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Trendsport Slackline (Folge 1) - Begriff, Geschichte und Entwicklung

2. November 2007 | bergleben.de

Slackline

Slackline

Copyright: (C) alpinstil.de
Man sieht sie immer häufiger in Deutschland: die Slackliner. Menschen, die auf einem gespannten Seil (wobei es eigentlich gar kein Seil ist) zwischen zwei Bäumen, Pfählen oder Stangen hin und her laufen und versuchen, das Gleichgewicht zu halten. mountains2b.com erklärt euch in einem Themenspecial, worum es beim Slacklinen geht und was den Reiz dieser Sportart ausmacht.

Vier Folgen
In fünf Ausgaben werden wir euch folgende Themen rund um das Slacklinen redaktionell aufarbeiten und alles Wichtige zusammentragen:

1. Folge: Begriff, Geschichte, Entwicklung
In der heutige Folge stellen wir euch das Slacklinen vor. Worum geht es überhaupt, wo kommt die Sportart her und wie hat sie sich entwickelt?

2. Folge: Material
Die zweite Folge behandelt das Thema "Material" - was ist das Besondere an einem Slackline-Band, wie befestigt man es am besten und warauf sollte man achten?

3. Folge: Slackline und Koordination
Der dritte Teil geht in Richtung der Trainingswissenschaft. Wir erklären, welche koordinativen Fähigkeiten durch Slacklinen geschult werden, wie Sie die Trendsportart in einen Trainingsplan integrieren können und was das Besondere an ihr ist.

4. Folge: Übungen und Tricks auf dem Slackline
Die vierte Ausgabe des Specials stellt Ihnen Übungen und Tricks auf der Slackline vor.

Bilder & Videos

Slackline - © (C) alpinstil.de
Slackline - © flickR_gego_2605
Slackline - © flickR_Will_hybrid
Gleichgewicht - © flickR_motli

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Was ist Slackline?
"Slackline" wörtlich zu übersetzen, fällt zunächst nicht ganz leicht. "Slack" bedeutet soviel wie schlaff, entspannt und "line" Schnur oder Leine. Der wörtlichen Übersetzung nach handelt es sich also um eine schlaffe Leine, auf der immer mehr Jugendliche und faszinierte Erwachsene auf und ab gehen. Da das Band beim Aufhängen allerdings stark gespannt wird, ist der Begriff Slackline ("schlappe Leine") eigentlich gar nicht zutreffend.

Seiltanz oder Slackline?
In seinem Grundlagenwerk "Walk the line" aus dem Jahr 2005 beschreibt Scott Balcom den Unterschied zwischen Seiltanz und Slacklinen folgendermaßen: "Wenn Passanten im Park jemanden auf einer Slackline sehen, denken viele sofort an Zirkus und Seiltänzer auf einem Stahlseil... Eine Slackline kann sehr straff gespannt sein, ist aber kein Seil sondern ein flaches Nylonband, welches zwischen zwei Ankerpunkten so straff gespannt wird, dass man darauf gehen kann."
Das Besondere im Vergleich zum Seiltanz auf einem Stahlseil ist, das die Slackline elastisch ist und unter der Last des Balancekünstlers nachgibt.

Erstmals in Amerika beobachtet
Der Ursprung der Sportart Slackline geht auf das Jahr 1979 zurück, als die Kletterer im Yosemite Nationalpark begannen, auf ihren Materialien zu balancieren. Keine Frage: Seiltanz auf dem Stahl- oder Schlappseil gibt es schon mehrere Jahrhunderte, sogar in der Antike wurde bereits über auf Seilen gehende Menschen berichtet. Doch das Balancieren auf einem nachgebenden, gespannten Band ist eine neuartige Form der koordinativ anspruchsvollen Übung.

In Deutschland erst ab dem Jahr 2005 zu erwerben
Erst zur Jahrtausendwende wurde das Slackline-Gehen auch von Nicht-Kletterern entdeckt und zu einer neuen Trendsportart. Doch erst seit dem Jahr 2005 gibt es Herstellerfirmen, die das notwendige Equipment zur Ausübung des Sports verkaufen. Seit dem hat sich Slackline aber enorm entwickelt: Mittlerweile gibt es zahlreiche Formen des Slackline-Gehens (Trick-line, Longline und die Extremvariante Highline) und viele verschiedene Tricks, auf die in den kommenden Folgen dieses Themenspecials noch eingegangen wird.

Vieles mehr über die Trendsportart Slackline findet ihr auch auf der Internetseite www.alpinstil.de!

Quellen:
- Andreas Kroiß: "Der Trendsport Slackline und seine
Anwendungsmöglichkeiten im Schulsport", 2006
- www.wikipedia.de
- www.slackliner.de

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