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Änderung der Wetterlage zum Wochenende - Dienstag viel Neuschnee?

23. Januar 2020 | Skiinfo

So wie aktuell hier in den Pyrenäen könnte es vielleicht am Dienstag auch in den Alpen und den Mittelgebirgen aussehen

So wie aktuell hier in den Pyrenäen könnte es vielleicht am Dienstag auch in den Alpen und den Mittelgebirgen aussehen

Copyright: Facebook Les Angles Le Village Station

Nach den tollen, aber auch nötigen Schneefällen zu Beginn des vergangenen Wochenendes meldete man in den letzten Tagen endlich mal richtig knackige Temperaturen in den Alpenländern: In Österreich wurden am Dienstagmorgen in St. Jakob im Defereggental -18 gemessen, auf der Zugspitze war es am Montag ähnlich kalt, der Feldberg kam auf -8 Grad und auch die Schweizer Wetterstationen verzeichneten Tiefstwerte für den Winter 2019/20: Auf dem Klein Matterhorn (Zermatt) ging das Thermometer zurück auf -24 Grad!

 

Doch mittlerweile sind die absoluten Tiefstwerte schon wieder passé, Mitte der Woche wurde es in den Bergen des Alpenraums wieder relativ mild mit Nullgradgrenzen von über 2000 Meter Höhe. Dennoch: Die niedrigen Temperaturen konnten die vom Schneefall in diesem Winter leider vernachlässigten Skigebiete in Deutschlands Mittelgebirgen nutzen. In Willingen, Winterberg, im Harz, Thüringer Wald oder anderen Regionen konnte man diese Woche endlich mal wieder die Schneeerzeuger anwerfen und zum Wochenende hoffentlich ein paar Pisten (mehr) öffnen. Wir halten euch auf den Schneeberichtsseiten der Skigebiete natürlich tagesaktuell auf dem Laufenden.

 

Übrigens: Fast in den gesamten Alpen ist der Januar einer der trockensten der Geschichte! Zum Teil fiel nur 20% des Niederschlags im langjährigen Mittel, vor allem im Süden war es sehr trocken. Das verdeutlicht diese Grafik des ZAMG in Innsbruck sehr deutlich.

 

Freude über den Schneefall am Freitag und Samstag (17./18. Januar)


Nach einer mehr als zweiwöchigen "Schneeflaute" durfte man sich in den Skigebieten Österreichs am vergangenen Wochenende endlich wieder über Neuschnee freuen. Bis zu einem halben Meter frisches Weiß wurden gemeldet, am meisten schneite es am Samstag. Spitzenreiter war Gerlos im Zillertal mit 60cm Schneefall, gefolgt von der Tauplitzalm (50cm) und unter anderem auch der Tiroler Zugspitzarena, wo es knapp 40cm schneite. Ein Segen für die meist noch mit recht wenig Naturschnee gesegneten Skigebiete ganz im Norden, im Osten und auch im Süden des Landes. Insgesamt, das zeigt diese Grafik vom ZAMG in Innsbruck, ist der Januar 2020 bisher extrem trocken und vor allem südlich des Hauptkamms auch 2-3 Grad wärmer als im Vergleichszeitraum (1981-2010). Dennoch ist die Schneelage in den meisten Skigebieten Österreichs jetzt sehr gut, 215 Skigebiete sind geöffnet und die größten Schneehöhen melden der Kaunertaler Gletscher (340cm), Sölden (311cm) und der Stubaier Gletscher (310cm).

 

Auch in Deutschland hat es am Wochenende etwas geschneit, in Bayern sogar richtig kräftig. Wer die Biathlonrennen in Ruhpolding live oder im TV verfolgte, der konnte sich vom Schneetreiben selbst überzeugen. Am meisten schneite es natürlich wieder auf der Zugspitze (55cm), aber auch am Jenner (50cm), Rossfeld (34cm) oder Bolsterlang (30cm) wurde es wieder richtig winterlich. In den Mittelgebirgen blieb es leider meist bei leichten Niederschlägen, mehr als fünf Zentimeter gab es nicht zu notieren. Leider, denn noch immer warten viele Skiliftbetreiber auf ihren ersten Skitag im Winter 2019/2020, so zum Beispiel in fast allen Skigebieten des Sauerlands oder im Thüringer Wald. Immerhin: Dank der kälteren Temperaturen wurde viel beschneit und am Wochenende sollen im Sauerland bis zu 40 Ski- und Rodellifte öffnen.

 

Etwas weniger als in den östlichen Nordalpen schneite es in der Schweiz, wo die Schneefront meist schon am vergangenen Freitag und in der Nacht zum Samstag durchzog. Verbreitet schneite es aber 20-30cm vom Oberwallis über die Berner Alpen, Glarner Alpen bis ins Rätikon. Die größten Schneehöhen finden sich aktuell in Andermatt, wo bis zu 390cm Schnee gemessen wird, in Saas-Fee (245cm), Engelberg (218cm) und Verbier (205cm).

 

Alle aktuellen Schneefälle und Schneeberichte aus den Skigebieten findet ihr hier: Deutschland | Österreich | Schweiz | Frankreich | Italien

 

Alle geöffneten Skigebiete findet ihr hier aufgelistet: Deutschland | Österreich | Schweiz | Frankreich | Italien

 

Wetterausblick: Meist trocken bis zum Monatsende - doch was bringt der Dienstag?

 

Die Wettermodelle rechnen und rechnen - und dennoch ist es schwer, das Bergwetter der kommenden Tage genau vorherzusagen. Klar dürfte sein, dass bis zum Samstag viel Sonne vorherrschen wird mit einer oft hohen, leichten Bewölkung. Lediglich ein Ausläufer eines Tiefs über Spanien dürfte in den südlichen Westalpen (Cottische Alpen, Vanoise, Aostatal) am Samstag etwas dichtere Bewölkung und vielleicht auch etwas Schneefall (oberhalb von 1500m) bringen. Auch in östlicheren Regionen südlich des Hauptkamms ist es am Samstag dichter bewölkt, aber wenn überhaupt fallen nur ganz geringe Niederschlagsmengen. In der Nacht zum Sonntag drücken die Wolken dann über den Hauptkamm und setzen sich tagsüber in ganz Österreich und auch in den Bayerischen Alpen fest. Schneefall gibt es aber kaum, lediglich ein paar Flocken sind drin. Es wird (für Januar) relativ mild, die Sicht am Sonntag meist eher überschaubar gut.

Der Montag dürfte nach heutigem Stand der Dinge dann wieder meist sonnig und trocken starten, bevor in den Nachmittagsstunden ein Tiefausläufer von Nordwesten aufzieht, der am Dienstag höchstwahrscheinlich neue Schneefälle bringt - und zwar nicht nur in den West- und Ostalpen (wohl bis zu 30cm, im Westen deutlich mehr als im Osten), sondern auch in Deutschlands Mittelgebirgen. Bis zu 15cm Neuschnee könnte es im Schwarzwald, Bayerischen Wald, der Rhön oder auch in den Hochlagen des Thüringer Walds geben - dazu lest ihr am Montag hier an gleicher Stelle mehr!

 

Fazit: In den kommenden fünf Tagen so gut wie kein Neuschnee und eine Mischung aus Sonne und Wolken. Dienstag eventuell schwerer Sturm in Deutschland, Tiefausläufer könnten in den Alpen für Neuschnee sorgen. Besserer Tag zum Skifahren am Wochenende: Der Samstag wird vermutlich wettertechnisch der schönere Tag sein!

 

 

Wo wird es wie viel schneien? Hier kommt ihr zur
Skiinfo 3-Tages-Schneevorhersage für die Skigebiete in Europa

 

 

3-Tage-Schneevorhersage von Windy.com, ECMWF-Wettermodell

 

 

Windy.com: Wolkenradar

 

 

Meteogramm (GFS-Modell): Sölden (AUT) | Winterberg (GER) | Laax (SUI) [Quelle: www.wetterzentrale]

Meteogramm Sölden

Meteogramm Winterberg

Meteogramm Laax

 

Aktuelle Wettervideos

 

 

 

Alle geöffneten Skigebiete mit den aktuellen Schneehöhen (in der Desktop-Ansicht seht ihr auch die Schneefälle der letzten 24 Std.):

 

 
 

 

 

 

 

 

Bilder & Videos

So wie aktuell hier in den Pyrenäen könnte es vielleicht am Dienstag auch in den Alpen und den Mittelgebirgen aussehen - © Facebook Les Angles Le Village Station
Skifahrer in Grand Bornand (FRA) - © Le Grand Bornand Réservation
Bergstation Nagens | Flims Laax Falera - © Skiinfo | Sebastian Lindemeyer
Über den Wolken im Skigebiet Flims Laax - © Skiinfo | Sebastian Lindemeyer

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Grafik

 

In dieser Saison 2019/2020 wollen wir euch in jedem Schneebericht mit dieser schönen Infografik einen guten Überblick über die aktuelle Lage in den fünf großen Urlaubsländern (DE, AT, CH, FR, IT) geben. Die Grafik wird jede Woche am Donnerstag aktualisiert.

 

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