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Schneebericht: Nach einigen Schneefällen sind nun eiskalte Luftmassen im Anmarsch!

22. Februar 2018 | Skiinfo

Schneebericht: Nach einigen Schneefällen sind nun eiskalte Luftmassen im Anmarsch!- ©Johannes Netzer_Fotolia.com

Viel Schnee, eiskalte Temperaturen - in vielen Skigebieten könnten die Bedingungen derzeit kaum besser sein

Copyright: Johannes Netzer_Fotolia.com

Es ist weiterhin winterlich in den Skigebieten der Alpenländer und die Woche brachte tatsächlich etwas mehr Schneefall als erwartet. Noch in der Nacht zum Donnerstag (22.02.) schneite es in Österreich verbreitet von Kärnten bis nach Vorarlberg, in einigen Regionen Südösterreichs kamen gar bis zu 20cm Neuschnee zusammen. Etwas geringer fielen die Schneefälle in den nördlichen Regionen aus: In Deutschlands Süden kamen meist nur etwa 5cm Neuschnee zusammen - allerdings schneite es in den letzten sieben Tagen sehr regelmäßig, so dass insgesamt einiges an frischem Schnee zusammenkam. In der Schweiz gab es zum Donnerstag vom Unterwallis über den nördlichen Alpenkamm bis nach Nord- und Mittelbünden meist zwischen 5-10 cm Neuschnee, in den letzten sieben Tagen aber verbreitet 20-60cm.

In den kommenden Tagen stehen nur vereinzelt neue Schneefälle an, dafür kann man sich schon jetzt auf eisige Temperaturen einstellen. Die Wettermodelle sind sich einig, dass zum Ende des Wochenendes und dann in den letzten Februartagen eisige Luftmassen von der Ostsee, Skandinavien und dem Baltikum nach Mitteleuropa strömen. Und so könnten sich selbst Flachländler noch einmal mit Temperaturen von -15, -20 °C konfrontiert sehen.

In unserem aktuellen Schneebericht vom 22. Februar bekommt ihr alle wichtigen Infos über die Lage in den Skigebieten, zudem blicken wir natürlich auf die kommenden Tage und berichten, wie das Wetter sich entwickelt.

 

Hier findet ihr alle Schneefälle der letzten 24 Stunden.

Hier findet ihr alle aktuellen Schneehöhen und Schneeberichte aus den Alpenländern.

 

Deutschland

70cm Neuschnee meldeten die Schneeberichterstatter zwischen dem 16.-18. Februar von der Zugspitze, das ist absoluter Spitzenwert in Deutschland. Im Laufe der Woche schneite es auf Deutschlands höchster Erhebung dann nur noch gelegentlich und schwächer, dafür bekamen andere bayerischen Skigebietebis zu 50cm Neuschnee ab: Am Tegelberg schneite es ebenso kräftig wie in Bolsterlang, am Fellhorn und Nebelhorn in Oberstdorf, in Roßfeld Oberau oder am Breitenberg (30-50cm).

Etwas geringer fielen die Niederschläge in den anderen Bundesländern aus. Aus dem Schwarzwald meldete man im Laufe der Woche zwischen 5-10cm Neuschnee, im Harz und im Sauerland blieb es sogar fast komplett trocken. Dennoch herrschen hier in den Skigebieten dank kalter Temperaturen und ganz guter Grundlage weiterhin gute Bedingungen: Zum Beispiel kann das Skigebiet in Winterberg derzeit alle Lifte und Pisten öffnen, in Willingen sind eta 80% der Pisten geöffnet, im Harz sind die Skigebiete in Braunlage, am Bocksberg und in Sankt Andreasberg ebenfalls geöffnet. Im Bayerischen Wald sind zwar wie im Sauerland auch einige Skigebiete wegen zu geringer Schneeauflage geschlossen, in den großen Skigebieten wie am Großen Arberg, in Sankt Englmar oder im Skizentrum Mitterdorf herrschen aber sehr gute Bedingungen und es werden Schneehöhen bis zu 150cm gemessen.

Die größte Schneehöhe hat in Deutschland übrigens weiterhin die Zugspitze mit 390cm, gefolgt vom Dammkar (270cm) und dem Wendelstein mit 252cm.

Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete (inklusive der aktuellen Schneedaten) in Deutschland:

 

 

Viel Schnee, eiskalte Temperaturen - in vielen Skigebieten könnten die Bedingungen derzeit kaum besser sein - © Johannes Netzer_Fotolia.com
Saalbach-Hinterglemm, 19.02.2018 - © https://www.facebook.com/Skicircus
Valentinstag in Courchevel - © Courchevel/Facebook
Obertauern 14.2. - © facebook Obertauern

Österreich

Viel Hochnebel, Sonnenschein, aber auch zum Teil recht ergiebige Schneefälle bestimmten das Wetter in dieser Arbeitswoche in Österreich. In der Nacht zum Donnerstag schneite es stark, zum Beispiel meldeten die Schneereporter aus Innerkrems und der Zillertal Arena 20cm Neuschnee, am Katschberg und aus dem Nassfeld (Kärnten) 10cm, meist kamen zwischen 5-10cm Neuschnee zusammen. Die Schneefallperiode zwischen Dienstag und Donnerstag fiel insgesamt ergiebiger aus als erwartet: Verbreitet meldeten Österreichs Skigebiete in den vergangenen Tagen zwischen 10-40cm Neuschnee.

Auch am Donnerstag und Freitag kann es in Österreichs weitere Schneefälle geben, allerdings vor allem auf der Südseite des Alpenhauptskamms. Am Donnerstag bleibt das Wetter im gesamten Land recht trüb und stark bewölkt, am Freitag ziehen sich die Wolken nach Süden zurück und das Wochenende sollte dann in den Ostalpen meist schön und trocken werden.

Die aktuell größte Schneehöhe melden in Österreich derzeit der Kaunertaler Gletscher mit 595cm Schneehöhe, gefolgt vom Dachstein Gletscher mit 540cm und St. Anton am Arlberg (445cm).

Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete (inklusive der aktuellen Schneedaten) in Österreich:

 

 

Schweiz

Am Alpenhauptkamm auf schweizer Bundesgebiet schneite es in der Nacht zum Donnerstag etwa 5-10cm, ansonsten blieb es meist trocken. Ergiebige Schneefälle meldeten zahlreiche Skigebiete in der Schweiz zwischen dem 16.-18. Februar. Im Lötschental, Saas Fee, in Verbier, aber auch weiter östlich in der Aletsch Arena oder in Samnaun kamen zwischen 30-60cm Neuschnee zusammen. Und so kann man sich über zu wenig Schnee fast im gesamten Land nicht beklagen - über 140 Skigebiete sind geöffnet, meist laufen fast alle Anlagen und die Pisten sind gut in Schuss. In den größten Skiverbünden (Les Portes du Soleil, 4 Vallèes und Zermatt sind zum Beispiel jeweils etwa 90-95% aller Pistenkilometer geöffnet.
 
Die größte Schneehöhe in der Schweiz meldet weiterhin Engelberg Titlis, wo die Schneedecke nach den Schneefällen wieder über sechs Meter dick ist (642cm!). Dahinter rangieren die Skiarena Andermatt-Sedrun (500cm), Laax (482cm) und das Lötschental (470cm).
 
Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete (inklusive der aktuellen Schneedaten) in der Schweiz:
 
 

 

Frankreich

Bis zu einen Meter Neuschnee gab es in den Skigebieten der französischen Pyrenäen in dieser Woche, europäischer Spitzenwert! Auch in den Nordalpen Frankreichs gab es in den vergangenen sieben Tagen Neuschnee, so meldete man zum Beispiel aus La Plagne und Chamonix etwa 30cm frisches Weiß. In den kommenden Tagen, vor allem am Samstag, erwarten die Wetterfrösche neue Schneefälle in den Südwestalpen - in den Bergregionen zwischen Frankreich und Italien dürfte ein knapper halber Meter möglich sein!

Insgesamt sind in Frankreich weiterhin etwa 220 Skigebiete geöffnet, die Bedingungen sind durchweg sehr gut. Alle großen und beliebten Urlaubsskigebiete sind mindestens zu 90% geöffnet. Der Schneehöhen-Spitzenreiter ist aktuell La Rosière mit 455cm, gefolgt von Flaine (445cm) und Morillon (435cm).

Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete (inklusive der aktuellen Schneedaten) in Frankreich:
 
 

 

Italien

In den italienischen Skigebieten sind die durchschnittlichen Schneehöhen in diesem Winter nicht so hoch wie in den anderen Alpenländern, dennoch herrschen in den beliebten Urlaubsregionen sehr gute Bedingungen. Am 20./21.2. schneite es unter anderem im Piemont und in den kleinen Skigebieten der Toskana, wo etwa 20cm Neuschnee gemeldet wurden.

Aktuell die größten Schneehöhen finden wir in Italien im Piemont, im Aostatal, aber auch im Nordosten des Landes. San Domenico di Varzo (420cm), Sella Nevea - Kanin (400cm) und Cervinia-Breuil (395cm) sind hier die Spitzenreiter.

Hier seht ihr eine Auflistung aller offenen Skigebiete in Italien:

 

 

 

Wettervorhersage für den Alpenraum (Stand: 22.02.): Es wird eiskalt!

 

Solltet ihr im Februar noch in die Berge fahren wollen: Bitte die dicke Jacke nicht vergessen! Denn es wird kalt! Zunächst stehen aber vor allem südlich des Alpenhauptkamms am Donnerstag, Freitag und auch noch am Samstag Schneefälle auf dem Programm. Vor allem am Samstag dürfte es in den Südwestalpen (Dauphine, Piemont, Savoie, Hautes-Alpes, Hautes-Savoie, Aostatal) ordentlich Neuschnee geben, bis zu 50cm könnt ihr erwarten. Die Nordalpen bleiben ab Freitag wetterbegünstigt und es wird bis Sonntag meist nur schwache Niederschläge geben.
 
Und dann wird es frisch: Die europäischen und amerikanischen Wettermodelle gehen von einer merklichen Abkühlung in Mitteleuropa aus. So dürfte es zwischen Sonntag (25.2.) und Mittwoch (28.2.) nochmal um einige Grad kälter werden und selbst im Flachland Temperaturen im zweistelligen Minusbereich geben. Grund dafür ist kalte Luft von Nordosten: Ein Hoch zwischen Island und Skandinavien treibt auf seiner Rückseite eisig kalte und trockene Polarluft nach Deutschland und Mitteleuropa, ein sogenannter "Arctic Outbreak". Auf dem Bild für Dienstag (27.02.) sieht man gut, wie die eiskalten Luftströme nach Deutschland und bis zu den Alpenregionen reichen. Ergiebige Niederschläge darf man dann vorerst nicht erwarten, inwieweit sich aber Bewölkung bildet und ob es eher freundlich oder trüb wird, ist derzeit noch schwer abzuschätzen.
 

Temperaturentwicklung, ECMWF-Modell, Bild für Dienstag 27.02.2018

 

Schnee- und Regenvorhersage, Windy.com

 

WePowder Forecast, 23.02.

 

Wetter.com, Ausblick Deutschland, 22.02.

 

Wetteronline, Vorhersage Deutschland, 22.02.2018


 

Meteogramm, GFS-Wettermodell, 22.02-03.03., www.wetterzentrale.de

 

Bodenmais (GER)

 

Adelboden (SUI)

 

Damüls (AUT)

 

 

Hier findet ihr die 3-Tages-Schneevorhersage für Europa.

 

Lawinenlageberichte

 

Bayern (Lawinenwarndienst Bayern, 23.02.): "Im bayerischen Alpenraum herrscht oberhalb 1500m eine mäßige Lawinengefahr. Unterhalb von 1500m ist die Lawinengefahr als gering einzustufen. Örtliche Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen oberhalb 1500m im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen Südwest über Nord bis Nordost, sowie in frisch eingewehten Rinnen und Mulden und am Übergang von wenig zu viel Schnee. In diesen Bereichen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung die Auslösung von Schneebrettlawinen möglich. Lawinen sind aber meist klein und die Absturzgefahr ist in exponiertem Gelände besonders zu beachten. Bis auf vereinzelte, kleinere Gleitschneelawinen auf steilen Wiesenhängen ist nicht mit der Selbstauslösung von Lawinen zu rechnen."

 

Zum Lawinenlagebericht Bayern

ALL: Allgäuer Alpen
WFK: Werdenfelser Alpen

Tirol (Lawinenwarndienst Tirol, 23.02.: "Die Lawinengefahr in Tirol ist verbreitet mäßig, im Westen und entlang des Alpenhauptkammes aber immer noch erheblich. Die Hauptgefahr bilden frische und ältere Triebschneeansammlungen. Diese sind zwar meist eher klein, können zum Teil aber schon bei geringer Zusatzbelastung als Lawine ausgelöst werden. Gefahrenstellen liegen in steilen Hängen und Kammlagen oberhalb etwa 2200m, bevorzugt in den Expositionen von Ost über Süd bis West. Da die Gefahrenstellen häufig von etwas lockerem Schnee überdeckt sind, können sie im Gelände nur schwer erkannt werden. Unterhalb etwa 2200m ist weiterhin auf einzelne Selbstauslösungen von Gleitschneelawinen zu achten."

 

Vorarlberg (Lawinenwarndienst Vorarlberg, 23.02.): "Die Lawinengefahr ist verbreitet mäßig, in hohen Lagen gebietsweise aber auch erheblich. Die Hauptgefahr geht von den kleinräumig frischen, leicht auslösbaren Triebschneeansammlungen oberhalb etwa 2200m aus. Gefahrenstellen liegen im kammnahen Steilgelände der Expositionen Süd über Nord bis Nordost, sowie in eingewehten Rinnen und Mulden. Ältere Gefahrenstellen in oberflächennahen Schneeschichten sind noch vorwiegend oberhalb ca. 2000 m vorhanden. Diese finden sich vor allem in Kammlagen sowie in Rinnen und Mulden aller Expositionen. Kleine, vereinzelt auch mittlere Schneebrettauslösungen sind dort vor allem noch mit großer Zusatzbelastung und am ehesten an Übergängen von wenig zu viel Schnee möglich. Bei Sonneneinstrahlung sind spontan kleine Lockerschnee- und Schneebrettlawinen aus extremem Steilgelände möglich. An steilen Grashängen vor allem von Ost über Süd bis West, aber auch in den anderen Expositionen, ist trotz tiefer Temperaturen weiterhin auf Gleitschneelawinen zu achten. Zonen unterhalb von Gleitschneerissen sollten möglichst gemieden oder zügig passiert werden."

 

Schweiz (SLF, 23.02.): "Lawinenauslösungen durch Personen sind in oberflächennahen Schneeschichten möglich, wo teils Oberflächenreif oder kantig aufgebaute Schwachschichten eingelagert sind. Diese Gefahrenstellen sind oft überschneit und kaum zu erkennen. Mit der Bise entstanden vor allem den Voralpen entlang und sonst in Kamm- und Passlagen gut sichtbare, meist kleine Triebschneeansammlungen. Die mittleren und unteren Schichten der Schneedecke sind gut verfestigt und stabil. In Mittelbünden, im Engadin, in den Bündner Südtälern und im Tessin ist die Basis der Schneedecke etwas schwächer. Eine Lawinenauslösung in diesen tiefen Schichten ist aber wenig wahrscheinlich."

 

Aktuelle Eindrücke aus den Sozialen Netzwerken

 
Sonniger Wochenstart am Sudelfeld, 19.02.
 
 
 
Serfaus Fiss Ladis, 21.02.
 
 

Skicurcus Saalbach Hinterglemm Leogang, 19.02.

 
 
 
Kaunertaler Gletscher, 21.02.
 
 

Kaiserwetter in Lech Zürs, 19.02.

 
 
Hintertuxer Gletscher, 21.02.
 
 
Sölden, 19.02.
 
 
 
Balderschwang, 21.02.
 
 
Kitzsteinhorn, 19.02.
 
 
 
Postwiese Neuastenberg, 18.02.
 
 
Ischgl, 19.02.
 
 
Davos, 19.02.
 
 
Courchevel, 19.02.
 
 
Kitzbühel, 19.02.
 

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