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So entsteht eine Outdoor-Jacke: Ein Blick hinter die Kulissen von BLACKYAK

10. Dezember 2018 | Skiinfo | BLACKYAK (Anzeige)

So entsteht eine Outdoor-Jacke: Ein Blick hinter die Kulissen von BLACKYAK- ©BlackYak

Der Bergsteiger Jost Kobusch ist einer der BLACKYAK-Athleten und in den Entwicklungsprozess der Produkte voll integriert

Copyright: BlackYak

BLACKYAK – Made for Missions. Dieser Satz kommt nicht von ungefähr. Bereits Anfang der 70er Jahre legt der südkoreanische Geschäftsmann Tae Sun Kang den Grundstein für eine erstaunliche Erfolgsgeschichte. In der Hauptrolle ein schwarzes Yak. Doch alles der Reihe nach.

Der begeisterte Bergsteiger Tae Sun Kang hatte den Traum, einen 8.000er zu besteigen. Als Ziel hatte er sich den legendären Cho Oyu ausgesucht. Alleine unterwegs vom Basecamp zum Lager 1 wurde er allerdings von plötzlichem Nebel und Schneesturm überrascht. Orientierungslos und kurz vor dem Erfrieren wartete er, dass sich das Wetter bessert – ohne Chance. Als er in der Ferne die Umrisse eines schwarzen Yaks erkennt, folgt er ihm intuitiv und kommt so wieder zurück zum Basecamp. Die Mission muss er zu diesem Zeitpunkt zwar begraben, aber die Inspiration zu einer eigenen Bekleidungsmarke war geboren.

BLACKYAK

Heute zählt BLACKYAK zu den marktführenden Herstellern von Outdoorbekleidung und ist seit 2016 mit einer eigenen Kollektion in Deutschland und Europa sowie seit 2017 in USA und Kanada erhältlich. Hinter den Produkten steht ein aufwändiger Entwicklungsprozess mit intensiven Testphasen in den Bergen. Denn BLACKYAK ist nicht nur von einem Bergsteiger gegründet, sondern auch bis heute beliebter Expeditionsausrüster.

 

Doch wie entstehen die Produkte? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen von BLACKYAK, um zu sehen, wie die Highend-Outdoorbekleidung entsteht und was die Krux dabei ist.

 

Die Entwicklung hört nie auf

 

BLACKYAK arbeitet für die globale Kollektion mit dem Entwicklungsbüro „Development Never Stops (DNS“) aus der Schweiz zusammen. Der Firmenname gibt die gemeinsame Devise vor: Die Entwicklung geht immer weiter voran! Und so überrascht es nicht, dass das südkoreanische Unternehmen mittlerweile die Marke ist, die bei der ISPO Sportmesse die meisten Awards einheimsen konnte.

 

Designprozess bei BLACKYAK  - © BLACKYAK

Designprozess bei BLACKYAK

Copyright: BLACKYAK
 

Aber wie setzt man sich heute im viel umkämpften Outdoormarkt der „Premium-Brands“ gegen die namhafte Konkurrenz durch? Vor allem natürlich mit Qualität, aber auch mit ganz besonderen Materialkombinationen, die Outdoorsportlern das Leben leichter machen. So werden zum Beispiel bei der Bakosi Jacket, einer vielseitigen und leichten Daunenjacke für Skitourengeher und Bergsteiger, Daunen, PrimaLoft Gold und das hochatmungsaktive Polartec Alpha verwendet. Diese Kombination macht den Herstellungsprozess natürlich sehr aufwändig. Weil aber jedes der drei Materialien unterschiedliche Eigenschaften und Vorteile hat, lohnt es sich: Natürliche Daunen bieten immer noch das beste  Verhältnis von Isolation, Gewicht und Packmaß, haben aber den Nachteil, dass sie nicht mehr gut warm halten und isolieren, wenn sie feucht werden. Hier kommt PrimaLoft Gold ins Spiel, eine der derzeit besten Kunstfasern auf dem Markt. Sie hat hydrophobe Eigenschaften, nimmt also deutlich weniger Feuchtigkeit auf als Daune, bietet aber ähnlich gute Bausch- und Isolationswerte. Polartec Alpha schließlich wird bei dieser Jacke im Rückenbereich verwendet, wo man schnell und viel schwitzt und daher eine optimale Luftdurchlässigkeit benötigt. Die Zonierung von Bekleidungsstücken, der gezielte Einsatz von speziellen Materialien an unterschiedlichen Körperstellen, das zeichnet eine gute Outdoorjacke also aus.

 

BLACKYAKBLACKYAK geht aber noch einen Schritt weiter: Wenn sich für ein spezielles Einsatzgebiet nicht das ideale Material am Markt findet, macht man nicht einmal vor der Entwicklung eigener Stoffe Halt. Da wird schon mal an den Laminaten der 2-oder 3-Lagen-Jacken getüftelt, neue Kleber oder Backer verwendet, besonders starkes Nahtband verwendet und vieles mehr. Auch beim Design selbst möchte man natürlich keine Kompromisse eingehen. Panels werden zum Beispiel so angeordnet, dass man keine störenden Nähte auf den Schultern oder im Schritt hat. Beim Nagori Shirt, einem Mid Layer für aktive Winter- und Outdoorsportler, findet man große Netztaschen an der Außenseite – ein praktisches Designelement, was man so bei anderen Marken nicht sieht. Das Markenzeichen von BLACKYAK ist bei den Produktdesignern auch immer im Kopf: Die Umrisse, die Hörner, die lange Schnauze und der kräftige Rücken sind bei fast allen Bekleidungsstücken integriert - eine Hommage an das Yak.

 

Enge Kooperation mit den Athleten

 

Von der ersten Zeichnung bis hin zu Prototypen entstehen im DNS Entwicklungsbüro in enger Zusammenarbeit mit dem BLACKYAK Team und den Athleten die unterschiedlichen Kollektionen. Aufgrund des umfangreichen Maschinenparks können bereits bei der Kollektionsentwicklung die unterschiedlichen Materialien und Verarbeitungstechniken getestet und mit modernen Designelementen verknüpft werden. Nach Fertigstellung der Prototypen werden diese von den BLACKYAK Athleten im Training und bei Expeditionen den extremsten Situationen ausgesetzt.

 

Einer davon ist der Pole Adam Bielecki, der die höchsten Gipfel der Welt ohne Sauerstoff erklimmt – und das vornehmlich im Winter. Zusammen mit DNS und dem Research & Development Team von BLACKYAK gibt Adam wichtigen Input für die Entwicklung der Bekleidung für seine Unternehmungen. So braucht Bielecki zum Beispiel bei seinen Expeditionen und Klettereien viel Bewegungsfreiheit, was BLACKYAK dazu veranlasste auch bei einer Daunenjacke Stretch-Zonen zu integrieren – eine bisher einzigartige Technologie. Allein an einem Expeditionsanzug für ihn arbeiten die Schneider bei DNS bis zu 80 Stunden. 2019 kommt dieser Anzug, an dem die Entwickler vier Jahre herumgetüftelt haben, in die Läden. 

 

Bilder & Videos

Jost Kobusch - © BlackYak
Designprozess bei BLACKYAK - © BLACKYAK
Produktentwicklung bei BLACKYAK - © BLACKYAK
Prototypen-Erstellung bei BLACKYAK - © BLACKYAK

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Bielecki kann die entwickelten Bekleidungsstücke als einer der Ersten intensiv und unter außergewöhnlich harten Bedingungen testen. Als einer der besten Bergsteiger weltweit muss er natürlich auf jedes Detail achten, denn an den höchsten Bergen der Welt sollte man in puncto Ausrüstung nichts dem Zufall überlassen. Kehrt er von einer Expedition zurück, nehmen die Produktentwickler die von ihm benutzten Kleidungsstücke akribisch unter die Lupe: Wo sind sie besonders beansprucht worden? Sind die Nähte alle in Ordnung? Sind irgendwo Schwachstellen zu sehen? Diese Erkenntnisse werden dann bei der Finalisierung des Kollektionsstückes berücksichtigt.

 

In der Regel werden mehrere Prototypen angefertigt bis Entwickler und Athlet zufrieden sind. Die Erfahrungen des Athleten mit der Bekleidung haben somit direkten Einfluss auf die Entwicklung der BLACKYAK Kollektionen, die im Handel erhältlich sind. Sie gehen erst dann in die Produktion, wenn jede Naht richtig sitzt, alle Wünsche der Athleten berücksichtigt sind und sich die neuen Materialien bewährt haben. Zudem erhalten die Produkte nach der Freigabe durch die Athleten und des Entwicklungsteams von den Designern noch die passende Optik und die optimalen, an die jeweiligen Zielmärkte angepassten Schnitte.

 

BLACKYAK
Das BLACKYAK Design zeichnet sich dabei durch unauffällige, tonale Logos und starke, eher gedeckte Farben aus. Als Inspiration für die Farbkarte dienen zum Beispiel die verschiedenen Gewürze aus der Himalaya Region. Das Yak wird immer wieder dezent im Design integriert. So ergeben zum Beispiel bei manchen Jacken Nahtführungen und Stoffeinsätze die Umrisse eines Yak Kopfes. Und damit sind wir wieder am Anfang der Geschichte. Denn wie das Yak für den Menschen ein wichtiger Begleiter am Berg ist, so will BLACKYAK den Bergsteiger bei seiner Tour unterstützen und ein verlässlicher Partner sein.

 

Mehr zur Geschichte und über die Produkte von BLACKYAK erfahrt ihr hier: global.blackyak.com/de/

 

 

Mehr zur Entwicklungsarbeit bei Blackyak findet ihr hier: http://global.blackyak.com/de/magazine/development

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