Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für das Slacklinen. Nachdem wir in der ersten Folge die Geschichte und Entwicklung des Slacklinens beleuchtet haben, in der zweiten Folge erklärt haben, welches Material man dazu benötigt und in der dritten Folge auf die Koordination eingegangen sind, folgt nun der Gang in die Praxis. Was kann man auf der Slackline so alles anstellen? Welche Tricks gibt es und wie fange ich am besten damit an?

Vom Leichten zum Schweren
Wichtigste Grundregel, wenn man eine sportliche Technik (und dazu gehören die verschiedenen Tricks auf der Slackline) erlernen möchte: Vom Leichten zum Schweren! Das bedeutet, dass man nicht mit den schwierigen Übungen anfangen, sondern bei einer niedrigen Schwierigkeitsstufe beginnen sollte. Die folgenden Techniken und Tricks sind ähnlich aufgebaut, es geht leicht los und wird immer schwerer.

Gehen mit Unterstützung
Bevor es an irgendwelche Tricks heran geht, ist das Gehen auf der Slackline Schritt Nummer eins. Die besten Lernfortschritte macht man, wenn man Unterstützung anfängt. Man kann sich an einem Partner festhalten, Seile aufspannen oder wenn man in einer Turnhalle beginnt, die Slackline zwischen einem Barren spannen und die Holme zum Abstützen nutzen.

Auf die Leine kommen
Der zweite Schritt ist das Steigen auf die Slackline vom Boden aus. Die Schwierigkeit: Wenn man ein Bein auf die Line stellt und anschließend das zweite Bein vom Boden nimmt, fängt die Slackline an zu schwingen. Dies kann man reduzieren, indem man den zweiten Fuß nahe am Band platziert, so dass der Schwerpunkt direkt über dem Fuß ist, der als erstes auf die Slackline gestellt wird.

Aufstehen
Eine gute Übung ist das Aufstehen aus der Hocke. Dazu fängt man am besten in der Mitte der aufgespannten Slackline an. Dort schwingt die Slackline nicht so schnell. Und dann: Langsam in die Hocke gehen, den Schwerpunkt über die Slackline halten und anschließend den Druck senkrecht nach unten ausüben und wieder aufstehen.

Tricks für Fortgeschrittene
Hat man diese Grundtechniken auf der Slackline in seinem motorischen Gedächtnis verankert und beherrscht sie sicher, dann kan man langsam seinen eigenen Slackline-Style entwickeln. Ähnlich wie bei anderen Sportarten kann auf der Slackline mit Tricks und Kunststücken ein bestimmter Stil vertreten werden. Gute Beispiele dafür sind Sportarten wie Snowboarden, Skateboard fahren oder New School Skiing. Hier ein paar BEispiele, was man auf der Slackline alles anstellen kann:

- auf die Leine springen
- Butt-Bounces (mit dem Gesäß auf die Line bouncen)
- Double Knee Drop (Sitz auf den Sprunggelenken, jeweils ein Knie auf jeder Seite der Line)
- Half Dane (Beim Double Knee Drop wird ein Bein nach vorne auf die Line gelegt)
- 180, 360, 540 Grad Drehungen
- gehen mit einem Tablett
- rückwärts gehen
- auf der Line surfen (durch Gewichtsverlagerung die Line zum schwingen bringen): hier gibt es viele Variationen
- in gehockter Postition gehen
- hinlegen
- Gehen auf "long lines" über 20 Meter Länge
- von einer Line zur anderen springen
- Handstand
- Rad
- hohe Sprünge
- Sprung mit verschiedenen Grabs
- Salto vorwärts (Frontflip)
- Salto rückwärts (Backflip)

Der Fantasie ist beim Slacklinen keine Grenze gesetzt! Eine gute Übersicht über mögliche Tricks auf der Slackline finden Sie bei www.slacklineexpress.com oder bei www.slackline.at.

Alles Interessante über die Trendsportart Slackline in Deutschland gibt es auf der Internetpräsenz www.alpinstil.de!

Quellen:
- Andreas Kroiß: "Der Trendsport Slackline und seine
Anwendungsmöglichkeiten im Schulsport", 2006
- www.slackline.at
- www.slacklineexpress.com