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Schneebericht: Eiskalte Luftmassen im Anmarsch!

19. Februar 2018 | Skiinfo

Schneebericht: Eiskalte Luftmassen im Anmarsch!- ©https://www.facebook.com/Skicircus

Saalbach-Hinterglemm, 19.02.2018

Copyright: https://www.facebook.com/Skicircus

Die Skigebiete in den West- und Ostalpen haben zwischen Donnerstag und Sonntag nennenswerte Neuschneefälle gemeldet und können weiterhin mit besten Wintersportbedingungen aufwarten. Vor allem in den Westalpen, hier insbesondere in den französischen Nordalpen, im Wallis, aber auch in Vorarlberg und Tirol schneite es über mehrere Tage hinweg regelmäßig und einige Ski-Regionen durften sich über Schneezuwächse von 30-50cm freuen. Wo genau es wie viel geschneit hat, lest ihr unten in den Länderberichten.

In den kommenden Tagen stehen zwar nur vereinzelt neue Schneefälle an, dafür kann man sich schon jetzt auf eisige Temperaturen einstellen. Die Wettermodelle gehen derzeit nämlich davon aus, dass zum Wochenende und dann in den letzten Februartagen eisige Luftmassen von der Ostsee, Skandinavien und dem Baltikum nach Mitteleuropa strömen. Und so könnten sich selbst Flachländler noch einmal mit Temperaturen von -15, -20 °C konfrontiert sehen.

In unserem aktuellen Schneebericht vom 19. Februar bekommt ihr alle wichtigen Infos über die Lage in den Skigebieten, zudem blicken wir natürlich auf die kommenden Tage und berichten, wie das Wetter sich entwickelt.

 

Hier findet ihr alle Schneefälle der letzten 24 Stunden.

Hier findet ihr alle aktuellen Schneehöhen und Schneeberichte aus den Alpenländern.

 

Deutschland

70cm Neuschnee meldeten die Schneeberichterstatter zwischen dem 16.-18. Februar von der Zugspitze, das ist absoluter Spitzenwert in Deutschland. Aber auch in anderen bayerischen Skigebieten schneite es kräftig, so gab es auf den Bergen rund um Oberstdorf etwa 30cm Neuschnee, in Rossfeld Oberau etwa 25cm, am Großen Arber im Bayerischen Wald 20cm.

Leider gab es aber auch einige Regionen, die in Bezug auf Schneefälle in den letzten sieben Tagen komplett leer ausgingen. Vor allem in den nördlich gelegenen Skigebieten im Sauerland, im Harz, im Thüringer Wald, aber auch im Erzgebirge blieb es zuletzt meist trocken. Immerhin: Die Anzahl der Skigebiete, die ihre Pforten vorübergehend schließen mussten, ist noch gering. In Todtmoos (Schwarzwald) läuft der Lift derzeit wegen eines technischen Defekts nicht, im Skigebiet Wilde Wiese (Sauerland) und in anderen Skigebieten in Hessen und Nordrhein-Westfalen fehlt allerdings der Schnee, um den Skibetrieb aufrecht erhalten zu können. Immerhin, in den meisten Skigebieten des Landes war ein tolles Winterwochenende mit kalten Temperaturen und viel Sonne zu genießen! Und das wird auch in den nächsten Tagen so bleiben: In Deutschland wird es weiterhin winterlich kalt bleiben, in der kommenden Woche sollen die Temperaturen sogar nochmal deutlich absinken. Gut für alle Liftbetreiber, die Schneekanonen betreiben, denn in den letzten Tagen des Februars dürfte es zumindest in Bezug auf die Temperaturen kein Problem sein, noch einmal neuen technischen Schnee zu produzieren.

Die größte Schneehöhe hat in Deutschland übrigens weiterhin die Zugspitze mit 3950cm, gefolgt vom Dammkar (300cm) und dem Wendelstein mit 250cm.

Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete (inklusive der aktuellen Schneedaten) in Deutschland:

 

 

Saalbach-Hinterglemm, 19.02.2018 - © https://www.facebook.com/Skicircus
Valentinstag in Courchevel - © Courchevel/Facebook
Obertauern 14.2. - © facebook Obertauern
Val Gardena - Gröden 15.2. - © facebook Val Gardena

Österreich

Hochnebelfelder aber auch viel Sonne bestimmten das Wetter am Sonntag und Montag in Österreich. Zuvor hatte es zwischen Donnerstag und Samstag vielerorts geschneit, vor allem der Westen des Landes bekam einiges Neuschnee ab. 20cm in Kühtai, 29cm in Reutte/Hahnenkamm, 15cm am Kitzsteinhorn, 10cm immerhin noch in der Zillertal Arena. Die Schneefälle fielen nicht so ergiebig aus wie vorhergesagt, aber bei dem diesjährigen Winter sollte man sich nicht beklagen. In Österreichs Skigebieten sind die Wintersportbedingungen weiterhin erstklassig, fast alle Bergbahnen können Vollbetrieb anbieten und haben ihre Pisten perfekt präpariert.

In den kommenden Tagen bis Donnerstag könnte es in der Steiermark und in Kärnten leicht schneien, ansonsten bleibt es kalt und meist trocken. Die aktuell größte Schneehöhe melden in Österreich derzeit der Kaunertaler Gletscher mit 595cm Schneehöhe, gefolgt vom Dachstein Gletscher mit 550cm und der Tiroler Zugspitz Arena (495cm).

Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete (inklusive der aktuellen Schneedaten) in Österreich:

 

 

Schweiz

Ergiebige Schneefälle meldeten die Skigebiete in der Westschweiz Ende der vergangenen Arbeitswoche. im Lötschental, Saas Fee oder auch in Verbier kamen mehr als 50cm Neuschnee zusammen, auch in der Aletsch Arena, in Samnaun oder in Adelboden fielen zwischen 30-40cm Neuschnee. Und so kann man sich über zu wenig Schnee fast im gesamten Land nicht beklagen. Fast alle Anlagen sind in Betrieb, die Pisten gut in Schuss - perfekte Bedingungen für Wintersportler.
 
Die größte Schneehöhe in der Schweiz meldet weiterhin Engelberg Titlis, wo die Schneedecke nach den Schneefällen wieder über sechs Meter dick ist (644cm!). Dahinter rangieren die Skiarena Andermatt-Sedrun (500cm), das Lötschental und Laax (ca. 480cm).
Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete (inklusive der aktuellen Schneedaten) in der Schweiz:
 
 

 

Frankreich

Am Sonntag dumpte es mal wieder in den Pyrenäen sehr kräftig und die Skigebiete dort meldeten zwischen 30-40cm Neuschnee. Zuvor hatte es zwischen Donnerstag und Samstag vor allem in den Nordalpen sehr ergiebig geschneit: In Tignes schneite es fast einen halben Meter, La Plagne kam auf 33cm, ebenso Val d´Isére und Chamonix.

Insgesamt sind in Frankreich weiterhin etwa 220 Skigebiete geöffnet, die Bedingungen sind durchweg sehr gut. Alle großen und beliebten Urlaubsskigebiete sind mindestens zu 90% geöffnet. Der Schneehöhen-Spitzenreiter ist aktuell La Rosière mit 460cm, gefolgt von Flaine (445cm) und Morillon (440cm).

Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete (inklusive der aktuellen Schneedaten) in Frankreich:
 
 

 

Italien

In den letzten sieben Tagen waren die italienischen Skigebiete meist nicht so stark von Schneefällen betroffen wie die etwas nördlicheren Regionen. Am meisten Schnee fiel am 13./14.2. am Ätna auf Sizilien, wo man einen halben Meter Neuschnee maß. In der Lombardei, im Trentino, der Toskana oder den Abbruzzen kam insgesamt deutlich weniger Neuschnee zusammen, mehr als 5-15cm wurden meist nicht gemeldet.

Aktuell die größten Schneehöhen finden wir in Italien im Piemont und im Aostatal. Cervinia-Breuil (395cm) und San Domenico di Varzo (420cm) sind hier die Spitzenreiter.

Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete in Italien:

 

 

 

Wettervorhersage für den Alpenraum (Stand: 19.02.): Es wird eiskalt!

 

Solltet ihr im Februar noch in die Berge fahren wollen, solltet ihr die dicke Jacke nicht vergessen - denn es wird kalt! Am Montag stört nur der Hochnebel den klaren Blick auf die Sonne, ansonsten bleibt es im Alpenraum meist sehr schön und winterlich. Am Dienstag und Mittwoch hingegen ist es wolkig mit meist schlechter Sicht. Eiskalter Ostwind beherrscht die Lage, am Nordrand der Alpen kann es leichten Schneefall geben, insgesamt ist es recht ungemütlich. Die südwestlichen Alpenregionen sind meist wetterbegünstigt. Der Rest der Woche bleibt eher unspektakulär mit vielen Wolken und weniger Sonneneschein, eisiger Windlässt euch frieren. Am Wochenende wird es vermutlich recht schön und bei Hochdruckeinfluss trocken und kalt.
 
Spannend die Entwicklungen in der kommenden Woche: Die europäischen und amerikanischen Wettermodelle gehen von einer merklichen Abkühlung in Mitteleuropa aus. So könnte es zwischen Sonntag (25.2.) und Mittwoch (28.2.) nochmal um einige Grad kälter werden und selbst im Flachland Temperaturen im zweistelligen Minusbereich geben. Grund dafür ist kalte Luft von Nordosten: Ein Hoch zwischen Island und Skandinavien treibt auf seiner Rückseite eisig kalte und trockene Polarluft nach Deutschland und Mitteleuropa, ein sogenannter "Arctic Outbreak". Ob es dazu kommt, wird sich aber erst in den kommenden Tagen final entscheiden. Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden!

Temperaturentwicklung, ECMWF-Modell, Bild für Dienstag 27.02.2018

 

Schnee- und Regenvorhersage, Windy.com

 

Wetteronline, Ausblick Deutschland, 19.02.

 

Wetter.com, Vorhersage Deutschland, 19.02.2018


 

Meteogramm, GFS-Wettermodell, 19.02-28.02., www.wetterzentrale.de

 

Kitzbühel (AUT)

 

Oberstdorf (GER)

 

Klagenfurt am Wörthersee (AUT)

 

 

Hier findet ihr die 3-Tages-Schneevorhersage für Europa.

 

Lawinenlageberichte

 

Bayern (Lawinenwarndienst Bayern, 21.02.): "Im bayerischen Alpenraum herrscht oberhalb 1800m eine mäßige Lawinengefahr. Unterhalb von 1800m ist die Lawinengefahr als gering einzustufen. Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen oberhalb 1800m im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Nordwest über Nord bis Ost, sowie an Übergängen zu eingewehten Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung, zum Beispiel durch eine Skifahrergruppe ohne Abstände, die Auslösung von Schneebrettlawinen möglich. Die Selbstauslösung kleinerer Gleitschneelawinen ist nur noch vereinzelt an steilen Grashängen möglich."

 

Zum Lawinenlagebericht Bayern

ALL: Allgäuer Alpen
WFK: Werdenfelser Alpen

Tirol (Lawinenwarndienst Tirol, 21.02.: "Meist mäßige, gebietsweise noch erhebliche Lawinengefahr. Beurteilung der Lawinengefahr: Die Lawinengefahr in den Tiroler Tourengebieten ist inzwischen zumeist mäßig, in den inneralpinen Tourengebieten und entlang des Alpenhauptkammes oberhalb 2200m teilweise erheblich. Ältere Triebschneeansammlungen der vergangenen Woche setzen und verfestigen sich zunehmend. Die Verbindung mit der oft lockeren Unterlage ist aber häufig noch ungenügend, so dass eine Lawinenauslösung vereinzelt immer noch durch geringe Zusatzbelastung möglich ist. Da die Gefahrenstellen inzwischen meist durch etwas Neuschnee überdeckt sind, können sie im Gelände nur schwer erkannt werden. Unterhalb 2200m ist unverändert auf einzelne Selbstauslösungen von Gleitschneelawinen zu achten."

 

Vorarlberg (Lawinenwarndienst Vorarlberg, 21.02.): "Es besteht teilweise geringe, in höheren Lagen mäßige Lawinengefahr. Die Hauptgefahr für trockene Lawinen geht von älteren, meist überdeckten Triebschneepaketen der vergangenen Tage, vorwiegend oberhalb ca. 2000 m aus. Gefahrenstellen finden sich vor allem in Kammlagen sowie in Rinnen und Mulden und nehmen mit der Seehöhe zu. Kleine, vereinzelt auch mittlere Schneebrettauslösungen sind vorallem noch mit grosser Zusatzbelastung und am ehesten an Übergängen von wenig zu viel Schnee möglich. Im Hochgebirge und in selten befahrenem Steilgelände ist die Situation lokal noch etwas kritischer einzuschätzen. An steilen Grashängen vor allem von Ost über Süd bis West, aber auch in den anderen Expositionen, ist trotz tiefer Temperaturen weiterhin auf Gleitschneelawinen zu achten. Zonen unterhalb von Gleitschneerissen sollten möglichst gemieden oder zügig passiert werden."

 

Schweiz (SLF, 21.02.): "Die verschiedenen Neu- und Triebschneeschichten der letzten Woche liegen teils auf Oberflächenreif oder kantig aufgebauten Schwachschichten. Am mächtigsten sind diese Schichten im Westen und im Norden. Sie bleiben in der Höhe teils störanfällig. Oft sind die Gefahrenstellen überschneit und schwer erkennbar. Mit der Bise entstehen vor allem den Voralpen entlang frische, meist kleine Triebschneeansammlungen. Die mittleren und unteren Schichten der Schneedecke sind oft gut verfestigt und stabil. In Mittelbünden, im Engadin, in den Bündner Südtälern und im Tessin ist die Basis der Schneedecke etwas schwächer. Eine Lawinenauslösung in diesen tiefen Schichten ist aber wenig wahrscheinlich. Einzelne Gleitschneelawinen sind weiterhin möglich. Diese können aufgrund der mächtigen Schneedecke gefährlich gross werden."

 

Aktuelle Eindrücke aus den Sozialen Netzwerken

 
Sonniger Wochenstart am Sudelfeld, 19.02.
 
 
 

Skicurcus Saalbach Hinterglemm Leogang, 19.02.

 
 
 

Kaiserwetter in Lech Zürs, 19.02.

 
 
 
Sölden, 19.02.
 
 
 
Kitzsteinhorn, 19.02.
 
 
 
Postwiese Neuastenberg, 18.02.
 
 
Ischgl, 19.02.
 
 
Davos, 19.02.
 
 
Courchevel, 19.02.
 
 
Kitzbühel, 19.02.
 

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