Wir haben unserere Experten Dr. Guido Köstermeyer und Christian Bindhammer um ihre Meinung zum Dehnen gebeten.

Dr. Guido Köstermeyer:
"Die Beweglichkeit ist für Kletterer wichtig, daher ist ein Dehntraining unerlässlich. Insbesondere das hohe Antreten oder das Spreizen sind für den Kletterer leistungsbestimmende Faktoren. Die Dehnung der Unterarme und Arme stimmt auf die Belastung beim Klettern ein und beugt auch Verletzungen vor. Im Bereich des Schultergürtels ist es wichtig zu wissen, dass intensives Dehnen wie Krafttraining wirkt. Um Schulterverletzungen zu vermeiden, sollte man daher besser die schwachen Muskeln am Schultergelenk kräftigen, als die starken - wie die Brustmuskulatur - zu dehnen."

Christian Bindhammer:
"Besonders wichtig ist für mich ein Dehnabwärmprogramm. So lässt sich der Muskelverkürzung gut entgegenwirken und man bleibt auch nach vielen Jahren Hochleistungstraining von schwerwiegenden körperlichen Problemen durch einseitige Belastungen verschont. Deshalb empfehle ich jedem Klettersportler, unbedingt zehn Minuten für ein effektives Dehnprogramm am Trainingsende mit einzuplanen."