Italienische Behörden in der Piemonte-Region haben ein Gesetz verabschiedet, das das Tragen von Lawinensicherheitsausrüstung für Skifahrer und Snowboarder abseits der Pisten zwingend vorschreibt. Zur erforderlichen Ausrüstung gehört nunmehr ein Lawinensignalfeuer, eine Schaufel sowie eine Lawinensonde, falls sich Wintersportler außerhalb der markierten Skipisten wagen. Dieses Gesetz gilt auch für Ski-Alpinismus.

Die Geldstrafen können bis zu €250 betragen, sollte es sich herausstellen, dass die vorgeschriebene Ausrüstung nicht getragen wurde. Desweiteren könnte dies zur Ungültigkeit der Versicherungspolicen führen. Unter dem im Jahre 2003 verabschiedeten Landesrecht mussten Skifahrer bislang lediglich Lawinensignalfeuer mit sich führen, wenn ein offensichtliches Lawinenrisiko (Risikostufe 3 oder höher) vorlag.

Man hofft, mit dem neuen Gesetz die Anzahl der tragischen Unfälle während der Wintersaison zu vermindern. Im Mai 2008 haben Retter die Leichen fünf französischer Ski-Alpinisten geborgen, die durch eine Lawine in Piemonte weggerissen wurden. Die Leichen wurden kurz nach Dämmerungseinbruch nach Einstellung der nächtlichen Suche aufgrund mangelhafter Sicht und schlechter Wetterverhältnisse gefunden.

Die Berge von Piemonte bildeten die einzigartige Kulisse der Turiner Winterolympiade im Jahre 2006. Die Region kann mit 53 Skigebieten, 1.300 Pistenkilometern sowie 300 Sessel- und Seilbahnen aufwarten. Zu den populärsten Skigebieten in der Region zählen Valle di Susa, [R1603R, Sestriere], Vialattea, [R2260R, Claviere], Montagnedoc, [R1609R, Pragelato], Val Chisone und Val Germanasca.