der „BMW X-Drive Cup“ Piste kann man nicht nur seine Zeit messen, sondern wird dabei auch noch gefilmt. Die Filme kann man dann später online bewundern und weiterzeigen.

- In der Rosshütte gibt es eine Ausstellung zur Ski-Geschichte und zu den Olympischen Spielen – eine feine Abwechslung in der Pause.