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Teleskopstöcke beim Skifahren: Vor- und Nachteile von Stöcken mit verstellbarer Länge

23. Januar 2017 | Skiinfo

Teleskopstöcke beim Skifahren: Vor- und Nachteile von Stöcken mit verstellbarer Länge- ©LEKI | Christoph Schoech

Der Stock spielt beim Freeriden eine wichtige Rolle

Copyright: LEKI | Christoph Schoech

Am Markt gibt es gefühlt hunderte verschiedene Teleskopstöcke mit unterschiedlichsten Verstellsystemen. Doch wofür benötigt man sie überhaupt und worin liegen ihre Vorteile?

Die Hauptunterscheidung ist die Art des System: Innen- oder Außenverstellsystem. Hier ist zu beachten, dass ein Innenverstellsystem grundsätzlich immer eine höhere Haltekraft hat als ein Außenverstellsystem. Im Inneren des Stockes ist ein Spreizdübel auf einer Schraube aufgezogen. Durch Drehen wird der Dübel entweder gespreizt oder verkleinert. Durch die somit entstandene Spreizung im Inneren des Stockes verkeilt sich der Dübel mit der Innenwand und verhindert so ein Zusammenrutschen des Stockes. Selbst bei einmaligem Drehen um die eigene Achse garantiert der Stock absolute Haltekraft. Die weltweit höchste Haltekraft (145 kg) hat hier die Firma LEKI mit ihrem TÜV-geprüften Super Lock System.

Allerdings sind Außenverstellsysteme im Winter mit dicken Handschuhen weitaus leichter zu bedienen. Sie besitzen einen Hebel am äußeren Rohr, durch den die Rohre von außen zusammengeklemmt werden. LEKI erzielt hier mit dem System Speed Lock 2 Haltekräfte von etwa 90 kg, vom TÜV gefordert sind im 55 kg.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Packmaß. Die Stöcke können durch ihr Verstellsystem verkleinert und somit fast überall mühelos verstaut werden. Zweiteilige Stöcke haben ein größeres Packmaß und einen geringeren Verstellbereich als dreiteilige. Bei größeren Personen sollte immer der höhere Verstellbereich gewählt werden, da durch einen höheren Verstellbereich automatisch auch eine größere „Rohrüberlappung“ entsteht - das erhöht die Sicherheit und verringert die Gefahr einer Verbiegung oder eines Bruchs.

SpeedLock-System von LEKI  - © LEKI

SpeedLock-System von LEKI

Copyright: LEKI

Teleskopstöcke sind zwar, wenn man sich im Gelände bewegt, nicht zwingend erforderlich, erleichtern den Aufstieg und die unterschiedlichen Geländeformen jedoch ungemein. Wenn man beispielsweise einen Hang quert, lassen sich rechts und links unterschiedliche Längen einstellen, der Winkel im Ellenbogen bleibt also gleich. Somit lässt sich das Ganze gelenkschonender und vor allem auch kraftsparender absolvieren. Mehr Kraft im Aufstieg zu sparen heißt gleichzeitig mehr Kraft auf der Abfahrt zur Verfügung zu haben - und das erhöht natürlich den Spaßfaktor!

Freerider benötigen einen relativ kleinen Verstellbereich, da sie in der Regel abfahrtsorientiert im Gelände unterwegs sind. Heißt, dass sie im Idealfall verhältnismäßig kurze Strecken bergauf zurücklegen möchten, um dadurch eine möglichst lange Abfahrt zu erzielen. Somit spielt das Kraftsparen im Aufstieg hier nicht eine so wichtige Rolle wie bei Skitourengehern.

Bei Schneeschuhwanderungen, Tourengängen oder beim Wandern in den Bergen gilt das gleiche Prinzip. Es erleichtert es den Auf- sowie den Abstieg, wenn der Stock immer auf die perfekte Länge eingestellt werden kann. Bergab wird der Stock etwas länger gestellt um sich bequem abstützen zu können, beim Bergaufgehen etwas kürzer, um die Steigung auszugleichen.

Sinnvoll sind Teleskopstöcke übrigens auch für Kinder: Die Anschaffungskosten sind zwar etwas höher als die von Fixlängenstöcken, allerdings haben sie einen großen Vorteil. Sie wachsen mit! Teleskopstöcke können also über mehrere Jahre hinweg treue Begleiter sein.

Für Pistenskifahrer würden wir Teleskop- oder Vario-Stöcke nicht unbedingt empfehlen, denn die Vorteile lassen sich kaum nutzen - es sei denn, man möchte die Stöcke mit mehreren Personen nutzen. Dann ist die Längenverstelloption natürlich praktisch. Wenn man seine Skistöcke alleine und nur auf der Piste nutzt, sind Stöcke mit Fixlänge sinnvoller. Der Mechanismus führt bei verstellbaren Stöcken zu einem etwas höheres Schwunggewicht, die Stöcke sind aufgrund des Aufbaus etwas anfälliger in Bezug auf Verschleiß und je nach Hersteller können die Mechanismen soagar klappern, die Rohre liegen nicht exakt aneinander oder die Haltekraft reicht nicht aus. Hier empfiehlt sich auf jeden Fall der Griff zu einer rennomierten Marke wie LEKI, die ihre System seit vielen Jahren am Markt haben und regelmäßig weiterentwickeln.

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