Wie immer war der ISPO-Stand von Mammut extrem gut besucht. Und zwar zu Recht, denn vor allem im Safety-Sektor gab es einiges zu berichten. Zunächst wurde das bereits bekannte Snowpulse Lifebag System weiterentwickelt und das Mammut Protection Airbag System erfunden. Die spezielle Airbagform, das Kissen legt sich wie ein überdimensionales Nackenkissen um den Kopf, schützt Kopf-, Nacken- und Brustbereich vor Verletzungen - und das ist eine mehr als sinnvolle Neuheit, denn bei vielen Lawinenabgängen werden tödliche oder schwere Verletzungen durch Sturzschäden und mechanische Einwirkungen hervorgerufen. Neu ist, dass das Airbagsystem vollständig ausbaubar ist und man dadurch immer den passenden Rucksacktyp für den jeweiligen Einsatzbereich wählen kann. Die „Head on Top Technology“ soll dafür sorgen, dass der Verunfallte in den meisten Fällen mit dem Rücken hangabwärts, mit dem Kopf an der Schneeoberflache zu liegen kommt. Dies ist die ideale Position, damit die Atemwege nicht vom Schnee bedeckt werden, wodurch die Erstickungsgefahr verringert wird. Hintergrund der Head on Top Technology ist die spezielle Form und Platzierung des Airbags: Das Hauptauftriebsvolumen des Airbags befindet sich, wie bereits erwähnt, um und über dem Kopf des Sportlers.

Ganz kurzfristig vor der Messe wurde auch die Entwicklung der neuen Firmware 4.0 für das Mammut LVS-Gerät Barryvox bekanntgegeben. Die Funktion "Assistierte Feinsuche und Sondierindikation" gibt nun bei der Feinsuche/Punktortung ein Signal aus, wenn man sich wieder vom bereits entdeckten Verschütteten entfernt. Die Suchzeit beim Auskreuzen wird so optimiert und dem Retter angezeigt, wann er die Feinsuche beenden kann und und mit Sondieren beginnen sollte. Nähere Informationen zu diesem Feature, das im Winter 2013/2014 hoffentlich die Verschüttetensuche mit Mammut-Geräten noch schneller möglich macht, waren leider noch nicht zu bekommen. Wir halten euch auf dem Laufenden.