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Nach Lawinenabgang: Freeride World Tour in Kappl abgebrochen

3. Februar 2015 | Skiinfo

Start-Area bei der Freeride World Tour 2015 in Fieberbrunn

Start-Area bei der Freeride World Tour 2015 in Fieberbrunn

Copyright: ©freerideworldtour.com / DAVID CARLIER

Der Contest der SWATCH FREERIDE WORLD TOUR FIEBERBRUNN KITZBÜHELER ALPEN BY THE NORTH FACE® (FWT) in Kappl/Tirol wurde heute abgebrochen, nachdem Freeskier Julien Lopez (FRA), der als zweiter Teilnehmer an den Start gegangen war, eine Lawine ausgelöst hatte.

Der Tag an der Quellspitze (2800 m) begann mit Sonne und kalten Temperaturen. Aber kurz nachdem Julien Lopez (FRA) in den mittleren Teil des Hanges eingefahren war, löste sich eine Lawine (50 cm Abriss, 40 m breit und 100 m lang), während er nach einem Sturz bergauf stieg, um einen verlorenen Ski zu holen. Julien Lopez wurde von dem Schnee erfasst und löste sofort sein ABS Airbag System aus. Er erlitt lediglich leichte Prellungen am rechten Bein und den Rippen.

Das Sicherheitsteam war sofort bei ihm, nachdem der Schnee zum Halten gekommen war. Lopez konnte selbstständig auf Ski ins Ziel abfahren, wo er vom Ärzteteam untersucht wurde. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen, welche die Veranstalter treffen, um die Hänge zu sichern, gibt es in den Bergen keine hundertprozentige Sicherheit. Auf der Freeride World Tour verfolgt ein Team professioneller Bergführer die Entwicklung der Schneeverhältnisse auf den Wettkampfhängen schon lange, bevor sie einen Hang freigeben.

An der Quellspitze führten die Bergführer am Montag, dem Tag vor der Veranstaltung, nach den letzten Schneefällen Lawinensprengungen durch. Eine dieser Sprengungen wurde nur fünf Meter vom Abriss der heutigen Lawine ausgelöst. Dies zeigt, wie unvorhersehbar Schneeschichten sein können. Bei jedem FWT-Event steht ein Notfallhelikopter mit einem Rettungsteam für den Fall bereit, dass trotz der ständigen Beurteilung der Schneeverhältnisse im Hang das Unvorhergesehene eintreten sollte.

Alle Rider auf der FWT sind verpflichtet, ein Lawinen-Airbag-System, Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel und Sonde sowie Rückenprotektor und Helm zu tragen. Sie sind alle austrainierte Profis, die vor jeder Saison an einem Sicherheits-Workshop der FWT teilnehmen müssen, um optimal auf die Risiken dieses Sports vorbereitet zu sein. "Wir sind froh, dass Julien in Sicherheit ist und hoffen, dass dieser Vorfall alle Freerider und Tourengeher daran erinnert, dass sie immer ihre Sicherheitsausrüstung mit sich führen sowie das Vorgehen im Falle eines Lawinenabgangs sicher beherrschen und immer wieder trainieren müssen“, sagte FWT General Manager Nicolas Hale-Woods (SUI). „Es ist unsere Pflicht, in Sachen Risikomanagement als Vorbild zu dienen. Wir können nicht oft genug betonen, dass Sicherheit an erster Stelle steht. Deshalb haben wir den Wettbewerb heute abgebrochen."

Die Damen hatten ihren Ski-Wettbewerb noch in Fieberbrunn austragen können, mehr Infos und Bilder davon gibt es hier: http://www.skiinfo.de/news/a/594041/sicherheit-geht-vor--freeride-world-tour-fieberbrunn-nach-dem-damen-ski-bewerb-verschoben

Video

Quelle: Freeride World Tour

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