Auch im kanadischen Vancouver, Austragungsort der Olympischen Spiele 2010, startet die Seilbahn ins Skirevier direkt am Stadtrand. Sie hebt ihre Passagiere vom Frühling an der milden Pazifikküste zurück in den Winter. Rund um die Bergstation auf dem Grouse Mountain kann man Eislaufen, Schneeschuhwandern, eine Pferdeschlittenfahrt unternehmen oder Langlaufen. Alpine Skifahrer finden ein abwechslungsreiches Skigebiet inmitten mächtiger Fichten – reizvoll besonders am Abend. Dann schweift der Blick von den flutlichterhellten Hängen über das Lichtermeer der Stadt und die Wogen des Pazifischen Ozeans zu einem Himmel, den die untergehende Sonne in fast schon kitschige Farben taucht. Skifahren auf dem Grouse Mountain ist, als wenn man gleichzeitig in zwei oder drei Paralleluniversen unterwegs wäre.

Schon in den Roaring Twenties thronte auf dem Grouse Mountain ein Bergrestaurant. Kellner mit weißen Handschuhen trugen der High-Society auf. Der weiße Sport hielt 1948 mit dem Bau des ersten Doppelsessels Einzug. Die Straße zum Berg wurde 1965 durch die erste Großkabinenbahn Kanadas ersetzt. Kürzlich wurde das Peaks Chalet an der Bergstation der Seilbahn für mehrere Millionen Dollar im Stil der 20er Jahre renoviert. Viel Naturstein und Holz, alte Fotografien an den Wänden und ein Atrium mit riesiger Feuerstelle und Fenstern, die vom Boden bis zur Decke reichen sorgen für eine rustikal-gemütliche, aber dennoch elegante Atmosphäre. Jeweils ein schneller Vierer erschließen die sanfte Schulter und die steilere Ostflanke des Berges. Wenn es die Schneelage erlaubt, dauert die Saison von Mitte November bis Mitte April, aber auch bis Juli war am Grouse Mountain schon Skisport möglich. Die Lifte sind täglich von 9 bis 22 Uhr in Betrieb.

Unterkunft: Riesiges Angebot in Vancouver, vom Hostel bis zum Luxushotel.

Restaurant-Tipp: Im Wortsinn mehr als 800 Meter über dem Meer bietet das The Observatory Küche für gehobene Ansprüche. Wem nicht nach obligatorischen fünf Gängen ist, findet rund um die Bergstation zahlreiche Alternativen, die ebenfalls eine tolle Aussicht bieten.

Guides: Abseits der Pisten gibt es hier nichts als ziemlich undurchdringliche Wälder und unterhalb des Skigebietes ist schon bald Schluss mit Schnee. Wer Tiefschnee fahren will, sollte besser gleich das 120 km entfernte Whistler ansteuern.

Verleih: Der Shop an der Bergstation ist voll und ganz auf Spontanbesucher eingestellt und verleiht daher auch komplette Bekleidung.