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Reisen in Neuseeland: Die besten Tipps für Outdoor-Aktive

26. August 2015 | Bergleben.de | Julia Mohr

Reisen in Neuseeland: Die besten Tipps für Outdoor-Aktive- ©Florian Reuter | Julia Mohr

Camping-Paradies Neuseeland

Copyright: Florian Reuter | Julia Mohr

„Als Gott die Welt erschaffen hatte und abschließend sein Werk betrachtete, stellte er fest, dass in der unendlichen Weite des Pazifiks noch etwas fehlte. Er nahm von jedem Erdteil das Schönste und Beste und erschuf zwei große Inseln von zauberhafter Schönheit – NEUSEELAND.“

 

Dieser bekannte Maori Spruch klingt zunächst sehr übertrieben, doch ist man einmal dort, kann man sich diese Entstehung des Landes gut vorstellen, denn Neuseeland bietet wunderschöne und kontrastreiche Szenarien. Mehr Vielfalt und Schönheit kann ein Land kaum bieten: schwarze oder weiße Strände, malerische Wasserfälle, tropische Regenwälder, weite Ebenen, enge Schluchten, kalte Gletscher, heiße Vulkane, grandiose Panoramen - Neuseeland ist ein unglaubliches Stück Erde. Die Nordinsel ist für ihre exotischen Strände, dichten und alten Wälder, grünen Hügel und die dicksten, größten und ältesten „Kauri“-Bäume bekannt, wohingegen die Südinsel einen Kontrast dazu darstellt. Hier gibt es schneebedeckte Gipfel, kilometerlange Gletscher, weit ins Land reichende Fjorde und sogar Pinguine zu sehen. Ein wichtiges Merkmal der Inseln sind die überall verteilten Vulkane und Geysire, mit denen man während einer Reise sicher in Kontakt kommt.

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Camping-Paradies Neuseeland - © Florian Reuter | Julia Mohr
Reisen in Neuseeland - © Florian Reuter | Julia Mohr
Reisen in Neuseeland - © Florian Reuter | Julia Mohr
Reisen in Neuseeland - © Florian Reuter | Julia Mohr

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Reisezeit

Neuseeland ist ein perfektes Land, um die Flora und Fauna zu Fuß kennen zu lernen. Das Wetter ist vergleichbar mit Deutschland, nur genau umgekehrt. Ist in Deutschland Winter, ist dort Sommer und andersherum. Die beste Reisezeit ist deshalb während unseres Herbstes (dort Frühling) oder unseres Frühlings (dort Herbst). Zu diesen Jahreszeiten liegen die Temperaturen (normalerweise) genau richtig für lange Wanderungen durch die Berge oder am Strand. Perfekt ist der Monat März, denn dann ist das Wasser noch warm vom Sommer, die meisten Urlauber sind bereits wieder abgereist und die Tourismus-Branche lockt mit Rabatten.

 

Wenn ihr im Internet nach den Begriffen „Neuseeland“ und „wandern“ sucht, werdet ihr mit Ergebnissen überhäuft. Besonders bekannt sind die definierten „Great Walks“. Sie gelten als die schönsten Wanderungen durch das Land, auf der Süd- sowie der Nordinsel. Die meisten dieser Wanderungen sind für 2-6 Tage konzipiert. Es gibt genau vorgegebene Routen und Hütten zum Übernachten. Kein Zweifel, dass diese Wege super im Schuss sind und man das Gefühl hat, wohl behütet durch die Wildnis zu laufen, da man auf diesen Strecken nie alleine ist und öfters am Tag Ranger nach dem Rechten sehen.

Bist du jedoch nicht der Typ für Wanderungen mit Übernachtung und vielen Mit-Wanderern und möchtest trotzdem die (besonders) schönen Seiten des Landes zu Fuß erkunden, solltest du dich an den NZ Frenzy Guide halten, der sich selbst als „New Zealand's Most Comprehensive Outdoor Guidebook“ bezeichnet. Hier beschreibt ein „Outdoor-Freak“ namens Scott die besten Wanderrouten, Wasserfälle, heiße Quellen, Strände, Höhlen und vieles mehr geballt in zwei Büchern (Süd-Insel und Nord-Insel). Anders als in einem Lonely Planet fokussiert sich dieser Guide auf die unberührte Natur fernab von Massen-Tourismus, Hektik und überteuerten Attraktionen. Fast alles, was in den bekannten und gehypten Touristenführern steht, findest du in diesem Buch nicht. So kann es passieren, dass man eine wunderschöne Wanderung zu einer malerischen 40 Grad heißen Quelle mit natürlichem Wasserfall unternimmt, unterwegs keinen einzigen Menschen trifft und die Natur-Wellness-Oase ganz für sich alleine hat. Schaffst du es nicht, allen Tipps zu folgen, nimmst du dir am besten die von Scott hervorgehobenen Favoriten vor. Die sollte man wirklich gesehen haben!

 

Um sorgenfrei durch die Wildnis zu stapfen, ist das richtige Equipment nötig. Neuseeland ist leider nicht dafür bekannt, dass alles sehr günstig ist. Deshalb solltest du in der Heimat weitestgehend alles Benötigte besorgen und mitnehmen, sonst stürzt du dich in ungewollte Unkosten.

Wichtig sind anständige Wanderschuhe (da schaut ihr am besten Mal auf unseren Produkttest-Seiten rein), ein Rucksack und atmungsaktive sowie wasserdichte Kleidung. Ihr solltet in Neuseeland auf alles vorbereitet sein, denn das Wetter kann aufgrund der Nähe zum Meer und der klimatischen Bedingungen während einer Tour blitzartig umschlagen und plötzlich steht man im tiefsten Nebel bei Regen auf einem Vulkan und ist noch weit vom Ende der Tour entfernt. Damit so ein Fall nicht vorkommt, ist es wichtig, sich vor einer längeren Wanderung über das Wetter zu informieren. Wenn es eine Tour an einem mit spektakulären Klippen umrandeten Strand sein soll, werden die Gezeiten (high-tide und low-tide) wichtig sein, denn sonst kommt man nur schwimmend wieder zurück. In den Informationsbüros („i-site“), die über das Land verteilt sind, kann man sich diese notwendigen Infos beschaffen.

 

Eine ebenso wichtige Rolle für eine Reise durch Neuseeland spielt das Fortbewegungsmittel. Wer möchte, kann sich einer durchorganisierten Bustour anschließen oder mit einem Busshuttle von A nach B fahren, jedoch lernt man das Land so nur sehr oberflächlich kennen. Die größtmögliche Flexibilität und das beste Reise-Erlebnis hat man mit einem Campervan/Wohnmobil. Ausreichend Zeit solltet ihr ebenfalls mitbringen (Minimum zwei Wochen pro Insel, besser mehr). Mit einem fahrbaren Untersatz, in dem ihr leben, kochen und schlafen könnt, entkommt ihr den Touristenmassen am besten. Ein Beispiel: parkt ihr euren Van an dem Start/Endpunkt einer Wanderroute, könnt ihr nach einer großen Tour direkt Essen kochen und eventuell sogar an dem Ort übernachten, seid dort für euch ganz alleine (oder mit einem Partner) und habt den Sternenhimmel für euch. Es gibt nichts Praktischeres, als sein Bett sowie Hab und Gut immer dabei zu haben.  Gerade Neuseeland ist geeignet für Camping-Urlaube, denn es gibt unzählige kleine, günstige und oft auch kostenlose Campingplätze mitten in der Natur. Wer die großen Campingplätze namhafter Ketten anfährt, hat oftmals sicher mehr Komfort, zahlt aber ein Vielfaches und wird sicher nicht so tiefgründig warm mit Neuseeland wie der Alternativ-Camper. Die Nachfrage für Vans ist sehr hoch und die Anbieter sprießen wie Unkraut aus dem Boden. Hier ist es wichtig, genau zu recherchieren, zu vergleichen und Erfahrungsberichte zu lesen, denn oft haben sich Reisende von lockenden Angeboten reinlegen lassen. Bei der Anmietung eines Fahrzeugs ist zum einen die Versicherungs-Variante und die Selbstbeteiligung im Schadenfall wichtig, sowie die oftmals fällige Extrapauschale, wenn man den Van an einem anderen Ort abgibt als man ihn abgeholt hat. Ein toller Wohnmobilverleih ist wilderness.co.nz. Er bietet nicht nur hochwertige Wohnmobile an, sondern auch zusätzlich Surfboards sowie Mountainbikes, und überzeugt beim Service. Aus fast jedem europäischen Land findet ihr hier einen Ansprechpartner und könnt in eurer Muttersprache kommunizieren.

 

Nun kann es los gehen in eines der schönsten Länder der Welt.

 

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