Im Skigebiet Crans Montana in der Schweiz hat am 19.02.2019 gegen 14:15 Uhr eine Nassschneelawine eine Piste getroffen. Die Lawine traf die Piste "Kandahar" an einer Stelle namens "Passage du Major" unter der Plaine-Morte auf einer Länge von 400 Metern. Mehrere Menschen wurden von den Schneemassen, die sich bis zu 2m hoch auf der Piste türmten, verschüttet. Für einen Mann kam die Rettung leider zu spät, er erlag seinen Verletzungen. Der 34-jährige Pistenkontrolleur war bei den Bergbahnen angestellt und zum Zeitpunkt des Unglücks in einem Rettungseinsatz auf der Piste, um einer verletzten Person zu helfen. Der Franzose hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Die Rettungsmannschaften waren mit fast 250 Menschen, einem Dutzend Lawinenhunden, acht Hubschraubern, Armee-Mitarbeitern, Bergrettern, mehreren Pistenfahrzeugen und zahlreichen Polizisten vor Ort und sondierten die Schneemassen anderthalb Tage lang. Insgesamt wurden vier Menschen verschüttet, zwei konnten bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Am Mittwoch wurde die Suche nach weiteren Vermissten eingestellt.

Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte in Crans-Montana Lawinenwarnstufe 2, am Tag zuvor allerdings noch Stufe 3. Die Piste vom höchsten Punkt des Skigebietes wird im Frühling oft geschlossen, eben aufgrund der Gefahr von abrutschenden Hängen, die von der Sonneneinstrahlung aufgeweicht und schwer werden. Ob die Piste eventuell sogar gesperrt war oder warum die Verantwortlichen sie trotz Ankündigung auf ihrer Website, dieses zu tun, nicht gesperrt haben, untersucht nun die Staatsanwaltschaft.